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Coronavirus Griechenland öffnet Häfen für Kreuzfahrtschiffe – doch die Reedereien zögern

Rund zehn Prozent der Griechenland-Urlauber reisen per Kreuzfahrtschiff an. Die griechische Regierung will das Geschäft wieder ankurbeln.
01.08.2020 - 10:33 Uhr Kommentieren
Die Inselhauptstadt soll wieder Kreuzfahrtschiff-Gäste willkommen heißen. Quelle: Reuters
Fira

Die Inselhauptstadt soll wieder Kreuzfahrtschiff-Gäste willkommen heißen.

(Foto: Reuters)

Athen Ein ungewohnter Anblick bietet sich jetzt den Einwohnern der griechischen Kykladeninsel Santorin. Eigentlich müsste um diese Zeit ein halbes Dutzend Kreuzfahrtschiffe in der Caldera liegen, der Bucht der Vulkaninsel. Aber weit und breit ist kein einziges Schiff zu sehen.

Die sonst überlaufenen Gassen der Inselhauptstadt Fira sind fast menschenleer, viele Läden und Boutiquen geschlossen. Jetzt will der griechische Tourismusminister Charis Theocharis wieder Leben in Orte wie Fira bringen. Nach viermonatiger Corona-Zwangspause dürfen seit Samstag wieder Kreuzfahrtschiffe in den Häfen Piräus, Rhodos, Heraklion, Volos, Korfu und Katakolon beim antiken Olympia anlegen. Sind die Passagiere einmal in einem dieser Häfen registriert, dürfen die Schiffe auch in anderen Inselhäfen andocken, wie in Santorin.

Im vergangenen Jahr gingen rund 3,5 Millionen Kreuzfahrt-Passagiere über die griechischen Häfen an Land. Das waren gut zehn Prozent aller ausländischen Urlauber. Sie spielen für die örtliche Wirtschaft vieler Inseln eine große Rolle. Andenkenläden, Luxusboutiquen und Juweliere auf Inseln wie Mykonos, Santorin oder Korfu machen mit den Kreuzfahrtgästen einen Großteil ihrer Umsätze.

Temperaturkontrolle beim Einchecken

Minister Theocharis will nun versuchen, wenigstens den Rest der Saison zu retten. Die Öffnung steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die epidemiologischen Gegebenheiten nicht dramatisch verschlechtern. Überdies gelten strikte Hygieneprotokolle. So dürfen die Schiffe nur zu höchstens 60 Prozent belegt sein. Die Passagiere müssen beim Einchecken ihre Temperatur messen lassen und Gesundheitsfragebögen ausfüllen. An Bord sollen außerhalb der Kabinen Masken getragen werden.

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    Minister Theocharis appellierte an die drei großen Anbieter von Griechenland-Kreuzfahrten – MSC Cruises, Costa Crociere und Tui-Cruises – die üblicherweise bis Ende Oktober dauernde Saison bis zum Jahresende auszudehnen. Dass die Kreuzfahrtschiffe jetzt schnell wieder vor den griechischen Inseln aufkreuzen werden, ist aber nicht zu erwarten.

    Celestyal Cruises, eine auf das östliche Mittelmeer spezialisierte zyprische Reederei, hat ihr Programm für 2020 bereits komplett storniert. Branchenexperten erwarten, dass die anderen Reedereien frühestens Ende August oder Anfang September wieder in griechischen Gewässern operieren werden.

    Dazu müssten die jetzt in verschiedenen Weltgegenden vor Anker liegenden Schiffe repositioniert, Besatzungen rekrutiert und eingeflogen werden, was wegen der Einschränkungen im internationalen Luftverkehr nicht einfach ist.

    In Piräus glaubt man aber an die Zukunft der Kreuzfahrt. Die vom chinesischen Logistikkonzern Cosco kontrollierte Hafengesellschaft PPA investiert jetzt über 100 Millionen Euro in den Ausbau der Kreuzfahrtterminals mit mehreren Fünf-Sterne-Hotels und einem Shoppingcenter. Damit will sich Piräus als „Home Port“, als Ausgangshafen für Mittelmeerkreuzfahrten positionieren. Das Projekt soll Ende 2022 fertiggestellt sein. „Bis dahin ist die Krise vorbei“, hofft PPA-Sprecher Nektarios Demenopoulos.

    Mehr: Ob Mallorca oder Griechenland: Mit Beginn der Sommersaison haben plötzlich Tourismusbehörden die Deutungshoheit über das Coronavirus. Das könnte sich rächen.

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