Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Covid-19 Österreich sieht sich gut für das Coronavirus gerüstet

Italien kämpft gegen eine Ausbreitung des Covid-19-Virus. Nun stimmt die Regierung in Wien Maßnahmen ab, um mögliche Infektionen zu vermeiden.
24.02.2020 Update: 24.02.2020 - 15:49 Uhr Kommentieren
Der Zugverkehr zwischen Italien und Österreich war wegen eines Coronavirus-Alarms für vier Stunden unterbrochen worden. Quelle: dpa
Zug am Brenner Bahnhof

Der Zugverkehr zwischen Italien und Österreich war wegen eines Coronavirus-Alarms für vier Stunden unterbrochen worden.

(Foto: dpa)

Wien Österreich ist im Notfall zu schnellen Grenzsperrungen bereit. „Bei Verdachtsfällen werden wir sofort einen Stopp erlassen“, kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montagnachmittag in Wien an. „Wir können nicht davon ausgehen, dass Corona um unser Land einen Bogen macht.“

Es sei aber nicht angebracht, in Panik zu verfallen. Es brauche einen „realistischen Blick“ auf die Dinge. Kurz betonte die enge Zusammenarbeit mit der italienischen Regierung. „Wir nehmen die Lage in Italien sehr ernst“, sagte auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

In Österreich gibt es bislang noch keinen mit dem Coronavirus Infizierten. Die bislang 189 Verdachtsfälle in der Alpenrepublik erwiesen sich alle als negativ. Doch die österreichische Regierung warnt eindringlich. „Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass es so bleibt“, sagte Kurz.

Die Vorbereitungen für einen umfassenden Schutz des Landes laufen auf Hochtouren. „Man kann nicht mehr davon sprechen, dass es eine regionale Epidemie ist“, bemerkte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). „Corona ist in der Europäischen Union angekommen.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Am Dienstag wird es eine Konferenz der Gesundheitsminister der Nachbarländer von Italien in Rom geben. An dem Treffen nimmt neben Österreich und der Schweiz auch Deutschland teil, obwohl es kein direktes Nachbarland von Italien ist.

    Informationen zum Coronavirus

    Die Regierung in Wien setzt im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf Information. So will sie täglich über die Situation informieren. Anschober rief auf, aus hygienischen Gründen häufig die Hände zu waschen.

    Am Donnerstag wird Kurz alle Landeshauptleute (Ministerpräsidenten) der Länder versammeln, um über die aktuelle Lage zu diskutieren. Gleichzeitig soll eine landesweite Informationskampagne starten. Das Außenministerium erlässt eine punktuelle Reisewarnung für die betroffenen Gebiete. Seit dem 25. Januar gibt es bereits eine Verpflichtung für sämtliche Ärzte, alle Coronavirusfälle sofort zu melden.

    Zugverkehr am Brenner nach Coronavirus-Verdacht wieder aufgenommen

    Derzeit gibt es von Peking noch einen Direktflug nach Wien. Am Wiener Flughafen werden alle Passagiere mit einem Infrarotthermometer auf Fieber hin geprüft. Auch der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPD) riet seinen Landsleuten von Reisen nach Italien ab. Wenn möglich, sollte man die betroffenen Regionen meiden, sagte der Politiker in Klagenfurt. Kärnten grenzt direkt an die italienische Region Friaul-Julisch Venetien, die bereits den Notstand ausgerufen hat.

    Der österreichische Leitindex ATX sank am Montagnachmittag um fast vier Prozent auf 3027 Punkte. Überdurchschnittlich stark war der kriselnde Stahlkonzern Voestalpine mit einem Minus von sechs Prozent betroffen.

    Aber auch die Papiere des Energiekonzerns OMV und des Öltechnologieunternehmens Schoeller-Bleckmann verloren 5,3 und 6,4 Prozent. Die Aktie des sich mehrheitlich in chinesischem Besitz befindlichen Luftfahrtzulieferers FACC ging um 5,7 Prozent zurück.

    Mehr: Nach dem sprunghaften Anstieg der Infiziertenzahl herrscht in Italien Alarmstimmung. Südkorea ruft wegen des Virus die höchste Alarmstufe aus.

    Startseite
    Mehr zu: Covid-19 - Österreich sieht sich gut für das Coronavirus gerüstet
    0 Kommentare zu "Covid-19: Österreich sieht sich gut für das Coronavirus gerüstet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%