Zum Davos 2018 Special von Handelsblatt Online

++ Davos-Blog Tag 3 ++ Netanjahu lobt Trumps Iran-Linie

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Staatslenker und CEOs über globale Herausforderungen. Donald Trump hat am Donnerstag Israels Premier Benjamin Netanjahu getroffen. Dieser lobte den US-Präsidenten.
15 Kommentare
US-Präsident Donald Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen. Quelle: dpa
US-Präsident Trump trifft Israels Premier

US-Präsident Donald Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen.

(Foto: dpa)

DavosBis zum Freitag diskutieren etwa 3000 Spitzenpolitiker, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler in dem Schweizer Wintersportort über Antworten auf politische, soziale und wirtschaftliche Probleme. Die Ereignisse des dritten Tags können Sie hier im Newsblog nachlesen.

  • Israels Ministerpräsident Netanjahu hat Trumps Iran-Linie gelobt
  • Der US-Präsident lobt Großbritannien
  • Premierministerin May: „Das Vereinigte Königreich ist der Anwalt des freien Welthandels“
  • US-Finanzminister Mnuchin äußert sich erneut zum Dollar – doch der Markt bestimme den Kurs

+++ Trump wird am Freitag eine Stunde sprechen +++
Eine einstündige Rede wird US-Präsident Donald Trump am Freitag zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums in Davos halten. Trump hatte im Vorfeld bereits einen Teil der Agenda vorgegeben, in dem er etwa Strafzölle, vor allem mit Zielrichtung China verhängte.

Mit Spannung wird erwartet, mit welcher Vehemenz Trump im globalisierungsfreundlichen Davos seine wirtschaftsnationalistische „America-First“-Politik verteidigt. Einige Experten erwarten eine kämpferische Rede, andere eine eher moderate. Trump hatte unterschiedliche Signale ausgesendet.

Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, Trump wolle in Davos vor allem um Investoren werben und den Wirtschaftsstandort USA anpreisen. Mit Spannung wird auch erwartet, ob der Präsident zum internationalen Streit um Stahl-Überkapazitäten am Weltmarkt Stellung nimmt. Handelsminister Ross hatte ihm vor kurzem seinen Abschlussbericht zu der Frage vorgelegt.

+++ Netanyahu lobt Trumps harte Iran-Linie+++
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump die volle Unterstützung seines Landes bei der strikten Anti-Iran-Politik Washingtons zugesagt. Beim Treffen in Davos sagte Netanjahu zu Trump: „Wir unterstützen Sie komplett in Ihrer unerschütterlichen Position zum Atomdeal mit dem Iran.“ Wenn die USA sich dazu entscheiden sollten, das Abkommen zu verlassen, werde Israel volle Unterstützung leisten. Trump habe eine starke Anti-Iran-Allianz in der Region geschmiedet. „Ich habe die ganzheitliche Allianz zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Ihren anderen Verbündeten in der Region noch sie stark und einheitlich gesehen, wie sie unter Ihrer Führung ist“, sagte Netanjahu an Trump gewandt.

+++ May: Trump besucht Großbritannien 2018 +++
US-Präsident Donald Trump wird nach Angaben der britischen Regierung in diesem Jahr das Vereinigte Königreich besuchen. Das teilte ihr Büro teilte mit, nachdem sich die beiden in Davos getroffen hatten. Beide Politiker hätten ihre Mitarbeiter gebeten, die Einzelheiten von Trumps Besuch in Großbritannien auszuarbeiten.
May lud Trump schon vor einem Jahr zu einem Staatsbesuch in Großbritannien ein, bei dem er auch Königin Elizabeth II. treffen soll. Kritiker kündigten umgehend Proteste an, sollte es wirklich dazu kommen. Ein Datum für den Besuch steht noch nicht fest. Trump sagte erst kürzlich eine geplante Reise nach London zur Einweihung der neuen US-Botschaft dort ab. Zur Begründung nannte er den Ort und die Kosten für den Bau.

Nach einem ersten Zusammentreffen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos lobte der US-Präsident die britische Premierministerin Theresa May. Quelle: AP
„Wir lieben ihr Land.“

Nach einem ersten Zusammentreffen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos lobte der US-Präsident die britische Premierministerin Theresa May.

(Foto: AP)

+++ Trump verstärkt Druck auf Palästinenser +++
US-Präsident Donald Trump verstärkt massiv den Druck auf die Palästinenser, um sie zur Rückkehr zu Verhandlungen mit Israel zu bewegen. Sollten die Palästinenser die USA weiter „missachten“ und sich Friedensverhandlungen widersetzen, werde die enorme US-Finanzhilfe an sie eingestellt, drohte Trump am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er sei überzeugt davon, dass Israel Frieden wolle. „Und sie (die Palästinenser) müssen auch Frieden wollen, sonst haben wir nichts mehr mit ihnen zu tun“, sagte Trump mit Blick auf die Weigerung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, an US-vermittelten Friedensgesprächen teilzunehmen.

Die Palästinenser reagierten scharf auf Trumps Vorwürfe. Die USA seien solange kein Partner für Friedensverhandlungen, bis sie ihre Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurücknähmen, sagte ein Abbas-Sprecher.

+++ Lagarde in Davos optimistisch für Griechenland +++
Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat sich nach einem Gespräch mit Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras optimistisch zur Zukunft des wirtschaftlich angeschlagenen Euro-Landes geäußert. Nach dem Treffen beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Lagarde, jetzt müsse die griechische Reformagenda zügig umgesetzt werden. Die europäischen Geldgeber Griechenlands müssten zu Erleichterungen bereit sein – nur so könne nachhaltiges Wachstum erzielt werden. Ziel sei es weiter, dass sich Griechenland noch in diesem Jahr wieder alleine an den Märkten finanzieren könne.

+++ Trump sieht Chance für Frieden im Nahen Osten +++
US-Präsident Donald Trump bekräftigt seine Absicht, einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern erreichen zu wollen. „Wir haben einen großartigen Plan, der fantastisch für die Palästinenser und für Israel ist“, sagt Trump in Davos. Mit der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt habe er eine neue Grundlage geschaffen. „Es wird etwas passieren“, sagte Trump. Der US-Präsident versicherte Israels Ministerpräsidentem Benjamin Netanjahu, die Pläne zu einer Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem seien weit vor dem Zeitplan.

Von Superintelligenzen und Supermächten

+++ Trump sieht gutes Verhältnis zu Großbritannien +++
Trotz jüngster Spannungen sieht US-Präsident Donald Trump das Verhältnis seines Landes zu Großbritannien als vollkommen intakt an. „Wir sind in so gut wie jeder Beziehung auf einer Wellenlänge“, sagte Trump am Donnerstag in Davos vor einer Begegnung mit der britischen Premierministerin Theresa May. Man möge einander sehr, sagte Trump. „Wir lieben Ihr Land“, sagte er an May gewandt. Wenn es um militärische Fragen gehe, passe kein Blatt zwischen May und ihn. May bestätigte die besondere Beziehung Großbritanniens zu den USA.

Trump war am Vormittag in Davos eingetroffen. Das Gespräch mit May war sein erstes offizielles bilaterales Treffen. Die „special relationship“, die besondere Beziehung beider Länder, war zuletzt mehrfach erschüttert worden. Angeblich aus Ärger über den neuen Standort der US-Botschaft in London hatte Trump eine Reise dorthin abgesagt. Dort sollte er die diplomatische Vertretung im Februar offiziell eröffnen. Seine Absage führte zu einem Eklat unter britischen Politikern. Downing Street bemühte sich um Schadensbegrenzung. Zuvor hatte es Streit um islamfeindliche Videos einer rechtsradikalen britischen Gruppe gegeben, die Trump per Twitter weiterverbreitet hatte. May hatte sich davon offen distanziert. Trump sagte nun in Davos, es ein „falsches Gerücht“, dass es Spannungen im bilateralen Verhältnis gebe. Es könne nichts geschehen, bei dem die USA nicht an Großbritanniens Seite seien. May sagte, ein Staatsbesuch in Großbritannien sei in der Diskussion.

US-Präsident spricht mit May und Netanjahu
Abgesperrt
1 von 17

Riesig ist die Aufmerksamkeit, als der US-Präsident eintrifft. Presse und Gäste warten hinter dem roten Absperrband.

Ankunft im Kongresscenter
2 von 17

US-Präsident Donald Trump (r.) und US-Außenminister Rex Tillerson (2.v.r.) im Kongresscenter in Davos.

Trump und die Journalisten
3 von 17

Die oft angespannte Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und Medienvertretern ist vielfach dokumentiert worden. In Davos zelebriert der Ex-Reality-TV-Star seine Ankunft, winkt den Journalisten freundlich zu und findet sogar Zeit für einen kurzen Wortwechsel.

In Begleitung
4 von 17

Mit zu Trumps Delegation gehört auch Schwiegersohn Jared Kushner.

Warmer Empfang
5 von 17

Am Donnerstag hat Trump nur bilaterale Gespräche auf dem Programm, unter anderem mit Theresa May und Benjamin Netanjahu.

Die Pflicht ruft
6 von 17

Das Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May war Trumps erstes offizielles Treffen. Angeblich aus Ärger über den neuen Standort der US-Botschaft in London hatte Trump eine Reise dorthin abgesagt und damit einen Eklat unter britischen Politikern ausgelöst. Downing Street bemühte sich um Schadensbegrenzung.

Donald Trump und Benjamin Netanjahu
7 von 17

Auch mit Israels Ministerpräsident traf Donald Trump am Donnerstagnachmittag zusammen. Dabei bekräftigte er seine Absicht, einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern erreichen zu wollen. „Wir haben einen großartigen Plan, der fantastisch für die Palästinenser und für Israel ist“, sagte Trump in Davos. Mit der Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt habe er eine neue Grundlage geschaffen. „Es wird etwas passieren“, sagte Trump.

+++ Freier Handel und technologischer Wandel als Chance +++
Man dürfe aber nicht nur das Negative sehen, so die britische Premierministerin. Die Kräfte des freien Handels und des technologischen Wandels könnten das Leben unserer Kinder und Enkel deutlich verbessern, sagt May. Das Vereinigte Königreich habe eine lange Geschichte des Ergreifens neuer Chancen. Das sollte auch jetzt im Interesse künftiger Generationen die Maxime sein.

+++ Offenheit des Internets +++
Für bedeutend hält May den Schutz von persönlichen Daten im Internet. Sieben von zehn Briten misstrauten den sozialen Netzwerken laut Umfragen, das müsse sich ändern. Dennoch solle das Vereinigte Königreich ein weltweiter Anführer bei innovationsfreundlicher Gesetzgebung sein, die Technologiekonzerne anziehe. Letztere beschäftigten die brillantesten Köpfe unserer Zeit – diese sollten sich auch dem Kampf gegen Terrorismus, Kinderpornographie und Kriminalität im Internet verschreiben. Neben den Unternehmen seien auch die Investoren in der Pflicht, betont May. Shareholder sollten die sozialen Folgen des Unternehmertums, in das sie investieren, beachten. „Investoren können einen deutlichen Unterschied machen, um Vertrauens- und Verantwortungsthemen nach vorne zu stellen“, erklärt May. „Und ich fördere sie dazu auf, das zu tun.“

+++ Bedeutung der technischen Umbrüche +++
May referiert über die künftigen Umbrüche, die der technologische Wandel mit sich bringt. Diese werden demnach tiefgreifend sein und viele Gesellschaftsbereiche transformieren. Zuletzt seien in Australien zwei Jungen, die fast im Meer ertrunken wären, mithilfe einer Flugdrohne gerettet worden. Das ist laut May ein gutes Beispiel für die Chancen neuer Technologie.

Technologie verändert heute schon die Arbeitswelt. Die Frage sei, wie dennoch die bisherigen Standards und Schutzvorschriften für Arbeitnehmer gewahrt bleiben können. Ein Beispiel sei der Fahrdienstleister Uber, der die Art des öffentlichen Transports verändert habe, was aber gleichzeitig die Situation der Arbeitnehmer verschlechtert habe. Die Lösung sei nicht, Uber und Co. zu verbieten, sondern eher, die vorhandenen Regeln auf die Praktiken der Technologiekonzerne zu übertragen.

+++ Großbritannien wird sich für freien Welthandel einsetzen +++
Großbritanniens Premierministerin Theresa May spricht sich für einen offenen Welthandel aus. „Jedes Land muss die Regeln für einen freien und fairen Handel sowie Investitionen unterstützen und mitgestalten“, sagt sie. „Wir dürfen nicht in verschiedene Richtungen gehen.“ Großbritannien werde sich dem auch nach einem Austritt aus der EU verpflichtet fühlen. May betont die Bedeutung des freien Welthandels für die globale Wirtschaft. Nun, da Großbritannien die Europäische Union verlasse, werde es neue Handelsabkommen mit zahlreichen Ländern abschließen. „Das Vereinigte Königreich ist der Anwalt des freien Welthandels“, sagt May. Jedoch müssten dessen Regeln global stärker durchgesetzt werden, auch im Handel mit Entwicklungsländern.

+++ Theresa May spricht +++

Die britische Premierministerin hat sich unter anderem zum Brexit geäußert. Quelle: Bloomberg
Theresa May auf dem World Economic Forum

Die britische Premierministerin hat sich unter anderem zum Brexit geäußert.

(Foto: Bloomberg)

Mit Spannung wartet Davos auf die Rede der britischen Premierministerin Theresa May. Insbesondere werden von ihr Erläuterungen zu den laufenden Brexitverhandlungen mit der Europäischen Union erwartet. Den Livestream finden Sie hier.

+++ Italienischer Wirtschaftsminister warnt erneut vor Handelskrieg +++
Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan äußert die Befürchtung, dass ein Handelskrieg drohen könnte. Es wäre insbesondere ein Grund zur Sorge, sollten die USA den Dollar zu sehr herunterreden. Er habe deswegen allerdings keine allzu großen Bedenken, sagt Padoan.

+++ Französischer Finanzminister lehnt Dollar-Schwächung ab +++
Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire äußert sich unterdessen kritisch zur jüngsten Dollar-Schwäche. Währungen sollten die Wirtschaftskraft eines Landes widerspiegeln, sagte er. Dies sei die Position der G7 und er hoffe, das gelte weiterhin.

+++ Amerikaner flüchten vor Trump +++
Während europäische Topmanager gespannt auf die Rede des mittlerweile in Davos angekommenen US-Präsidenten Donald Trump am Freitagnachmittag warten, versuchen viele amerikanische Führungskräfte schon davor aus den Schweizer Bergen zu fliehen. Einige erinnern sich noch an das Chaos vor 18 Jahren, als mit Bill Clinton das letzte Mal ein US-Präsident auf dem Gipfel auftauchte. Besonders am Freitag wird damit gerechnet, dass es wegen der enorm erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sehr schwierig wird abzureisen. Viele US-Manager wollen sich daher schon am Donnerstagnachmittag oder -abend wieder auf den Rückweg machen.

Einige Top-CEOs müssen vorher allerdings noch zu einem exklusiven Empfang von Trump im „goldenen Ei“. So wird das Davoser Hotel Intercontinental, in dem der Präsident residiert, genannt. Manche hoffen, dass sie es dennoch schaffen, mit dem spätesten Helikopterflug um 19 Uhr aus Davos herauszujetten. Der Trump-Empfang startet angeblich um 18 Uhr, eingeladen sind unter anderem Blackrock-Chef Larry Fink und UBS-Boss Sergio Ermotti, der auch Präsident der Swiss-American Chamber of Commerce ist.

+++ Britische Regierungschefin will Bitcoin „sehr ernsthaft“ beobachten +++
Die britische Premierministerin Theresa May sieht in der Kryptowährung Bitcoin ein beachtenswertes Problem. Großbritannien und andere Länder sollten die Risiken „sehr ernsthaft“ beobachten, sagte May am Rande des Weltwirtschaftsforums. Kryptowährungen könnten von Kriminellen genutzt werden. Gerade angesichts von Terrorismus und Kinderpornographie müssten sich Technologiefirmen auf ihre soziale Verantwortung besinnen.

Auch die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, kritisiert in Davos die Krypto-Branche. So verbrauche die Produktion von Bitcoin und Co. viel zu viel Energie, inzwischen so viel wie ein durchschnittliches G-20-Mitgliedsland. 2018 könne der Stromverbrauch dem Argentiniens gleichen. 2017 hatte er sich einer Bloomberg-Schätzung zufolge verdreifacht auf mehr als 37 Gigawattstunden pro Tag. „In Zeiten des Klimawandels, wenn wir darauf schauen, wie viel Kohle in manchen chinesischen Provinzen verbraucht wird, um das Bitcoin-Mining anzutreiben, müssen wir uns Sorgen machen“, so Lagarde.

+++ Notenbankchef spricht von Milliardenschaden durch Brexit +++
Der britische Notenbankchef Mark Carney hat die Kosten des Brexit-Votums für die Wirtschaft auf rund zehn Milliarden Pfund pro Jahr beziffert. Die Zeitung „Times“ berichtet, der Währungshüter habe sich am Rande des Weltwirtschaftsforums entsprechend geäußert. Ein Sprecher der Notenbank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Dieser basiert auf Äußerungen von Teilnehmern, die in Davos an einem Treffen mit Carney hinter verschlossenen Türen teilnahmen. Brexit-Befürworter haben den Kanadier an der Spitze der britischen Notenbank mehrfach vorgeworfen, er versteife sich zu sehr auf negative konjunkturelle Auswirkungen des EU-Austritts. Die Wirtschaft auf der Insel ist nach dem Anti-EU-Votum vom Sommer 2016 zwar besser als erwartet gelaufen. Dennoch hinkte das Wachstum in den ersten drei Quartalen des vorigen Jahres der Entwicklung in anderen großen Industriestaaten hinterher.

Diskutiert wurden in Davos auch Äußerungen des JPMorgan-Chefs Jamie Dimon, die US-Bank könnte wegen des Brexit mehr als 4.000 Jobs aus Großbritannien abziehen. Dies wäre bei einem „harten“ Brexit der Fall, bei dem das Vereinigte Königreich den Zugang zum EU-Binnenmarkt verliert, sagte Dimon am Rand des Weltwirtschaftsforums der BBC. Das wäre der größte Wegzug von Mitarbeitern eines einzelnen Unternehmens im Zusammenhang mit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Einer Umfrage von Thomson Reuters zufolge könnten bei einem harten Brexit rund 10.000 Arbeitsplätze der britischen Finanzindustrie in andere Staaten verlagert werden.

Debatte um Dollar-Stärke dauert an
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: ++ Davos-Blog Tag 3 ++ - Netanjahu lobt Trumps Iran-Linie

15 Kommentare zu "++ Davos-Blog Tag 3 ++: Netanjahu lobt Trumps Iran-Linie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Einfache Geister meinen die USA und die Briten sind in verschiedenen Lagern. Unglaublich diese Naivität.

  • Trotz jüngster Spannungen sieht US-Präsident Donald Trump das Verhältnis seines Landes zu Großbritannien als vollkommen intakt an. „Wir sind in so gut wie jeder Beziehung auf einer Wellenlänge“, sagte Trump am Donnerstag in Davos ..
    -----------------------
    Trump übertrifft den Lügenbaron um Längen.

  • Laut Focus Online:
    Auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum hat ein Fahrzeug des Konvois von US-Präsident Donald Trump einen Unfall verursacht. Wie der Schweizer "Blick" berichtet, hat ein weißer BMW, der dem Konvoi voran fuhr, einen Polizisten gerammt - und fuhr einfach weiter.

    Laut des Berichts habe der Polizist zunächst den Arm gehoben, um das Fahrzeug anzuhalten, weil er nicht verstanden hatte, dass es sich um Trumps Eskorte gehandelt hatte. Doch statt anzuhalten habe der Fahrer Gas gegeben. Der Polizist wurde angefahren und es hätte laut gerummst.

    Der Fahrer des Wagens hätte weiter Gas gegeben. Ihm folgte mit dem restlichen Konvoi schließlich auch das Auto von Trump, der den Schaulustigen zugewunken habe.

    Dem Polizisten ist dem Bericht nach aber nichts weiter passiert - er blieb unverletzt.


    ==========================

    In Zeiten wo der Internationaler Terrorismus als eine Gefahr immer größer wird, DA IST DAS VERHALTEN DER SECURITY EINES US-PRÄSIDENTEN VÖLLIG KORREKT GEWESEN !
    Selbst bei nicht Staats-Präsidenten handeln Securitys ebenso zum Schutz seiner Auftraggebers !

    PERSONEN SCHÜTZER WISSEN DAS, warum nicht der Polizist in DAVOS ?

    WO WAR DER INFORMATIONSFLUSS INNERHALB DER POLIZEI VOR ORT DASS DER US-PRÄSIDENT UNTERWEGS WAR ?

    Dann wundern wir uns in der Bevölkerung wie Schutz vor Terrorismus so oft versagt ?

    ZUM GLÜCK IST DEM POLIZIST NICHTS PASSIERT !


    Sollte sich schnell Weiterbilden lassen !

  • Ja der Spiegel Klon hat wieder seine Pillen vergessen, isa wieder krank ?

    Herr Peter Spiegel
    25.01.2018, 16:53 Uhr
    Oh Gott....unser "Carlos" lässt mal wieder die Welt unter gehen.....LOL

  • Oh Gott....unser "Carlos" lässt mal wieder die Welt unter gehen.....LOL

  • Trump lobt May – „Wir lieben Ihr Land“
    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Staatslenker und CEOs über globale Herausforderungen. Am Donnerstag ist US-Präsident Trump angekommen. Bei einem Zusammentreffen lobt er die britische Premierministerin May.

    ....................

    INTELLIGENZ IST wenn man England an dem USA schweisst und die Britten jetzt eine Parallel Europäische Gemeinschaft bilden um die katastrophale heutige Europäische Union endlich aufzulösen !

  • Seit Jahrhunderten hat GB , genau wie die USA, ausschl. den eigenen Vorteil gesucht.
    "Freier" Welthandel die Lachnummer schlechthin.
    An alle DAVOS-Bekenner:
    Timeo Danaos et dona ferentes.
    Fürchte Deinen Feind, der Dir Geschenke macht.
    Volksweisheit

  • @Herr Carlos Santos: Dieses Jahr wird es vermutlich zu einem sehr großen Crash kommen. Mal schauen wie gut gelaunt Sie dann noch über die USA sind.

  • „Markt votiert täglich neu für den Dollar“
    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Staatslenker und CEOs über globale Herausforderungen. Am Donnerstag ist US-Präsident Trump angereist. Sein Finanzminister verteidigt seine umstrittenen Aussagen zum Dollar.

    .................

    Wer seine Konjunktur und seine Wirtschaft schneller und besser voran bringt bekommt auch dadurch mehr Einfluß in Politik und Finanzen !

    DIE USA STEIGT SEINE ERFOLGE SENSATIONELL, DER DOW JONES STEIGT GESÜNDER ALS ALLE ANDERE AKTIEN HANDELSPLÄTZEN !

    Dadurch wird der US-DOLLAR zum ERFOLG !!!

    Während der EURO seine Glaubwürdigkeit verliert, seine bisherigen Anleger sind gut beraten sich vom EURO los zu binden und in dem US-DOLLAR umzusteigen oder dann den Chinesischen Beispiel zu Folgen Wertlose Währungen in GOLDBARREN umzutauschen !!!

    WEG VOM EURO, WEG VON DER EUROPÄISCHER UNION !!!

  • Kann jemand vom HB erklären, warum China von der EU immer noch als Entwicklungsland eingestuft ist und finazielle Privilegien geniesst ? Es nicht nur ein EU Land, dass geringere Löhne hat und in denen es den Menschen weniger gut geht als der chinesischen Bevölkerung in allen chin Städten. Diese China Betütelung ist eine unverschämte Verschwendung europäischer Steuergelder - Herr Juncker.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%