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Coronakrise Trump trägt Maske bei Krankenhausbesuch – Rekord an Neuinfektionen in den USA

Der US-Präsident hat bei einem öffentlichen Auftritt eine Maske aufgehabt. Normalerweise trägt Trump keine, aber in einem Krankenhaus halte er es für „angebracht“.
12.07.2020 Update: 12.07.2020 - 08:15 Uhr Kommentieren
Das Weiße Haus begründet das Nichtragen von Masken damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde. Quelle: Reuters
US-Präsident Donald Trump

Das Weiße Haus begründet das Nichtragen von Masken damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

(Foto: Reuters)

Bethesda Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Coronavirus-Infektionen in den USA hat US-Präsident Donald Trump in einem seltenen Schritt eine Maske bei einem öffentlichen Auftritt getragen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda bei Washington einen blauen Mund-Nasen-Schutz mit dem Siegel des Präsidenten trug.

Die USA verzeichneten unterdessen die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie an einem Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstag lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 66.627.

Nach Angaben des Weißen Hauses wollte Trump in dem Krankenhaus verwundete Soldaten und deren Angehörige treffen. Er wollte zudem mit medizinischem Personal zusammenkommen, das sich in der Coronakrise um Erkrankte kümmert.

Trump sagte vor Journalisten auf dem Rasen des Weißen Hauses vor dem kurzen Hubschrauberflug nach Bethesda auf eine entsprechende Frage: „Ich werde wahrscheinlich eine Maske tragen, wenn Sie das wissen müssen.“ Er fügte hinzu: „Ich finde es großartig, eine Maske zu tragen. Ich war nie gegen Masken, aber ich glaube, es gibt eine Zeit und einen Ort dafür.“ In dem Krankenhaus, in dem manche Verwundete gerade erst operiert worden seien, sei eine Maske angebracht.

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    Trump hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde. Trump und das Weiße Haus begründen das damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde. Trump wird dennoch vorgeworfen, durch sein Auftreten ohne Maske ein schlechtes Vorbild in der anhaltenden Pandemie abzugeben.

    Die Bilder aus dem Walter-Reed-Krankenhaus sind nicht die ersten, bei denen Trump eine Maske trägt. Bei einem Fabrik-Besuch im US-Bundesstaat Michigan im Mai hatte Trump bei einem Teil des Rundgangs eine Maske getragen und war dabei fotografiert worden.

    Viele Neuinfektionen in Kalifornien und Florida

    Ein großer Teil der Neuinfektionen wird derzeit aus den südlichen und westlichen Bundesstaaten gemeldet, darunter Florida und Kalifornien. In Florida meldeten die Behörden am Samstag mehr als 10.000 Neuinfektionen an einem Tag. Gouverneur Ron De Santis, der wie Trump der Republikanischen Partei angehört, wies Vorwürfe zurück, er habe die Schutzmaßnahmen in Florida voreilig wieder gelockert.

    Trotz der steigenden Fallzahlen in Florida öffnete der Freizeitpark „Walt Disney World“ am Samstag seine Türen wieder für Besucher. „Der Magic Kingdom-Park und der Disney's Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet“, hieß es auf der Webseite des Freizeitparks nahe Orlando. Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden.

    Magic Kingdom-Park: Schlange stehen mit Maske. Quelle: AFP
    Orlando

    Magic Kingdom-Park: Schlange stehen mit Maske.

    (Foto: AFP)

    Normalerweise kommen fast 60 Millionen Menschen jedes Jahr in den Freizeitpark in Florida, der wegen der Coronavirus-Pandemie seit März geschlossen war. Ab dem 30. Juli will auf dem Gelände des Vergnügungsparks auch die nordamerikanische Profi-Basketballliga NBA ihre wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison in einem geschlossenen System ohne Kontakt zur Außenwelt fortsetzen.

    Ein ebenfalls vom US-Unterhaltungsriesen Walt Disney betriebener Vergnügungspark im US-Westküstenstaat Kalifornien blieb zunächst weiter geschlossen, nur ein angeschlossenes Einkaufszentrum öffnete in der vergangenen Woche. Eine zunächst für den 17. Juli angekündigte Wiedereröffnung des Vergnügungsparks musste pandemiebedingt wieder abgesagt werden. Für den Entertainment-Giganten ist das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten eine der wichtigsten Erlösquellen. Die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie im März haben bereits Kosten in Milliardenhöhe verursacht.

    Mehr: US-Experte Fauci: Einige Bundesstaaten haben sich zu früh geöffnet.

    • dpa
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