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Details noch unklar UN-Chemiewaffen-Experten reisen nach Syrien

Immer wieder schrecken Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg auf. Regierung und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig. Jetzt schicken die Vereinten Nationen ein Expertenteam.
01.08.2013 - 15:20 Uhr Kommentieren
Ein Panzer patrouilliert durch eine Straße in Homs: UN-Experten wollen drei Vorfälle untersuchen. Quelle: dpa

Ein Panzer patrouilliert durch eine Straße in Homs: UN-Experten wollen drei Vorfälle untersuchen.

(Foto: dpa)

New York Nach monatelangem Widerstand der syrischen Regierung wird nun doch ein Expertenteam der Vereinten Nationen den Einsatz von Chemiewaffen in dem arabischen Bürgerkriegsland untersuchen. Der Einsatz werde „sobald wie möglich“ beginnen, teilten die UN am Mittwoch (Ortszeit) in New York mit.

Zunächst sollten drei Vorfälle untersucht werden, unter anderem einer in Chan al-Asal nahe Aleppo im Norden des Landes. Die syrische Regierung wirft den Rebellen vor, dort im März unter anderem mit Giftgas zahlreiche Menschen getötet zu haben. Auch am Donnerstag wurden aus Chan al-Asal wieder Kämpfe gemeldet. Bei einem Luftangriff kamen Regimegegnern zufolge am Donnerstag mehrere Menschen ums Leben.

Details des geplanten Experteneinsatzes blieben am Donnerstag zunächst unklar – unter anderem welche beiden anderen Vorfälle neben dem aus Chan al-Asal untersucht werden sollen. Die UN hatten ursprünglich verlangt, weitaus mehr berichtete Vorfälle untersuchen zu dürfen. Dagegen habe sich die syrische Regierung aber gewehrt, hieß es.

Bereits im März hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den schwedischen Giftgasexperten Åke Sellström zum Leiter eines Expertenteams berufen, das kurze Zeit später für den Einsatz bereitstand. Syrien weigerte sich aber im Streit um die Einsatzorte monatelang, die Fachleute ins Land zu lassen. In der vergangenen Woche waren Sellström und die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane dann nach Damaskus gereist und hatten eine Vereinbarung erreicht.

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    Syriens Präsident Baschar al-Assad sagte am Donnerstag ein baldiges siegreiches Ende des Bürgerkrieges voraus. Von möglichen Friedensverhandlungen war nicht die Rede. In dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Bürgerkrieg sind bisher nach UN-Angaben mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen. Regierung und Aufständische beschuldigen sich gegenseitig, mit den weltweit geächteten Chemiewaffen zu kämpfen.

    • dpa
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