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Deutsch-russische Gaspipeline Ukrainischer Präsident Poroschenko fordert erneut das Aus für Nord Stream 2

Der Präsident der Ukraine macht beim Treffen mit der Kanzlerin deutlich, was er von der deutsch-russischen Gas-Pipeline hält. Merkel versucht zu beschwichtigen.
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Auch US-Präsident Donald Trump sprach sich mehrmals gegen Nord Stream 2 aus. Quelle: dpa
Kanzlerin Merkel und der ukrainische Präsident Poroschenko

Auch US-Präsident Donald Trump sprach sich mehrmals gegen Nord Stream 2 aus.

(Foto: dpa)

BerlinDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat erneut das Ende des Baus der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 gefordert. Die Ukraine kämpfe weiter dafür, dass der Bau gestoppt werde, sagte Poroschenko am Freitag in Berlin am Rande eines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er schlage deutschen Firmen vor, den Gastransit in einem gemeinsamen Konsortium zu verwalten.

Merkel bekräftigte ihrerseits, sie werde sich beim russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür einsetzen, dass die Ukraine trotz Nord Stream 2 weiter Transitland bleibe. Sie räumte ein, dass man mit der Ukraine bei Nord Stream 2 unterschiedlicher Meinung sei. Das halte eine „strategische Partnerschaft“ zwischen Berlin und Kiew aber aus, weil es eine große Übereinstimmung in der überwiegenden Anzahl anderer Themen gebe.

Auch andere ost- und mittelosteuropäische Staaten wie Polen oder Ungarn kritisieren die Pipeline Nord Stream 2, die direkt von Russland durch die Ostsee nach Deutschland führen soll. Und auch US-Präsident Donald Trump sprach sich bereits mehrmals gegen das Projekt aus. Denn er fürchtet, dass Deutschland fortan mehr Gas aus Russland und weniger aus den USA beziehen wird.

Das elf Milliarden Euro schwere Projekt Nord Stream 2 wird vom staatlichen kontrollierten Energiemulti Gazprom getragen, rund die Hälfte der Finanzierung stammt von Uniper und der BASF-Tochter Wintershall, dem britisch-niederländischen Energiekonzern Shell, der österreichischen OMV und der französischen Engie.

Im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt sagte Kanzlerin Merkel, man wolle die Bemühungen für eine Beilegung des Konflikts im Normandie-Format unabhängig von dem Wahlausgang in der Ukraine fortsetzen. „Ich glaube, wir sollten in diesem Format weiterarbeiten“, sagte Merkel.

In der EU seien die Bemühungen im Normandie-Format – mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine an einem Tisch – „unter den widrigen, schwierigen Bedingungen“ intensiv vorangetrieben worden. Poroschenko sagte, sofort nach der Wahl sei er bereit, einen Normandie-Gipfel einzuberufen. Er kämpft am Ostersonntag in einer Stichwahl gegen den Polit-Neuling und Komiker Wolodymyr Selenskyj um das Präsidentenamt.

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  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "Deutsch-russische Gaspipeline: Ukrainischer Präsident Poroschenko fordert erneut das Aus für Nord Stream 2"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Poroschenko kann sich seine Muehe sparen. Wir wissen was er von Nordstream 2 haelt.
    Man kann die in der Ukraine nicht anzapfen. Haben wir ihm eigentlich schon gesagt, was
    wir von korrupten Oligarchen halten?