Der Papst tritt zurück Die Nachfolge-Debatte ist eröffnet

Seite 4 von 6:
„Unvorstellbare Intrigen“

Merkel würdigt Lebenswerk des Papstes

14:43 Uhr Merkel: Die Bürden des Alters
Die Bundeskanzlerin zollt Benedikt XVI. für seinen Rücktritt höchsten Respekt. In Zeitalter des immer längeren Lebens könnten viele Menschen nachvollziehen, dass sich auch der Papst mit den Bürden des Alterns auseinandersetzen müsse, sagte Merkel in Berlin. Unvergessen bleibe seine Ansprache im September 2011 im Bundestag: „Er beschrieb darin unsere grundlegende Aufgabe als Politiker: dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren. Als Bundeskanzlerin sage ich Danke für seine Arbeit und wünsche ihm von Herzen alles Gute für die nächsten Jahre.“
Merkels Erklärung im Wortlaut

14:34 Uhr „Unvorstellbare Intrigen ausgehalten“

Ein langjährige Wegbegleiter und Freund des Papste, Max Seckler, werdet den Rücktritt als Zeichen der Größe.„Er hat sehr gelitten unter manchen Dingen, die dieses Amt mit sich bringt. Man kann sich schwer vorstellen, welche Intrigen es da in Rom gibt, mit denen er sich rumschlagen muss. Das hat ihn sehr belastet, weil er ja ein Theologe ist und ein edler Mensch“, sagte Seckler.

Er erinnert daran, wie sich Joseph Ratzinger als Theologie-Professor in Tübingen in den 1960er Jahren einer Initiative anschloss, die eine Begrenzung der Amtszeit von Bischöfen auf acht Jahre forderte. „Vielleicht hat er sich daran jetzt erinnert“, sagte der Professor für Fundamentaltheologie, der bis heute immer wieder Kontakt zu Joseph Ratzinger hat. Benedikts Rücktritt sei für ihn trotzdem „ein Hammer“. „Das ist einer dieser kühnen Schritte, die zu unternehmen er immer fähig war.“

14:31 Uhr Afrikas Kandidaten
Bei den britischen Buchmachern haben Kandidaten aus Afrika, Italien oder Kanada besonders gute Quoten. Demnach zeichnet sich ein enges Rennen zwischen dem nigerianischen Kardinal Francis Arinze, dem Ghanaer Peter Turkson und dem Kanadier Marc Ouellet ab.

Von den italienischen geistlichen Würdenträgern hat Erzbischof Angelo Scola nach Angaben der Buchmacher gute Chancen, gefolgt von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, dem Zweithöchsten in der katholischen Kirchenhierarchie. Wetten werden auch über den Namen des nächsten Papstes abgeschlossen: Besonders gute Chancen haben demnach Peter, Pius, Johannes Paul und - Benedikt.

Zum Ruhestand zu den Schwestern ins Kloster
Seite 123456Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Der Papst tritt zurück - Die Nachfolge-Debatte ist eröffnet

40 Kommentare zu "Der Papst tritt zurück: Die Nachfolge-Debatte ist eröffnet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Na ja - wenn E.Stoiber sagt, daß Papst Benedikt die herausragendste Persönlichkeit in der 1000-jährigen bayrischen Geschichte ist...kann es mit dieser Historie nicht weit her sein...was hat Papst Benedikt denn konkret bewegt? Oder hat unser Edmund einfach keine Ahnung? Sicher mit den letzten verblödeten Wittelsbachern (Ludwig und Otto )war " kein Staat zu machen"-aber gab es in 1000 Jahren sonst nichts weiter?
    Warscheinlich muß man dafür in Bayern geboren sein, mir fallen etliche Nobelpreisträger aus Bayern ein...die sind aber dann aber schlichtweg nicht " herausragend "wie ein Papst...vielleicht auch nicht in Bayern geboren...aber die haben etwas geleistet...in Bayern geforscht und gearbeitet--Röntgen ,Fischer,Deisenhofer,Huber,Lynen etc.
    An diese Leute denken wir öfter-spätestens , wenn wir beim Arzt oder Zahnarzt sitzen( Röntgen) - an Benediktus denkt vermutlich in wenigen Jahren kein Mensch mehr.

  • Eine einmalige Chance, dem Projekt "Weltethos" zum Durchbruch zu verhelfen. Am besten ist dies mit basisdemokratischen Strukturen umsetzbar. Hans Küng sollte diesen Prozess koordinieren und alle Religionsführer ins Boot holen.

    Dann werden alle Gemeinsamkeiten der Weltreligionen zum Wohle aller vertreten. Endlich wäre Schluss mit den Kämpfen Islam gegen Christentum, Judentum oder Buddhismus....man würde sich auf die Gemeinsamkeiten besinnen und die Welt wäre wenigstens von den religiösen Konflikten befreit.

    Sind wir denn nicht endlich reif für diesen Fortschritt???

  • Wieso äußern sich die Grünen und die Linken kritisch über Papst Benedikt?
    Viele Leute bezeichnen die Grünen und die Linken als unchristlichen Haufen. Wer die Kirche meidet, soll gefälligst auch nicht urteilen. Es ist wieder mal typisch grünes und linkes Verhalten, nichts am Hut mit der Kirche, aber oppositionell quer schießen. Ich bezeichne sie eher als einen unqualifizierter Haufen.

  • Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, ist Gott nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten. Er legt Wert auf die Tatsache, daß er nie Mitglied war.

  • @Gast
    Ooooch, laß doch den Heinz. Irgendeiner muß doch für etwas Stimmung sorgen an so einem betrüblichen Tage : )

  • Wer ist denn Claudia Roth, dass sie in der katholischen Kirche irgendwas zu fordern hätte?

  • "...weil auch kurz davor, ich den Taufnamen Benedikt angenommen hatte!"

    Mensch Arn, da wärst du also fast Papst geworden. Donnerknispel! Kannst jetzt einen neuen Anlauf machen, Stuhl ist frei geworden.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%