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Coronakrise Weißes Haus rechnet mit bis zu 240.000 Toten in den USA – Trump sieht sich als „Cheerleader“

In den USA könnten Hunderttausende an Covid-19 sterben, so die Experten. Präsident Trump warnt, dass die kommenden zwei Wochen schmerzlich werden.
01.04.2020 - 02:32 Uhr Kommentieren
US-Präsident Donald Trump stellte seine Landsleute darauf ein, dass die kommenden zwei Wochen schmerzhaft werden würden. Möglicherweise könnte Hundertausende Amerikaner an Covid-19 sterben. Quelle: AP
"Cheerleader der Nation"

US-Präsident Donald Trump stellte seine Landsleute darauf ein, dass die kommenden zwei Wochen schmerzhaft werden würden. Möglicherweise könnte Hundertausende Amerikaner an Covid-19 sterben.

(Foto: AP)

Washington Das Weiße Haus rechnet nach der derzeitigen Entwicklung mit 100.000 bis 240.000 Toten durch die Coronavirus-Pandemie in den USA. Von einer solch hohen Opferzahl sei auszugehen, auch wenn die bisher getroffenen Gegenmaßnahmen wie soziale Distanzierung eingehalten werden, sagte die Corona-Koordinatorin der US-Regierung, Deborah Birx, am Dienstag.

Präsident Donald Trump stellte seine Landsleute vor allem für die Tage bis nach Ostern auf schwierige Zeiten ein. „Dies werden sehr schmerzliche, sehr, sehr schmerzliche zwei Wochen werden“, sagte er. „Wir werden Tausende Menschen verlieren“, sagte Trump. „Wir verlieren hier potenziell mehr als man in einem Land in Weltkriegen verliert.“

Trotz der düsteren Aussichte sieht sich der US-Präsident als Aufmunterer für die Nation. „Ich bin ein Cheerleader für das Land“, sagte er. „Ich will den Menschen Hoffnung geben.“ Er sei ein positiver Mensch, kein negativer. Es sei leicht, in der aktuellen Lage negativ eingestellt zu sein. Die Regierung habe in der Krise bislang einen „fantastischen Job“ gemacht.

Birx und der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, betonten, dass die in ihrem Modell errechnete Zahl von mindestens 100.000 Toten nicht zwangsläufig auch Realität werden müsse. Es sei lediglich eine Prognose nach derzeitigem Kenntnisstand. „Wir akzeptieren diese Zahl nicht ... Wir wollen uns viel besser schlagen.“

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    Birx sagte, unter anderem könnten Staaten, die noch nicht so viele Infektionen zu verzeichnen hätten wie das besonders schlimm getroffene New York mehr tun, um die Kurve abzuflachen. Trump sprach von einer „ernüchternden“ Zahl und sagte, es werde wohl schwierig werden, unter diesem Minimalwert aus der Prognose zu bleiben.

    Mehr als 3500 Menschen sind in den USA durch Covid-19 bisher ums Leben gekommen, 170.000 Ansteckungen sind bestätigt. Trump verlängerte am Dienstag formal die Richtlinien seiner Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie für den gesamten April.

    Diese decken sich weitgehend mit denen der letzten 15 Tage, die den Amerikanern empfahlen, Abstand zu anderen zu halten und Menschenansammlungen zu vermeiden sowie von zu Hause aus zu arbeiten. Viele US-Staaten haben deutlich schärfere und verpflichtende Einschränkungen erlassen.

    Die Regeln einzuhalten, sei eine Frage von Leben und Tod, sagte Trump bei der Pressekonferenz im Weißen Haus. „Jeder Bürger ist aufgerufen, Opfer zu bringen.“ Besonders schlimm werde es in den kommenden zwei Wochen werden, sagte Trump.

    Bis vor wenigen Tagen hatte er noch den 12. April als Zieldatum genannt, die US-Wirtschaft wieder anlaufen zu lassen. Davon war er aber schon am Sonntag abgerückt, nachdem Fauci und Birx ihm ihre Modelle vorgelegt hatten, in denen bereits von 100.000 bis 200.000 Toten in den USA die Rede war. Ohne irgendwelche Gegenmaßnahmen wären in den USA nach anfänglichen Prognosen zwischen 1,5 Millionen und 2,2 Millionen Tote möglich gewesen, sagte Birx.

    Mehr: Donald Trump wird das ursprünglich bis zum 12. April geltende Einreiseverbot in die USA teils sogar noch verschärfen. Zudem laufen bereits Planungen für ein weiteres Konjunkturpaket an.

    • ap
    • dpa
    • rtr
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