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Coronakrise US-Republikaner wollen Konjunkturhilfen für eine Billion Dollar beschließen

Die Republikaner wollen die Arbeitslosenhilfe des Bundes um zwei Drittel senken. Doch für viele Amerikaner soll es wieder eine Einmalzahlung geben.
28.07.2020 - 02:43 Uhr 1 Kommentar
„Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe.“ Quelle: dpa
Der republikanische Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell

„Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe.“

(Foto: dpa)

Washington Die US-Republikaner haben ihren Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket im Umfang von rund einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro) vorgestellt. „Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe“, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, am Montag (Ortszeit). Die Unterstützung müsse aber „sorgfältig zugeschnitten“ sein, während das Land mit einem Fuß in der Pandemie und mit dem anderen Fuß in der Erholung der Wirtschaft stecke.

Der Plan sehe eine weitere Runde an Einmalzahlungen in Höhe von 1200 US-Dollar für „die meisten“ amerikanischen Erwachsenen vor, sagte Senator Chuck Grassley. Er verteidigte die Absicht, die wöchentliche Arbeitslosenhilfe des Bundes um zwei Drittel auf 200 Dollar zu kürzen.

Die zum Monatsende auslaufende Unterstützung in Höhe von 600 US-Dollar, die Arbeitssuchende zusätzlich zu der von den Bundesstaaten ausgezahlter Hilfe bekommen, führe dazu, dass die Menschen sich darauf ausruhten, machte Grassley deutlich: „Die Leute werden nicht arbeiten. Und was dieses Land braucht, sind mehr Arbeiter.“ Es solle nun keine Wochenpauschale in Höhe von 600 Dollar mehr geben, sondern Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70 Prozent.

Über das neue Hilfspaket gibt es Streit zwischen den Republikanern und Demokraten im US-Kongress. Die Demokraten werfen den Republikanern vor, ein neues Paket verzögert zu haben. Sie plädieren für ein Hilfspaket im Umfang von drei Billionen US-Dollar, das unter anderem eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar beinhaltet. Ihre Zustimmung ist nötig, weil sie im Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen.

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    Allerdings meldete McConnells Senats- und Parteikollege Ted Cruz Bedenken wegen der Kosten an. „Die Antwort auf diese Herausforderungen wird nicht einfach daraus bestehen, von Washington aus das Geld herauszuschaufeln“, sagte er. Der Bund hat in den USA bislang 3,7 Billionen Dollar im Kampf gegen die Pandemie eingesetzt.

    Die Corona-Pandemie hat die US-Wirtschaft empfindlich getroffen. Millionen Menschen sind innerhalb kürzester Zeit arbeitslos geworden. Seit mehr als drei Monaten war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt wieder gestiegen. Mit bereits beschlossenen Konjunkturprogrammen sollten fast drei Billionen Dollar in die US-Wirtschaft gepumpt werden, was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht.

    Mehr: Trumps Medikamenten-Deal löst nicht das Corona-Problem der USA.

    • rtr
    • dpa
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    1 Kommentar zu "Coronakrise: US-Republikaner wollen Konjunkturhilfen für eine Billion Dollar beschließen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn bei Erz-Kapitalisten die Wortwahl "das Volk braucht Hilfe" erschallt, dann bedeutet das, dass die Wirtschaft Absatz benötigt. Zudem ist Wahlkampf. Beste Zeiten für Helikopter-Geld. Anders geht es vermutlich nicht, um eine Depression zu verhindern.

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