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Coronavirus Globaler Gesundheitsnotstand: Was die WHO-Entscheidung bedeutet

Die Weltgesundheitsorganisation hat Konsequenzen aus der rasanten Verbreitung des neuen Virus aus China gezogen. Ein Überblick und die wichtigsten Fragen.
31.01.2020 - 00:38 Uhr Kommentieren

WHO ruft Gesundheitsnotstand wegen Coronavirus aus

New York Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts des neuen Coronavirus eine internationale Notlage ausgerufen. Nach einer Krisensitzung am Donnerstag verwies sie auf die rasante Ausbreitung des Virus.

Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend nach der Sitzung eines Expertenausschusses. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. „Wir sitzen alle im selben Boot“, sagte Tedros. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. „Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst.“ Der Notstand heißt offiziell „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“.

Wie ist die aktuelle Lage?

Weltweit haben sich inzwischen fast 10.000 Menschen infiziert, die Zahl der Toten stieg bis Freitagmorgen auf über 200. Außerhalb Chinas waren in rund 20 Ländern mehr als 100 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Darunter sind neben Deutschland auch Frankreich, Thailand, Japan, Malaysia, die USA, Finnland, Australien, Südkorea, Indien und die Philippinen. Zuletzt bestätigte auch Italien zwei Fälle.

Was genau bedeutet der nationale Notstand?

Die UN-Behörde definiert eine internationale Lage als „außergewöhnliches Ereignis“, das eine Gefahr für andere Länder darstellt und koordinierte internationale Maßnahmen erfordert. Die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO sollen also nun empfohlene Krisenmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung untereinander koordinieren. Mit dem Status einer offiziellen Notlage werden in der Regel mehr finanzielle und andere Ressourcen freigegeben. Eine Notlage kann aber auch dazu führen, dass der Reiseverkehr und Handel eingeschränkt wird.

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    Um welche Maßnahmen geht es?

    Die WHO empfiehlt nun unter anderem, dass Länder mit weniger entwickelten Gesundheitssystemen unterstützt werden sollen. Zudem soll die Arbeit an Medikamenten und Impfstoffen beschleunigt, Wissen und Daten geteilt und gegen Gerüchte vorgegangen werden. Gleichzeitig empfiehlt die WHO aber keine Handels- und Reisebeschränkungen.

    Sind die Maßnahmen bindend?

    Viele Länder haben in den vergangenen Tagen schon eigene Maßnahmen ergriffen. „Wenn jedes Land seine eigenen Maßnahmen verhängt, kann das das Rezept für ein Desaster sein, etwa wirtschaftlich“, erläuterte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. Die WHO kann aber kein Land zwingen, Maßnahmen zu ergreifen oder zu unterlassen.

    Wie haben die US-Börsen auf den Ausruf der Notlage reagiert?

    Die US-Aktienindizes haben am Donnerstag im späten Handel ihre Verluste in Gewinne umgewandelt. Die Aufwärtsbewegung begann, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen des Ausbruchs des Coronavirus eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen hatte und sie gleichzeitig betonte, dass keine Reise- und Handelsbeschränkungen nötig seien.

    Mehr: Ausbruch des Coronavirus – Lesen sie die wichtigsten Fakten im Liveblog.

    • rtr
    • dpa
    • ap
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