Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dell, Cisco, Hewlett Packard, Juniper Networks US-Tech-Konzerne kritisieren Trumps Handelspolitik

Vier Konzerne warnen in einem Brief vor Folgen möglicher neuer Strafzölle der USA auf chinesische Waren. Sie befürchten, dass dadurch Jobs verloren gehen.
Kommentieren
Der US-Präsident hatte angekündigt, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen. Quelle: AFP
Donald Trump

Der US-Präsident hatte angekündigt, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDie Tech-Konzerne Dell, Cisco, Hewlett Packard und Juniper Networks haben in einem gemeinsamen Brief an die US-Regierung vor den Folgen der möglichen neuen Strafzölle auf chinesische Importe gewarnt. In dem Schreiben, das an den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer adressiert ist und aus dem zahlreiche englischsprachige Medien zitieren, fordern sie Ausnahmen für bestimmte Produkte, die sie selbst importieren.

Die Zölle würden die Kosten für die aus China importierten technischen Geräte in die Höhe treiben. Das würde die Preise für die Verbraucher erhöhen, Investitionen verzögern und den Gewinn verringern, schreiben die Unternehmen und warnen vor möglichen Arbeitsplatzverlusten und einer niedrigeren Dividende für Aktionäre.

Die Maßnahmen würden einen „weitreichenden, unangemessenen wirtschaftlichen Schaden für die US-Interessen“ verursachen, so die Unternehmen. Innovationen wie das Cloud-Computing oder die Einführung des 5G-Netzes könnten sich verzögern.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen. Die vorläufige Liste umfasst Konsumgüter wie Möbel und Lebensmittel.

Nachdem am Mittwoch in den USA eine öffentliche Anhörungsfrist zur neuen Runde von Strafzöllen endete, rechneten Beobachter mit einer schnellen Entscheidung in Washington. Mit den bereits in Kraft getretenen Strafzöllen würden dann etwa die Hälfte aller Importe aus China mit Abgaben überzogen.

China drohte mit weiterer Vergeltung und kündigte an, mit zusätzlichen Sonderabgaben auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden Dollar reagieren zu wollen.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten US-Unternehmen mehrfach Kritik an der Politik Trumps geübt. Im April warnten Vertreter des US-Technologieverbands ITIC, dem unter anderem Apple, Amazon, Microsoft und Google angehören, in einem Brief an US-Finanzminister Steven Mnuchin vor Strafzöllen auf chinesische Waren.

Im August kritisierten 59 Konzernchefs, darunter auch Apple-Chef Tim Cook, in einem offenen Brief die Einwanderungspolitik des Präsidenten. Trump hat im Zuge seiner verschärften Einwanderungspolitik eine Reihe umstrittener Maßnahmen angeordnet oder angekündigt.

So drohte Trump mit einem Regierungsstillstand, sollte die Opposition nicht für Grenzsicherheit und eine Mauer zu Mexiko stimmen. Die Manager befürchten negative Folgen für ihre Mitarbeiter und eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels.

Mit Agenturmaterial.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Dell, Cisco, Hewlett Packard, Juniper Networks - US-Tech-Konzerne kritisieren Trumps Handelspolitik

0 Kommentare zu "Dell, Cisco, Hewlett Packard, Juniper Networks: US-Tech-Konzerne kritisieren Trumps Handelspolitik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.