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Deutsche Wirtschaft TTIP wäre gutes Mittel gegen Strafzölle gewesen

Mit Blick auf die von den USA angeordneten Strafzölle, wird der Ruf der Deutschen Wirtschaft nach einem Freihandelsabkommen wieder lauter.
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Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sprach sich für einen neuen Anlauf in Sachen TTIP aus. Quelle: dpa
Eric Schweitzer

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sprach sich für einen neuen Anlauf in Sachen TTIP aus.

(Foto: dpa)

Berlin Der Handelsstreit mit den USA lässt in der deutschen Wirtschaft Forderungen nach einer Wiederbelebung der Bemühungen um das transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP lauter werden.

„Hätten wir bereits ein Freihandelsabkommen wie TTIP, wären die aktuellen Strafzölle ausgeschlossen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, am Freitag. Der Konflikt über die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Importzölle bei Stahl und Aluminium könnte sogar eine Chance sein.

„Die USA und die EU sollten einen neuen Anlauf unternehmen, ein gemeinsames Freihandelsabkommen auszuhandeln“, sagte er. Selbst Gegner des Freihandels auf beiden Seiten des Atlantiks dürften erkennen, wie wichtig der Abbau von Handelsbarrieren sei.

Ähnliche Äußerungen waren schon von anderen Vertretern der Wirtschaft laut geworden. So hatte der Chef der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham), Bernhard Mattes, jüngst gesagt, das aufs Eis gelegte TTIP-Abkommen wäre eine gute Möglichkeit gewesen, Zölle abzubauen.

Die Unternehmen seien dafür, diesen Faden wieder aufzunehmen. Außenhandelspräsident Holger Bingmann hatte ebenfalls schon TTIP als gutes Mittel gewertet, für gegenseitige faire Handelsbedingungen zu sorgen.

Auch aus der US-Regierung scheint bereit, mit der EU in Handelsgespräche einzutreten. Es seien jedenfalls nicht die USA gewesen, die die Gespräche über TTIP verlassen hätten, erklärte US-Handelsminister Wilbur Ross jüngst beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die TTIP-Verhandlungen waren im Sommer 2013 zwischen der EU und den USA aufgenommen worden. Seit Anfang 2017 liegen sie auf Eis, weil sich auf beiden Seiten – besonders stark aber in Deutschland – immer stärkerer Widerstand formierte.

Ziel von TTIP sollte es sein, die beiden größten Handelsräume der Welt stärker zusammenrücken zu lassen und dabei bestehende Handelshürden wie Zölle abzubauen. Kritiker auf europäischer Seite allerdings befürchteten, dass Errungenschaften im Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz unter die Räder kommen könnten.

  • rtr
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