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Weltwirtschaftsforum in Davos 2019
Herbert Diess

Der Volkswagen-Chef mit einem Konzeptauto der künftigen Elektroautomarke I.D.

(Foto: Reuters)

VW Software-Vorstand soll Volkswagen helfen, Hunderte Millionen Euro zu sparen

Vorstandschef Herbert Diess treibt die Digitalisierung der Marke Volkswagen voran – und warnt vor einem Rückschlag im China-Geschäft.
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DavosDer VW-Konzern will die digitale Produktentwicklung im Vorstand seiner Marke Volkswagen fest verankern. „Wir werden auf der Vorstandsebene die Verantwortlichkeiten für die Software- und Hardware-Entwicklung im Automobilgeschäft trennen“, kündigte VW-Chef Herbert Diess auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an. Dafür werde es einen zusätzlichen Vorstandsposten für Software geben.

Dieser neue Vorstandsposten wird bei der Marke Volkswagen und nicht im Konzernvorstand geschaffen. Das künftige Vorstandsmitglied der Marke soll sich jedoch auch konzernweit um die Software-Entwicklung kümmern.

Software sei inzwischen der wichtigste Teil im Auto, sagte Diess und verwies darauf, dass Volkswagen schon heute 30 Prozent dafür ausgebe. „Wir entwickeln uns hin zu einem Software-Unternehmen.“ Das werde das gesamte Unternehmen enorm verändern. Diess wies darauf hin, dass Volkswagen für diese Transformation im Moment die notwendigen Fertigkeiten noch fehlten.

Diess will durch die Trennung von Soft- und Hardware deutlich Geld sparen. Volkswagen will so „perspektivisch“ einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag sparen.

Sorge macht dem Automanager derzeit das China-Geschäft. „Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist ein echtes Problem für uns“, sagte er. Das werde sich auch in den Geschäftszahlen des ersten Quartals bemerkbar machen. „Beide Seiten verlieren durch den Handelsstreit.“ Deshalb zeigte Diess sich optimistisch, dass es bald zu einer Lösung im Konflikt komme.

Wenig Neues gibt es im transatlantischen Handelsstreit über die von den USA angedrohten Autozölle. „Wir sind weiter im Dialog mit der US-Regierung und wollen unsere Produktion in den Vereinigten Staaten ausbauen.“ Geplant sei eine Investition von 800 Millionen Euro am Standort Chattanooga in Tennessee, wo künftig auch Elektrofahrzeuge vom Band laufen sollen. Die Lösung des Handelsstreits sei letztendlich eine Aufgabe der Politik.

Diess sagte voraus, dass Autofahren im Zeitalter der Elektromobilität deutlich teurer werde. Nicht jeder werde sich ein Elektrofahrzeug mehr leisten können oder wollen. Der VW-Chef bezifferte den Preisunterschied zu konventionellen Fahrzeugen auf mehrere Tausend Euro, je nach Fahrzeugklasse.

„Wir betrachten den Klimawandel als das größte Problem“, betonte der Manager. Bis 2050 müsse die Mobilität frei von Kohlendioxid (CO2) sein. Volkswagen will zu diesem Zweck in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden Euro in den Ausbau der Elektromobilität investieren. Allerdings liegt der Marktanteil von Elektrofahrzeugen in Deutschland erst bei etwa zwei Prozent. „In Norwegen sind es schon 40 Prozent“, berichtete Diess.

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