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Demonstrationen Hunderttausende fordern ein sozialeres Israel

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Israel will eine Milliarde Dollar für Abwehrsysteme ausgeben

Immerhin wendet Israel pro Jahr für die Landesverteidigung etwas mehr als 7,0 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts auf. Zum Vergleich: In Deutschland sind es nur 1,5 Prozent und sogar die USA geben nur etwas mehr als 4,0 Prozent für ihren gewaltigen Militärapparat aus.

Allein für das neue, in Israel entwickelte Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eiserne Kuppel) sollen in den kommenden Jahren etwa eine Milliarde Dollar (700 Millionen Euro) aufgebracht werden, sagte der Direktor des Verteidigungsministeriums, Udi Schani, kürzlich der Zeitung „Haaretz“.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kann die Mittel im Haushalt nicht in großem Ausmaß umschichten, ohne dass seine Koalition in Gefahr gerät. Am ehesten könnte er deshalb auf die Forderungen der Protestbewegung eingehen, die Macht einiger weniger Wirtschaftsmagnate zu begrenzen, indem er für mehr Konkurrenz sorgt.

Um den Mittelstand von hohen Miet- und Lebensmittelpreisen zu entlasten, setzen auch Wirtschaftsexperten wie der Professor von der Hebrew University in Jerusalem, Michael Beenstock, auf mehr Konkurrenz.

„Den Wettbewerb zu verbessern, wäre eine sehr gute Sache“, sagt der Professor. Die Monopole einiger großer Unternehmensgruppen, vor allem im Bereich der Supermärkte, treiben die Preise in die Höhe. So wird von Preisaufschlägen bei Importkäse von bis zu 600 Prozent berichtet. „Das Gute an der Protestbewegung ist, dass sie die Politik antreibt, es mit den Wirtschaftsmagnaten aufzunehmen“, meint Beenstock. Eine von Netanjahu eingesetzte Expertenkommission unter Leitung des Ökonomen Manuel Trajtenberg will ihre Vorschläge Ende September vorlegen.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Demonstrationen: Hunderttausende fordern ein sozialeres Israel"

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  • "Unrecht Gut gedeiht nicht", sagt der Volksmund.

    Der Staat wurde durch Massaker und Massenmord gebründet. Ein Land was man so erworben hat, ist Blut-getränkt und jeder der sich dort nieder läßt, wird leiden.

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