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Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen meistert ihre erste große internationale Prüfung

Die dänische Ministerpräsidentin hat den Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump beigelegt – vorerst. Eine größere Krise hat sie damit abgewendet.
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Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Dänemarks ist seit Juni im Amt. Quelle: AP
Mette Frederiksen

Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Dänemarks ist seit Juni im Amt.

(Foto: AP)

Stockholm Was für ein Sinneswandel: Noch vor wenigen Tagen habe sich Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen „im Ton vergriffen“, als sie das Interesse von Donald Trump am Kauf von der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland als „absurd“ abgetan hatte. Das sei „fies“ gewesen, twitterte im Anschluss der US-Präsident.

Doch nach einem Anruf von Frederiksen erklärte dieser jetzt, die Dänin sei „eine wunderbare Frau“. Vor allem die Tatsache, dass die 41-Jährige die Initiative zu einer Aussprache ergriff, habe ihm „sehr gut gefallen“. Mithilfe eines Telefonats hat die Politikerin wohl ihre erste große politische Krise gemeistert.

Erst seit Juni ist die Sozialdemokratin im Amt – und musste gleich nach der Sommerpause ihre diplomatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dass sie taktisches Gespür besitzt, zeigte sie bereits im Frühjahr während des Wahlkampfs in ihrem Heimatland.

Um Stimmen zu gewinnen, beschritt sie einen ganz eigenen Weg: Mit einer linken Sozial- und Wirtschaftspolitik und einer restriktiven Ausländerpolitik gelang es Frederiksen, die Sozialdemokraten zurück an die Macht zu führen. Heute führt die Sozialwissenschaftlerin eine Minderheitsregierung und muss mit wechselnden Mehrheiten regieren.

Und was Trump angeht: Es ist nicht auszuschließen, dass er sein Grönland-Interesse wegen der strategischen Lage und der enormen Bodenschätze erneuert.

Mehr: Während in vielen anderen europäischen Ländern die Sozialdemokraten kaum noch als Volkspartei bezeichnet werden können, führte die Spitzenkandidatin Frederiksen ihre Sozialdemokraten zum Sieg.

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