Denuklearisierung US-Außenminister Pompeo beharrt auf nuklearer Abrüstung in Korea

Während seines Besuchs in Nordkorea ist US-Außenminister Pompeo bei seiner Forderung, der kompletten Denuklearisierung des Landes, hart geblieben.
Update: 07.07.2018 - 15:01 Uhr Kommentieren
Der US-Außenminister traf sich mit dem ehemaligen Geheimdienstchef Kim Yong Chol. Quelle: AFP
Mike Pompeo

Der US-Außenminister traf sich mit dem ehemaligen Geheimdienstchef Kim Yong Chol.

(Foto: AFP)

Seoul, Tokio, PjöngjangUS-Außenminister Mike Pompeo ist nach Gesprächen über eine Entnuklearisierung Nordkoreas aus Pjöngjang abgereist. Er traf sich am Samstag mit dem hohen Parteifunktionär Kim Yong Chol. Beide Seiten sagten vor Beginn der Gespräche, wichtige Elemente der Vereinbarung zur nuklearen Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel müssten sie „klarstellen“.

„Wir hatten gestern (Freitag) eine sehr ernsthafte Diskussion über sehr wichtige Themen“, sagte Kim mit Blick auf den ersten Tag der Verhandlungen. An Pompeo gerichtet sagte er: „Beim Gedanken an diese Diskussionen haben Sie vielleicht nicht gut geschlafen.“

Darauf entgegnete der US-Chefdiplomat, gut geschlafen zu haben und ergänzte, die Regierung von Präsident Donald Trump fühle sich einem Vertrag verpflichtet, unter dem Nordkorea im Gegenzug für wirtschaftliche Vorzüge abrüsten werde. Zuvor am Samstag hatte Pompeo über eine sichere Leitung mit Trump, dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton sowie Stabschef John Kelly telefoniert.

Am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) reiste Pompeo weiter Richtung Japan. Zunächst war nicht klar, ob er in Nordkorea Machthaber Kim Jong Un getroffen hat. Es war Pompeos dritte Reise nach Pjöngjang seit April und die erste seit dem historischen Treffen von Trump und Kim Jong Un im Juni.

Am Freitag war aus US-Regierungskreisen verlautet, beide Seiten hätten sich auf die Gründung von Arbeitsgruppen verständigt, bei denen es beispielsweise um die Überprüfung der etwaigen Versprechen Nordkoreas im Zuge der geplanten Abrüstung gehen sollte.

Auch die nordkoreanischen Staatsmedien berichteten von Pompeos Besuch. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA schrieb, eine US-Delegation unter Federführung des Ministers nehme an hochrangigen Gesprächen über die Vereinbarung teil, die Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un im Juni unterzeichneten. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Das nordkoreanische Außenministerium hat die Gespräche mit US-Außenminister Mike Pompeo als „bedauerlich“ bezeichnet. Es beschuldigte die USA am Samstag, einseitige Forderungen nach einer Entnuklearisierung gestellt zu haben.

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