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Coronavirus Macron bereitet Franzosen auf schwere Epidemie vor

Frankreichs Staatspräsident kündigt Schutz der Gesundheit und der Wirtschaft an, „koste es, was es wolle“. Macron sprach sich für ein koordiniertes Vorgehen der Europäer aus.
12.03.2020 - 23:13 Uhr Kommentieren
„Wir stehen erst am Anfang“: Emmanuel Macron warnte in einer Ansprache, dass sich die Epidemie noch ausbreiten werde. Quelle: AFP
Frankreich

„Wir stehen erst am Anfang“: Emmanuel Macron warnte in einer Ansprache, dass sich die Epidemie noch ausbreiten werde.

(Foto: AFP)

Paris Emmanuel Macron hat in einer TV-Sprache am Donnerstagabend angekündigt, dass ab Montag wegen der Coronavirus-Epidemie alle Kindergärten, Schulen und Hochschulen des Landes geschlossen werden.

Die Bürger forderte er auf, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf das Nötigste zu beschränken. Menschen über 70 sollten wenn möglich zu Hause bleiben. Es handele sich „um die schwerste Gesundheitskrise seit hundert Jahren“. Die Epidemie werde sich noch ausbreiten, „wir stehen erst am Anfang“.
Frankreichs Staatspräsident zeigte sich entschlossen, das Notwendige zu tun, „was immer das kosten mag“. Das gelte sowohl für das Gesundheitswesen, in dem nun auch Studenten und pensionierte Ärzte eingesetzt werden sollen, um mögliche Personalknappheiten zu vermeiden. „Die Gesundheit hat keinen Preis, wir werden Leben retten, egal, was es kostet“, versprach der Präsident. Ähnlich äußerte er sich über wirtschaftliche Maßnahmen, auch dort werde das Nötige getan, ohne Rücksicht auf die Kosten. Frankreich könne sich ein Beispiel nehmen an der deutschen Kurzarbeit, die großzügiger und unkomplizierter funktioniere als ein ähnliches französisches System.
Macron sprach sich für ein koordiniertes Vorgehen der Europäer aus und gegen die Illusion, durch „einen nationalen Rückzug und wildes Schließen der Grenzen“ könne man die Epidemie stoppen. „Wir Europäer werden eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise sich nicht ausbreiten lassen, wir werden schnell und stark reagieren“, kündigte der Präsident an. Falls es sinnvoll werden sollte, Grenzen zu schließen, dann solle das auf europäischer Ebene abgestimmt werden.
Europa werde seine Wirtschaft schützen, versprach der Präsident. Dafür solle ein gemeinsames Maßnahmenpaket zur Stützung des Wachstums vereinbart werden, möglichst schon nächste Woche. Bereits am Freitag will der Präsident mit Donald Trump telefonieren, um ihm „eine gemeinsame G7-Initiative vorzuschlagen. „Spaltung hilft uns nicht.“ sagte Macron unter Anspielung auf die einsame Entscheidung des US-Präsidenten, alle Flüge von und nach Europa einzustellen.
Über die unmittelbare Krisenreaktion hinaus müssen „wir uns Fragen stellen über das Entwicklungsmodell der letzten Jahrzehnte und die Schwachstellen unserer Demokratien“, forderte Macron. Das gelte für die Organisation der Wirtschaft, der Ernährung und des Gesundheitssystems. „Wir müssen ein souveränes Frankreich und Europa bauen“, empfahl er und gab bekannt, in den kommenden Monaten werde er „einschneidende Entscheidungen in dieser Hinsicht treffen“. Ins Detail ging Macron hierbei noch nicht.

Mehr: Wie die Regierungen der Welt versuchen, das Virus aufzuhalten

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