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Coronakrise Sperrstunden, Warnampeln, Versammlungsverbot: So reagiert Europa auf steigende Corona-Fallzahlen

Angesichts steigender Fallzahlen verschärfen viele europäische Länder ihre Corona-Regeln – von Großbritannien über Italien bis Griechenland. Ein Überblick.
12.10.2020 - 18:54 Uhr 2 Kommentare
Ein Schild ruft Passanten dazu auf, Abstand zu halten: Großbritannien bekommt die steigende Zahl an Corona-Fällen nur schwer in den Griff. Quelle: Reuters
Warnschild in Großbritannien

Ein Schild ruft Passanten dazu auf, Abstand zu halten: Großbritannien bekommt die steigende Zahl an Corona-Fällen nur schwer in den Griff.

(Foto: Reuters)

London, Athen Angesichts steigender Fallzahlen verschärfen viele europäische Länder ihre Corona-Regeln – von Großbritannien über Italien bis Griechenland. Die Maßnahmen reichen dabei von Ampelsystemen über Sperrstunden bis zu Kontaktverboten.

Der britische Premier Boris Johnson kündigte am Montag ein dreistufiges Warnsystem an. Ab sofort wird England in Gebiete mit mittlerem, hohem und sehr hohem Risiko eingeteilt. In den Risikogebieten gelten zusätzliche Vorschriften.

So darf man keine Angehörigen aus anderen Haushalten mehr zu Hause oder in anderen Innenräumen treffen. Auch müssen Bars, Pubs und Fitnessstudios wieder schließen. Dies betrifft vor allem Städte in Nordengland.

Im Rest des Landes gilt vorerst nur eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Doch derzeit steigen die Infektionsraten im ganzen Land, weshalb weitere Verschärfungen erwartet werden.

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    Pro Tag sterben in England schon wieder mehr als 60 Menschen an Covid, insgesamt sind es bisher mehr als 42.000. Die Krankenhäuser sind so stark belegt wie zuletzt im März. Die Regierung hat daher die provisorischen Lazarette vorsichtshalber reaktiviert.

    Auch in anderen europäischen Ländern richten sich die Verschärfungen vor allem gegen die Gastronomie. Italien will eine Sperrstunde um Mitternacht und ein nächtliches Versammlungsverbot für draußen einführen. In Tschechien wird über Einschränkungen des Alkoholausschanks diskutiert.

    Griechenland steht im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch relativ gut da. Doch auch hier steigen die Infektionszahlen. Seit Montag können Urlauber auf einer ständig aktualisierten Karte der griechischen Zivilschutzbehörde sehen, wo die wenigsten und wo die meisten Fälle gemeldet werden und welche Beschränkungen gelten.

    „Erhöhte Wachsamkeit“ auf griechischen Ferieninseln

    Die Karte zeigt die 74 Regionen des Landes in vier unterschiedlichen Farben, von Grün über Gelb und Orange bis Rot. Die Farben stehen für die unterschiedlichen Sicherheitsstufen, die sich aus der Zahl der gemeldeten Fälle und der Neuninfektionen ergibt. Die Gefahrenstufe Rot würde einen weitgehenden Lockdown der betreffenden Region auslösen, wurde bislang aber in keiner griechischen Region ausgerufen.

    Einige beliebte Ferieninseln gehören zu den orangefarbenen Gebieten mit „erhöhter Wachsamkeit“. Das gilt für die Tourismus-Hotspots Mykonos und Santorin, die vor allem von Briten und Skandinaviern besuchte „Partyinsel“ Zakynthos, die Gegend um Heraklion auf Kreta sowie die ostägäischen Inseln Lesbos und Samos. Auch Athen und die Hauptstadtregion Attika gehören zur Gefahrenstufe drei.

    Stufe zwei („Wachsamkeit“) gilt für Inseln wie Kos, Rhodos, Paros, Naxos und Korfu. Zur niedrigsten Gefahrenstufe gehören grün gekennzeichnete Inseln wie Andros, Tinos, Milos, Kefalonia und Ithaki, die Sporadeninseln, die Regionen im Westen und Osten Kretas sowie die Westküste der Halbinsel Peloponnes.

    Mehr: Der Virologe Hendrik Streeck fordert mehr Pragmatismus im Umgang mit Corona.

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    2 Kommentare zu "Coronakrise: Sperrstunden, Warnampeln, Versammlungsverbot: So reagiert Europa auf steigende Corona-Fallzahlen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Der PCR-Test als nutzlose "Modewelle" und Auslöser von irreführenden Infektionszahlen-Explosionen:
      Das war 2014. Blöd nur, dass das Netz nichts vergisst.
      Wirtschaftswoche, 16. Mai 2014:
      Interview von Susanne Kutter mit Christian Drosten über die PCR-Tests:
      DROSTEN: "Als in Dschidda Ende März diesen Jahres aber plötzlich eine ganze Reihe von Mers-Fällen auftauchten, entschieden die dortigen Ärzte, alle Patienten und das komplette Krankenhauspersonal auf den Erreger zu testen. Und dazu wählten sie eine hochempfindliche Methode aus, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR).
      KUTTER: Klingt modern und zeitgemäß.
      DROSTEN: Ja, aber die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären. Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hoch gekocht haben.
      KUTTER: Sie meinen, dass die Medien einen Einfluss auf die Meldezahlen hatten?
      DROSTEN: In der Region gibt es kaum noch ein anderes Thema in den TV-Nachrichten oder Tageszeitungen. Und auch Ärzte in Krankenhäusern sind Konsumenten dieser Nachrichten. Die überlegen sich dann ebenfalls, dass sie mal ein Auge auf diese bisher auch in Saudi-Arabien sehr seltene Erkrankung werfen müssten. Die Medizin ist nicht frei von Modewellen."
      Original Artikel:
      Virologe Drosten im Gespräch 2014: „Der Körper wird ständig von Viren angegriffen “https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-der-koerper-wirdstaendig-von-viren-angegriffen/9903228.html?fbclid=IwAR29QVmNmqXtHs8aXz6j8SP7cOmAu3piV5iEyz4CkcIz1_XbWWWxOcDiids

    • Diese Hysterie ist hausgemacht. Wir müssen akzeptieren, dass 4.000 Infizierte im April 2020 nicht 4000 positiv Getestete bei einer wesentliche höheren Anzahl von Tests und einer weit geringeren Todesfall- und wirklich Kranken nicht zu vergleichbar sind.
      Das Starren nur auf die positiv Infizierten ist außerdem wenig hilfreich. Die "rote Linie" von 50 positiv Getestete/100.000 Einwohner ist eine angenommene Zahl und entbehrt jeder wissenschaftlichen Prüfung sondern wurde im März/April unter ganz anderem Kenntnisstand über das Virus mal angenommen. Der Chef der Ärztekammer schlug jüngst in seinem Kommentar im Handelsblatt vor, diesen Alarmismus wegzulassen und z.B. diesen Wert von 50 auf 81 / 100.000 zu erhöhen. diese verschärfenden, unfundierten Aktionen, die in anderen Ländern schon nichts nutzen, sollten wir vermeiden und mehr die Datenlage über Infektionswege nutzen. Warum wird Etwas als alterativlos hingestellt wie dem Beherbergungsverbot, wenn im Juni bereits das Bayerische Verfassungsgericht diese Maßnahme als unverhältnismäßig bezeichnet hat.

      Kaum Intensivbetten sind zusätzlich belegt weil kaum jemand erkrankt ist und die Todesfallrate mit Corona ist ebenfalls kaum in Prozenten auszudrücken.
      Eine Übersterblichkeit ist ebenfalls nicht gegeben - warum fürchten wir uns überhaupt.
      Das Virus ist da und bleibt, wie viele anderen auch und wir werden und müssen damit leben - schlicht und ergreifend.
      Der Vergleich der derzeitig Infizierten mit anderen Viruserkrankungen hilft dabei. Im DIVI - Intensivregister und RKI-Statistiken auf der Homepagehilft dabei, das angeblich erhöhte Risiko mit der Erhöhung der positiv Getesteten (noch nicht einmal Erkrankten) zu verifizieren.

      Bleibt aufmerksam aber nicht ängstlich und besorgt Euch die relevanten Zahlen wie Anzahl der Kranken, der schweren Verläufe und der Todesfallzahlen mit Corona.
      Man spricht bereits von der dritten, stillen Corona - Welle, nämlich die wesentliche Erhöhung der psychisch Kranken durch Hysterie und Angst.

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