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Demokraten Beto O'Rourke geht mit Obamas Segen ins Rennen um die US-Präsidentschaft

Der 46-Jährige Beto O´Rourke kam aus dem Nichts und stieg rasant zum Star der Demokraten auf. Jetzt geht er ins Rennen um die Präsidentschaft.
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Er wurde von Barack Obama ermutigt, zur Wahl anzutreten. Quelle: AP
Beto O'Rourke

Er wurde von Barack Obama ermutigt, zur Wahl anzutreten.

(Foto: AP)

WashingtonMit einem Video in den sozialen Medien hat Beto O’Rourke monatelange Spekulationen beendet. „Es ist der Moment der Wahrheit für unser Land”, sagte der 46-Jährige an der Seite seiner Frau Amy. „Die Krisen unserer Wirtschaft, unserer Demokratie und unseres Klimas waren noch nie so groß.” Mit diesen Worten verkündete der Texaner, als demokratischer Präsidentschaftskandidat für die Wahlen 2020 antreten zu wollen.

O’Rourke stieg im vergangenen Jahr vom einfachen Abgeordneten aus dem Bezirk El Paso an der Grenze zu Mexiko zum Star der Partei auf. Mit einer furchtlosen, wenn auch letztlich erfolglosen Kampagne gegen den Republikaner Ted Cruz im konservativen Texas eroberte er das Herz der Basis, wurde von Studenten, Schwarzen und Latinos gefeiert.

O’Rourke verzichtete auf einen großen Apparat und Firmengelder, trotzdem trieb er über Einzelspenden eine Rekordsumme von 80 Millionen Dollar ein.

Nach der Wahl arbeitete er an seinem Ruf als Anti-Trump. Als der US-Präsident im Streit um eine Flüchtlingsmauer mit der Verhängung des nationalen Notstands drohte, streamte O’Rourke auf Instagram ein Gespräch mit seiner Zahnpflegerin aus Mexiko.

Und als Trump für eine Kundgebung nach El Paso reiste, organisierte O’Rourke eine Gegenveranstaltung. „Mauern retten keine Leben, Mauern beenden Leben”, rief er vor Tausenden Anhängern.

Schließlich wurde er von Ex-Präsident Barack Obama ermutigt, für die Präsidentschaftswahlen anzutreten. O’Rourkes Konkurrenten sind unter anderem die Linke Elizabeth Warren, die Indo-Afroamerikanerin Kamala Harris, der populäre Senator Cory Booker und der Sozialist Bernie Sanders. Erwartet wird außerdem die Kandidatur von Ex-Vizepräsident Joe Biden. O’Rourke hat in Texas bewiesen, dass er er Menschen begeistern kann.

Außerdem ist er, im Gegensatz zu Politikern wie Biden und Sanders, politisch ein nahezu unbeschriebenes Blatt, was die Sehnsucht nach einem Neustart in der Partei bedienen könnte. O'Rourke saß nur drei Legislaturperioden als Abgeordneter im US-Kongress. Davor war er im Stadtrat von El Paso tätig und gründete ein Tech-Unternehmen. Er ist in der Region aufgewachsen und spricht fließend Spanisch.

Während seines Studiums der Englischen Literatur auf der Columbia Universität spielte er in einer Punkband, mittlerweile ist er Vater von drei Kindern. Sein richtiger Vorname lautet Robert, Beto ist ein gängiger Spitzname dafür in spanischsprachigen Gemeinden. Während seiner Zeit als Abgeordneter setzte sich O'Rourke für die Legalisierung von Marihuana, nachhaltige Energiegewinnung und eine strengere Waffenkontrolle ein.

Allerdings könnte er in die Kritik des linken Flügels geraten, weil er damals Spenden der Erdölindustrie erhielt. Das Republikaner-Lager hingegen dürfte sich auf einen Vorfall aus den Neunzigern stürzen: Damals wurde O’Rourke kurzzeitig wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet.

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