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Weltwirtschaftsforum in Davos 2019
Zehn Jahre nach der Finanzkrise berichten die Medien weiterhin negativ über Kreditinstitute. Der Gründer der Analysefirma hält einige Banken für unverbesserlich.

Kommentare

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  • Zum Nachdenken für alle, die sich über Banken Gedanken machen:
    Banken werden geschädigt dadurch,
    - dass der Einlagezins bei der EZB negativ ist. Würden Sie jemanden Geld schenken, damit er sich von Ihnen Geld leiht? So unverständlich verrückt, wie sich das anhört, ist es auch.
    - dass eine extrem massive Regulation der Banken vor allem in Deutschland stattfindet. Die Banken werden massiv in ihrem eigenen Geschäft eingeschränkt und müssen dafür extrem teuere Berater bezahlen, die ihnen dazu die Zeit für das Geschäft mit dem Kunden stehlen. Würden Sie eine "kleinen überheblichen Aufpasser" bezahlen, der ihnen beim Autofahren ständig über die Schulter schaut und ihnen erklärt, dass Sie richtig fahren, weil Sie schon seit Jahren richtig fahren? Hört sich irre an, ist es auch!
    - dass man Banken unterstellt, sie hätten vom Staat Steuergelder geschenkt bekommen, tatsächlich wurden Bürgschaften vom Staat mit bis zu 9% Zinsen für den Staat gewährt.

    Leider schaut niemand genau hin. Und wenn doch mal einer wirklich sachlich argumentiert wie Herr Wirtschaftsminister a.D. und Sparkassenpräsident a.D. Georg Fahrenschon bezüglich der Einlagensicherungen in Europa - da wird dann sehr, sehr lange gesucht, bis man ihn die berufliche Laufbahn zunichte machen kann. Vergleiche Roland Koch oder andere kritische Stimmen in Deutschland.

    Wenn Deutschland seine kritischen Stimmen nicht fördert, sondern niedermacht, erhält Deutschland das was es verdient - eine Nikolaus CDU-Vorsitzende und einen Spahn-Freund Vize und Plätzchen auf der Nikolausfeier am 6.12.2018. Leider. Und man verliert die Kompetenz wie die eines Herrn Friedrich März.

    Plätzchen sind wichtiger als Denker?! Jawohl - hallt es aus dem defizitären Berlin.

  • "Gehetzt wird gerne, sachlich informiert nicht!" >> leider hat Herr Peter (s.u., Zitat) recht. In unserer Jetztzeit ist anscheinend kein Platz mehr für Argumente und deren Austausch und auch nicht für Fakten und physikalisch-technische Zusammenhänge. Jeder schreibt irgendwas in Twitter oder sagt was in irgendein Mikrophon - meist ohne den Sachverhalt zuz kennen, geschweige denn ihn zu verstehen. Ergebnisse von Arbeitsgruppen werden halbgar kolportiert und schon zerrissen, bevor die AG überhaupt zu einem Ergebnis gekommen ist. So wird das nichts mit unserer Zukunft.

  • "dass zwei Drittel der Erwachsenen den Kreditinstituten nicht zutrauen, im gesamtgesellschaftlichen Interesse zu handeln"
    MAN KÖNNTE Kreditinstituten EINFACH MIT Politikern AUSTAUSCHEN.

    Das Problem bei Energieerzeugern, Banken und auch Automobilherstellern ist, dass es in Deutschland als eine Art Sport gesehen wird, über sie herzufallen. Die Medien recherchieren gerne recht oberflächlich, Hauptsache es ergibt sich eine emotional aufgeheizte Schlagzeile. Gehetzt wird gerne, sachlich informiert nicht!

  • Paul Achleitner, seit Mai 2012 Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, laut Frankfurter Rundschau 29.12.2018:
    „Die Aktionäre haben mir ein Mandat bis 2022 anvertraut. Ich stelle mich der Verantwortung.“
    Wie sieht es denn aus, wenn jemand sich mit € 800.000 Jahresvergütung (für die Aufsicht 2017) der Verantwortung stellt, wo der Schaden doch schon längst eingetreten ist. Übernimmt Hr. Achleitner oder der Aufsichtsrat den riesigen Schaden wie er im Artikel beschrieben ist, oder treten dann die Akteure einfach nur von der Bühne ab, wie so oft gesehen.
    Seit weit mehr als 10 Jahren zeigen sich bei der Deutschen Bank windige Geschäfte, horrende Strafzahlungen und Rechtskosten, Boni trotz Verluste, Kapitalvernichtung für Aktionäre und eine verpasste Entwicklung im Vergleich zu neu startenden Finanzdienstleistern. Der Schaden ist längst eingetreten und die Deutsche Bank hat sich seit 2008 trotz 6 Kapitalerhöhungen (ges. 32,9 Mrd.) auf eine Marktkapitalisierung von 14,4 Mrd. (ende 2018) zu einem internationalen Zwerg reduziert, mit dem tiefsten Aktienkurs seit 30 Jahren. Das sind verlorene Jahre und Größe, versäumte Entwicklung und vernichtetes Geld. Aber scheinbar perlt das an der obersten Machtinstanz einfach ab mit der Erklärung: „Das muss man aushalten.“
    Über so lange Zeiträume ist für mich der Aktienkurs das Dienstzeugnis der Verantwortlichen, eine Historie ihren Fähigkeiten und Qualität ihrer Entscheidungen. Die Verantwortung trägt für mich der Aufsichtsrat, da er weder mit Aufsicht noch mit Rat die katastrophale Entwicklung der Deutschen Bank verhinderte und erwiesenermaßen machtlos und unfähig reagierte. Die Verantwortung verkommt zur unnützen Beantwortung.

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