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Deutsche Wirtschaft In der Türkei-Falle

Verhaftungen, Entlassungen, Reisebeschränkungen – das harte Durchgreifen des türkischen Präsidenten alarmiert die deutsche Wirtschaft. Die Firmen sorgen sich um den Export und überprüfen ihre Investitionen in der Türkei.
03.08.2016 - 06:02 Uhr

„Leider unterstützt der Westen Terrorismus und Staatsstreiche“

Istanbul/Berlin/Athen Recep Tayyip Erdogan muss zahlreiche Hände schütteln. Es ist Dienstagnachmittag, 14 Uhr Ortszeit, im Präsidentenpalast von Ankara: Der türkische Präsident hat Vertreter von Konzernen aus aller Welt eingeladen, darunter den Landeschef von Shell, Abgesandte von Allianz, Bayer, DHL und Fresenius Medical Care. Erdogan weiß: Mit seinem autoritären Kurs verschreckt er Firmenlenker, sein Land droht in die Rezession zu stürzen.

Seit die Ratingagentur Standard & Poor’s Anfang der Woche die Türkei als ein „Hochrisiko“-Land eingestuft hat, ist die deutsche Wirtschaft alarmiert. Die Investitionen würden unter der schlechten Bonität leiden, sagte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbands BGA, dem Handelsblatt.

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