Zum Davos 2017 Special von Handelsblatt Online

+++ Live-Blog Davos +++ Wirtschaftswelt in Konfliktlösung einbeziehen

Bis Freitag diskutieren etwa 3.000 Spitzenpolitiker, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler in dem Schweizer Wintersportort über Antworten auf politische, soziale und wirtschaftliche Probleme. Der dritte Tag im Newsblog.
Update: 19.01.2017 - 17:19 Uhr 21 Kommentare

„Davos im Zeichen der Banken - Gegensätze prallen aufeinander“

„Davos im Zeichen der Banken - Gegensätze prallen aufeinander“

DavosDass die Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändert, stellt kaum noch jemand infrage. Unklar ist allerdings, wie tief die Einschnitte ausfallen – für den Arbeitsmarkt, die Produktionsketten oder die Kommunikation. Am Donnerstag befassen sich gleich mehrere Veranstaltungen mit den verschiedenen Herausforderungen der Digitalisierung. Unter anderem mit dem Thema Blockchain.

+++ Wirtschaftswelt in Konfliktlösung einbeziehen +++
Zur Lösung globaler Konflikte will der neue UN-Generalsekretär António Guterres die Weltwirtschaft stärker einbeziehen. Es gehe darum, neue Partnerschaften voranzutreiben, „vor allem mit den Unternehmen“, auch um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen oder das Pariser Klimaabkommen besser durchzusetzen. „Dies ist der beste Weg, um Konflikte und Krisen zu verhindern“, sagte Guterres am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum.

Portugiese lobte, dass die „grüne Wirtschaft“ bereits sehr nachhaltig wirke. „Es ist nun jedem klar, dass es ein gutes Geschäft ist, in „Green Economy“ zu investieren.“ Nötig sei aber auch weiterhin ein sehr starker Dialog zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und der Privatwirtschaft, sagte Guterres. „Ohne die Privatwirtschaft werden nicht genug Jobs entstehen.“ Und gerade die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern sei ein Quell für die Rekrutierung neuer Terroristen.

+++ Bill Gates kämpft gegen weltweite Epidemien +++

„Ebola und Zika haben gezeigt, dass die Welt tragischerweise nicht vorbereitet ist, um regionale Ausbrüche zu erkennen und schnell genug zu reagieren, um eine globale Pandemie zu verhindern“, sagte Gates. „Ohne Investitionen in Forschung und Entwicklung werden wir auch auf die nächste Gefahr nicht vorbereitet sein.“

Der Milliardär und reichste Mann der Welt finanziert mit seiner Stiftung auch den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose.

+++ Moskaus Antwort auf Biden-Vorwürfe +++

Russland nimmt für sich in Anspruch, niemals andere Länder bedroht zu haben. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau als Reaktion auf Vorwürfe des scheidenden US-Vizepräsidenten Joe Biden. Dieser hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt, Russland schüchtere seine Nachbarn ein und versuche, die westlichen Demokratien zu untergraben.

„Russland hat niemals irgendwen eingeschüchtert, hat nie in fremden Ländern interveniert, nie ganze Länder zerstört und hat nicht vor, das zu tun“, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.

+++ Londoner Banken: Umzug nach Europa +++

Nach der Festlegung der britischen Premierministerin Theresa May auf einen „harten Brexit“ bereiten sich die ersten Banken konkret auf einen Umzug auf den europäischen Kontinent vor.

„Wenn noch jemand Zweifel hatte, was den EU-Pass oder den Zugang zum Binnenmarkt betrifft, ist dies nun Vergangenheit“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Auslandsbanken, Oliver Wagner, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Internationale Banken, die bisher mit einem „EU-Pass“ von London aus Geschäft in ganz Europa betrieben, brauchen dafür künftig eine Tochter in der EU. Als ein großer Nutznießer kristallisiert sich Frankfurt heraus. Fast alle großen US-Investmentbanken befassen sich Insidern zufolge mit einer Verlagerung von Arbeitsplätzen in die deutsche Bankenmetropole.

+++ „Wir machen zu Hause Witze über die EU“ +++

Das schlechte Image der Europäischen Union bei vielen Menschen greift auch auf das Privatleben von EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans über. Bei ihm zu Hause gebe es einen sogenannten Running Gag, erzählte Timmermans am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum. „Wann immer jemand ein Wasserglas umkippt, wenn ein Rad einen Platten hat oder es zu regnen anfängt, wenn wir mit den Hunden spazieren gehen, sagt einer von uns: Daran ist Brüssel schuld.“

Auch seine Kinder beteiligten sich an den Scherzen über die EU und das blasse Profil der Kommissare in der Öffentlichkeit. „Wenn mich morgens mein ältester Sohn begrüßt, sagt er: „Guten Morgen, Du gesichtsloser ungewählter Bürokrat.““

+++ TTIP auch mit Trump? +++
„Im Moment scheint die ganze Welt ein bisschen abzuwarten“, sagt EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Davos. Was zum Beispiel die von ihr gestoppten Verhandlungen zu TTIP angeht, des für Deutschland wichtigen transatlantischen Freihandelsabkommens, hat sie bislang keinerlei Signale von Trump bekommen.

„Wir haben noch gar nichts gehört“, sagt sie. „Das Wort TTIP hat Trump nach der Wahl nicht einmal erwähnt. Vielleicht ist es nicht mehr so sehr auf seinem Radar.“ Die Ablehnung von TTIP war eine zentrale Botschaft während TrumpsWahlkampf. Malmström hatte die Verhandlungen dann nach seinem Sieg zunächst auf Eis gelegt.

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Fotos: DPA, BLOOMBERG, T. Tuma, Nik Hunger

+++ Chinesische Unternehmer warnen Trump +++

Chinas größter Medienunternehmer und Alibaba-Chef Jack Ma sagte, er wäre ein „glücklicher Käufer“ eines Top-Hollywood-Studios, falls eines zum Verkauf stünde. Er fordert Donald Trump auf, Forderungen zu widerstehen, chinesische Investments in der US-Unterhaltungsindustrie zu erschweren. Eine solches Verhalten könne beiden Seiten schaden.

Vor derartigen Maßnahmen warnt auch ein weiterer milliardenschwerer Vertreter aus der chinesischen Wirtschaft: „Wenn die USA das chinesische Kapital blockieren, kann China mit protektionistischen Maßnahmen vergelten, was für niemanden gut wäre“, sagte Wan Jianlin, chinesischer Milliardär und Chairman der Dalian Wanda Group, die in Immobilien, Tourismus, Unterhaltung und Handel aktiv ist. „Lassen Sie uns nicht gegen die Unterhaltung kämpfen.“

+++ Adecco-Chef Dehaze zu Trump +++

„Trump will das Wachstum in Amerika ankurbeln und Arbeitsplätze zurück ins Land holen. Das ist erfreulich“, sagte Alain Dehaze, Chef von Adecco im Interview mit unserer Handelsblatt-Redakteurin Kirsten Ludowig. Der Freihandel dürfe dabei natürlich nicht eingeschränkt werden. Dazu komme noch die Unternehmenssteuer, die Trump senken wolle.

„Das wird die Attraktivität von Amerika erhöhen und den weltweitem Steuerwettbewerb verschärfen.“ Was seine Äußerungen via Twitter betrifft – habe Dehaze in seiner Karriere gelernt: „Politiker können etwas denken, etwas anderes sagen und noch etwas anderes tun.“

+++ Brexit weder im Sinne der EU, noch das beste für Großbritannien +++

Man wollte Großbritannien für den Brexit nicht bestrafen, sondern die beste Lösung für beide Seiten finden, sagte Schäuble. Er sei sich aber sicher, dass der Brexit an sich, weder für die Europäische Union, noch für Großbritannien die richtige Entscheidung gewesen sei.

+++ „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ +++

Finanzminister Wolfgang Schäuble stimmte in Davos nicht in die Brexit-Panik ein. Er blicke positiv auf die Entwicklungen in der Welt und sei nicht so pessimistisch. Der chinesische Regierungschef habe sich für den freien Handel ausgesprochen: „Global gehen die Dinge in die richtige Richtung“, sagte Schäuble.

Mit Blick auf den Brexit führte der Minister in einer internationalen Runde das deutsche Sprichwort „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ an. Er sei sich sicher, dass der Brexit strikt und akkurat von den Briten durchgezogen werden würde. So wie alles andere auch.

+++ Schäuble zu Trump: Zu früh zum kritisieren +++

„Man kann die Politik eines Präsidenten nicht kritisieren, der noch nicht einmal im Amt ist,“ sagte Schäuble in einer Diskussionsrunde auf dem Weltwirtschaftsforum.

+++ Wolfgang Schäuble in Davos +++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat eine Lanze für den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen weltweit gebrochen. „Wir müssen am Freihandel festhalten“, sagte Schäuble in einer Diskussionsrunde mit dem Finanzminister der Türkei Mehmet Simsek, Pravin Gordhan, dem Finanzminister Südafrikas und Argentiniens Wirtschaftsminister Nicolas Dujovne.

Man dürfe ihn nicht begrenzen, sondern müsse ihn vielmehr noch verbessern. Denn globales Wirtschaftswachstum sei wichtig, um auf Ebene der G20-Länder ein nachhaltiges und integratives Wachstum zu erreichen.

+++ Solche Forderungen nicht Sache einzelner Regierungschefs +++
Der scheidende EU-Parlamentschef Martin Schulz forderte Rutte zur Zurückhaltung auf. Solche Forderungen seien keine Sache einzelner Regierungschefs. „Nicht die EU hat die Niederlande gegründet oder Deutschland oder Frankreich, sondern es war genau andersrum.“ Frankreichs Neuverschuldung lag 2015 bei mehr als 3 Prozent und damit über den Wert, der im Stabilitätspakt vereinbart worden war. Auch Italien wehrt sich gegen die Schuldenregeln und fordert mehr Spielraum.

In diesen Ländern lebt es sich am besten
Platz 10: Österreich
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Die Alpenrepublik Österreich hat es in der Studie auf Platz zehn gebracht. Während ein großer Teil der Österreicher angesichts der derzeit arktischen Temperaturen ihre gut beheizten Räume nur ungern verlassen, feiern Eisbad-Enthusiasten gerade ihre Hauptsaison.

Platz 9: Neuseeland
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Ein hervorragendes Bildungssystem und eine gesunde Wirtschaft machen Neuseeland zu einem der Länder mit dem höchsten Lebensstandard.

Platz 8: Australien
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Australien hat in einigen Kategorien mit am besten abgeschnitten, zum Beispiel bei Investitionen, Bildung und Gesundheitssystem. Auch in diesem Jahr reicht wieder für die Top Ten.

Platz 7: Niederlande
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Die Niederländer können sich über ein hervorragendes Bildungs- und Gesundheitssystem freuen. Nur bei den Investitionen blieb unser Nachbarland im vergangenen Jahr hinter manchen anderen Ländern zurück.

Platz 6: Schweden
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Ausgezeichnete Infrastruktur, gutes Gesundheitswesen, florierende Wirtschaft: Schweden ist mal wieder unter den ersten zehn vertreten.

Platz 5: Dänemark
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In fast allen Kategorien vorne mit dabei: Dänemark kommt im Ranking der Studie auf Platz fünf der Länder mit der höchsten Lebensqualität.

Platz 4: Island
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Island bietet seinen Einwohnern nicht nur tolle Natur: Auch der Lebensstandard ist auf der Insel besonders hoch. Für eine Platzierung unter den ersten drei hat es nur knapp nicht gereicht.

+++ Rutte fordert Frankreich und Italien zu Reformen auf +++
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat Frankreich und Italien zur Einhaltung des EU-Stabilitäts- und Wachstumspakts aufgefordert. „Frankreich und Italien müssen Reformen umsetzen“, sagte Rutte am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum. „Zu viele Länder vor allem in Südeuropa tun nicht, was sie versprochen haben.“ Dies führe zu Misstrauen zwischen nord- und südeuropäischen Mitgliedstaaten.

+++ Bessere Aussichten für Italiens Banken +++

Padoan deutete an, ein Abklingen der Käufe könnte den Banken des Landes nützen, die unter einem Berg von fast 200 Milliarden Euro an faulen Krediten leiden. Ein straffere Geldpolitik werde es den Geldhäusern ermöglichen, ihre Zinsen heraufzusetzen. „Mit höheren Zinssätzen haben die Banken eine größere Bandbreite, um Gewinne zu erwirtschaften“, erläuterte der Minister.

+++ Ende der EZB-Anleihekäufe würde Italien nicht treffen +++
Ein Ende der EZB-Anleihenkäufe würde Italien nach Worten von Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan nicht in die Bredouille bringen. „Das macht uns nicht zu schaffen, weil wir die Zusammensetzung unserer Staatsverschuldung managen“, sagte Padoan in einem Reuters-Interview am Rande des Weltwirtschaftsforums.

Von den Vorteilen der äußerst lockeren Geldpolitik habe Italien bereits deutlich profitiert. Die Staatsverschuldung des Landes ist mit 133 Prozent der Wirtschaftsleistung nach Griechenland die zweithöchste in der Euro-Zone.

+++ Unternehmen spielen immens wichtige Rolle +++

„Große und kleine Unternehmen sind die Stütze unserer Wirtschaft.“ Die Vorteile ökonomischer Erfolge müssten für jeden gleich spürbar sein. „Das heißt auch, dass Unternehmen ihre Steuern bezahlen und ihrer Verantwortung nachkommen,“ betont May.

+++ „Wir wollen ein wirklich globales Großbritannien schaffen“ +++

„Die Engländer haben die mutige Entscheidung getroffen, ein wirklich globales Großbritannien zu schaffen,“ sagte die britische Premierministerin Theresa May auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die Entscheidung für den Brexit sei keine Entscheidung gegen die europäischen Freunde, oder gar gegen die Europäische Union selbst gewesen. „Die EU soll Bestand haben, sie ist von unglaublicher Wichtigkeit,“ betonte May. Aber man wolle seine eigenen Entscheidungen treffen.

Die besten Zitate des Tages
„Deutschland muss Führungsrolle in Europa übernehmen.“
1 von 10

In einer Diskussionsrunde betont Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dass „wir für etwas kämpfen, nicht gegen etwas“. Demokratie, offene Gesellschaften, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte seien die Punkte, für die Europa und die USA in ihrer Allianz geeint kämpfen. Zudem „muss Europa einen fairen Anteil an der Last schultern“.

„In den Industrieländern ist die Mittelschicht definitiv in der Krise.“
2 von 10

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht den Kampf gegen Ungleichheiten in der Gesellschaft als zentrales Element im Umgang mit Populisten. Ausufernde Ungleichheit sei kontraproduktiv für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds in Davos. Um dem gegenzusteuern, müsse unter anderem Reichtum umverteilt werden. Dies sei ein zentraler Punkt jeder Strategie, so Lagarde.

Globalisierung mit mehr Protektionismus in den einzelnen Ländern umzukehren, sei der falsche Weg.
3 von 10

Laut der IWF-Chefin müsse eine Strategie gegen Ungleichheiten auch eine genaue Analyse beinhalten, wie neue Technologien den Arbeitsmarkt beeinflussen.

„Viele Menschen glauben, dass die politische Elite komplett versagt hat.“
4 von 10

Die Leute seien laut Eric Cantor, Investmentbanker bei Moelis&Company, auf der Suche nach starken Führern, die auch ihre Identität bewahren könnten. Er sieht aber auch noch einen anderen Lösungsansatz: „Wenn wir das Vertrauen zurückgewinnen wollen, müssen wir vor allem das Problem der Einwanderung lösen.“

„Ich bin ein großer Fan der Globalisierung.“
5 von 10

Auch der scheidende Vizepräsident der USA, Joe Biden, ist zu Gast. Die Globalisierung habe aber nicht nur positive Effekte. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffe, sei ebenso eine Folge der Globalisierung.

Russland will „die jahrzehntelangen Fortschritte“ zerstören.
6 von 10

Weiterhin hat der 74-Jährige mit scharfen Angriffen gegen Russland zur Verteidigung der liberalen Weltordnung aufgerufen.

„Wir haben keine Vision in Europa.“
7 von 10

Dem italienischen Finanzminister, Pier Carlo Padoan, fehlt ein Plan, den die Europäische Union den populistischen Kräften entgegensetzen kann. Europa habe keine Antwort auf Trump oder die Brexit-Entscheidung.

+++ May: Mehr Politik für das Volk +++

„Wir müssen mehr auf die Sorgen der Menschen eingehen, die das Gefühl haben, dass die moderne Welt sie zurücklässt“, fordert May in ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum


+++ Allianz im Kampf gegen Epidemien +++

Zum Kampf gegen Epidemien wie Ebola oder Sars hat Microsoft-Gründer Bill Gates mit der Wellcome-Stiftung und auch der Bundesregierung eine millionenschwere Allianz gebildet. Ziel von CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) ist es, sichere und effektive Impfstoffe zu entwickeln, wie die Partner am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekanntgaben. „Das Ziel ist es, die Reaktionszeit zu verkürzen“, sagte Gates gestern im Interview mit unserem USA-Korrespondenten Thomas Jahn.

+++ 100 Mrd. US-Dollar Verlust wegen Sanktionen +++

Die westlichen Strafmaßnahmen gegen Russland hätten europäische Firmen bisher rund 100 Milliarden US-Dollar und US-Unternehmen etwa 70 Milliarden Dollar gekostet, sagte Dmitrijew. Er räumte ein, dass auch russische Firmen „signifikante Verluste“ von mehreren Dutzende Milliarden Dollar erlitten hätten. Der Staatsfonds hilft Investoren, sich in Russland zu engagieren. Derzeit verfüge der RDIF über 40 Milliarden Dollar, davon habe die russische Regierung 10 Milliarden Dollar beigesteuert, sagte Dmitrijew.

+++ Russischer Staatsfonds hofft auf bessere Geschäfte unter Trump +++

„Wir hoffen auf die Trump-Administration. Sie verfolgt einen pragmatischeren Ansatz“, sagte der Chef des russischen Staatsfonds für Direktinvestitionen (RDIF), Kirill Dmitrijew, der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

„Die Trump-Administration hat sich bereits positiv über Russland geäußert, sie ist bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten“, betonte Dmitrijew. „Wir erwarten, dass der Druck (auf Unternehmen) sinken wird.“ Bereits im Frühling werde eine große US-Delegation in Russland erwartet.

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21 Kommentare zu "+++ Live-Blog Davos +++: Wirtschaftswelt in Konfliktlösung einbeziehen"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

  • @Lana Ebsel
    "Früher drohten die chinesischen Shogune mit ihren Truppen"

    Der Shōgun war ein japanischer Militärtitel für Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai.

  • Am Bufett denke ich immer an Brot für die Welt, tue das Gute und rede darüber auch habe ich natürlich meine Briefkasten-Stiftung zur Lebensgestaltung für Finken.
    Naturschutz und Klima sind mir besonders wichtig, solange Exxon Dividenden bezahlt und CO2 das Korn wachsen läßt. und der Terminkontrakt Geld in die Kasse spült.

  • @Mark Hoffmann

    Ihr Kommentar
    Die USA und England machen es vor...die westlichen Staaten sollten sich wieder auf ihre Heimatmärkte beschränken.

    Meine Antwort darauf:
    Und am besten wieder zum Warentauschhandel zurück kehren.

    Frage: Was wollen Sie mir außer Ihren hinlänglich bekannten und sich wiederholenden Ausführungen sagen?

  • @Eduardo Lopez
    In der EU Zone besteht spätestens seit dem Maastricher Vertragsbruch (ESM) ein Warentauschhandel. Der Euro wird immer weniger Wert, weil dem Euro durch den Maastricher Vertragsbruch die wirtschaftliche Mehrwert Schöpfung verloren gegangen ist. Hinzukommt, dass die CO2 freie Politik, Energiewende, eine Volkswirtschaft dazu verdonnert keinen MEHRWERT sondern nur noch MINDERWETIGE Produkte bzw. überhaupt keine Produkte mehr zu entwickeln, herzustellen und an Schulden EU Länder zu verhöckern.
    EU-Deutschland hat genau 2 Probleme......
    1. Ihren Schuldenmacherei durch die Draghi EZB
    2. ihre CO2 freie Wirtschaftspolitik die keine Mehrwertschaffung sondern nur noch Minderwertigkeit zum Vorschein bringt. Stichwort...Energiewende, E-Auto und ein Verbotswahn für alles und jeden der irgendwie mit CO2 zu tun hat. Also zum Schluss ein Verbot für die gesamte Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt noch etwas zu entwickeln, herzustellen und einen Mehrwert zu schaffen. Mangel und Armut, das ist EU-Deutschland im Jahr 2017.

  • @Mark Hoffmann

    Die USA und England machen es vor...die westlichen Staaten sollten sich wieder auf ihre Heimatmärkte beschränken.

    Und am besten wieder zum Warentauschhandel zurück kehren.

  • Die USA und England machen es vor...die westlichen Staaten sollten sich wieder auf ihre Heimatmärkte beschränken. Wir haben den Chinesen schon genug zugeschustert. Wir können auch von unseren Heimatmärkten aus die Welt beliefern. Qualität wird sich da immer durchsetzen! Und Qualität kann man sich dann auch gut bezahlen lassen. Die Globalisierung hat nur einen geschadet...den westlichen Ländern von den USA über England bis hin zu Deutschland. Der Ausverkauf des Wissen, der Kreativität und der Lust an Arbeit, Forschung und Wissenschaft hat mit der Globalisierung in den westlichen Länder zum Niedergang seiner Motivation, Infrastruktur und Einsatzbereitschaft für das eigene Land/Gesellschaft geführt. Europa und Deutschland brauchen nicht die Welt um erfolgreich und kreativ zu sein...wir brauchen endlich wieder unsere Freiheit von der Politik,Bürokratie und Behörden zurück und wir brauchen ein Zusammengehörigkeitsgefühl in einen Verbund von selbstbewussten und selbstbestimmenden Vaterländern.
    Danke!

  • Was möchte eigentlich unsere Verteidigungsministerin auf dieser Veranstaltung ?
    Im Foyer unsere Bundeswehrwaffen verkaufen, die sie in Ebay nicht los wird ?
    An sich sollten dort doch nur Experten sitzen.

  • Früher drohten die chinesischen Shogune mit ihren Truppen. Heute mit Marktbeschränkung. ... aber wie lange noch? Die Welt muss China langsam daran gewöhnen, dass der Weltmarkt kein Selbstbedienungsladen ist. Jeder, der ein wenig Weitsicht besitzt, muss das auch so sehen, sonst ist es irgendwann zu spät.

  • Mal wieder heiße Kommentare dabei. Nun sind wir mal wieder beim Grünen Kommunismus. Tja, die Palette des Kommunismus ist eben sehr breit und das Farbenspektrum bietet ja noch viele Varianten.

    Zu Theresa May: Sie hat ja tolle Ideen. Maggie Thatcher hat in Ihrer Zeit als Premierministerin auch eine tolle Idee und die Losung ausgegeben "Buy british". Hat es der britischen Industrie etwas gebracht? Nein. Die Kunden in GB haben weiterhin bei meinem damaligen Arbeitgeber gekauft. Warum? Weil die britischen Mitbewerber im Hinblick auf Technologie, Service und Zuverlässigkeit nicht in der Lage waren, den Kundenanforderungen zu entsprechen.

    Bei dieser Gelegenheit: ich bin mal gespannt, wie sich "Amerca first" in zwei oder drei Jahren im Trumpland entwickelt hat.

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