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Weltwirtschaftsforum in Davos 2019

WEF 2019 Finanzkrise, Handelskriege, Ungleichheit – Das sind die wichtigsten Themen in Davos

Ein Blick auf die wichtigsten Debatten des Weltwirtschaftsforums zeigt: Es mangelt nicht an Problemen. Doch für manche Krise gibt es auch Lösungsvorschläge.
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Davos 2019: Das sind die wichtigsten Themen beim WEF Quelle: dpa
Weltwirtschaftsforum in Davos

Über 65 Staats- und Regierungschefs nehmen am World Economic Forum in der Schweiz teil.

(Foto: dpa)

Hoch lebe der Superlativ: Kurz vor Beginn des World Economic Forum werfen die Veranstalter immer mit großen Zahlen um sich. So auch in diesem Jahr: Mehr als 3000 Politiker, Topmanager, Wissenschaftler, Künstler und andere Prominente aus 110 Ländern werden laut WEF-Gründer Klaus Schwab 2019 in den Graubündner Alpen erwartet – darunter über 65 Staats- und Regierungschefs.

Auch mit dieser Zahlenschlacht kann Schwab aber nicht verschleiern, dass die ganz großen Stars der vor einer Bergkulisse aufgebauten Weltbühne in diesem Jahr fernbleiben. Zwar kommt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben ihren Besuch in den Alpen abgesagt.

Und auch Russlands Staatspräsident Wladimir Putin dürfte dem Festival der globalen Elite in diesem Jahr fernbleiben. Noch im vergangenen Jahr hatte Trump mit seinem Besuch in der Schweiz das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit gerückt.

Dieses Mal wird sich die Weltgemeinde zum Start des Gipfels am Dienstag mit der lateinamerikanischen Kopie Trumps zufriedengeben müssen: Der rechtspopulistische brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, auch bekannt als „Tropen-Trump“, wird seine erste große Rede auf internationaler Bühne halten.

Die weltpolitische Bedeutung Trumps hat Bolsonaro nicht – aber ansonsten durchaus Gemeinsamkeiten: Dem aufgeklärten und weltgewandten Liberalismus der Davosianer stehen beide ablehnend gegenüber. Bolsonaros mitunter rassistische und sexistische Sprüche passen nicht zu den vielen Diskussionen über Diversität und soziale Inklusion in Davos.

Der politische Bedeutungsverlust des Treffens wird gleich am ersten Vormittag unterstrichen, wenn Klaus Schwab die offizielle Eröffnung nicht etwa mit einem großen internationalen Starpolitiker gestaltet – sondern mit dem Bundespräsidenten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Ueli Maurer. Ursprünglich hätte statt Trump wenigstens sein Finanzminister Steven Mnuchin nach Davos reisen sollen, wegen des Shutdowns hat der Präsident jedoch die Reise der kompletten US-Delegation abgesagt.

Zusammen mit Goldman-Sachs-Chef David Solomon, Hedgefonds-Guru Ray Dalio und dem Vizechef der chinesischen Finanzaufsicht, Fang Xinghai, hätte Mnuchin über das Risiko einer neuen Finanzkrise und den globalen Schuldenberg, der laut Institute of International Finance zuletzt auf 244 Billionen Dollar gestiegen ist, diskutieren sollen.

Erster Tag: 22. Januar

Ohnehin gehören die ins Trudeln geratenen Finanzmärkte am ersten Tag zu einem der Schwerpunktthemen. Gleich am frühen Morgen diskutieren unter anderem die Google-Finanzchefin Ruth Porat und der Blackstone-Gründer Stephen Schwarzman über eine „neue Architektur für die Märkte“.

Um einen (Wieder-)Aufbau wird es auch am Dienstagabend gehen – und zwar um den der Globalisierung. Dort diskutieren unter anderem Deutsche-Post-Chef Frank Appel und die UBS-COO Sabine Keller-Busse über die Zukunft der Globalisierung in Zeiten der von Ross mit angezettelten Handelskriege. Ausgerechnet Freihandelsgegner und US-Handelsminister Wilbur Ross sollte ursprünglich an dem Panel teilnehmen. Seine Teilnahme fiel jedoch ebenfalls dem Shutdown zum Opfer.

Wem das alles zu düster und beklemmend ist, der kann sich an einer Debatte über die „Neurowissenschaft des Glücks“ erbauen. Wissenschaftler der Yale-Universität erklären, was die neuesten psychologischen Erkenntnisse über das Glück sagen – und wie man es erreicht.

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Zweiter Tag: 23. Januar
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