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Deutscher ICC-Generalsekretär Oliver Wieck „Die EU sollte nichts unversucht lassen, um die US-Zölle abzubauen“

Oliver Wieck, Generalsekretär der Internationalen Handelskammer in Deutschland, fordert weitere Verhandlungen im Handelsstreit mit den USA.
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„Dramatische Entwicklung“. Quelle: Oliver Wieck
Oliver Wieck

„Dramatische Entwicklung“.

(Foto: Oliver Wieck)

Oliver Wieck, Generalsekretär der Internationalen Handelskammer (ICC) in Deutschland, sieht weiter die Möglichkeit einer Einigung mit der US-Regierung.

Der Handelsstreit spitzt sich zu. Wie besorgt sind Sie um die deutsche Wirtschaft?
Die Stahl- und Aluminiumzölle, um die es derzeit geht, werden keine dramatischen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Für viel Unruhe sorgt aber, wie sich der Handelskonflikt weiter entwickeln wird.

Die EU hatte bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet. Sollten die jetzt scharf geschaltet werden?
Es ist richtig, dass die EU das Verfahren vor der WTO eingeleitet hat und es jetzt einen konkreten Zeitplan gibt, bis wann diese Gegenmaßnahmen scharf gestellt werden. Allerdings sollte die EU gerade jetzt, wo alle Karten auf dem Tisch liegen, weiter das Gespräch mit den US-Amerikanern suchen.

Aber die EU hat doch schon Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Im Angebot an die Amerikaner war die Senkung von Industriezöllen, auch über Autozölle wollte man reden. Muss man sich nicht eingestehen, dass diese Strategie gescheitert ist?
Mein Eindruck ist, dass es unterschiedliche Positionen in der EU zur Frage gibt, ob – und wenn ja wann – die Verhandlungen aufgenommen werden sollen. Jetzt wissen beide Seiten, woran sie sind, und die EU sollte die Gelegenheit nutzen und Verhandlungen etwa über Industriezölle anbieten. Vielleicht kann dabei am Ende eine europäisch-amerikanische Vereinbarung herauskommen, die beiden Seiten entgegenkommt. Denn auch die EU hat großes Interesse an einem Abbau von US-Zöllen und sollte nichts unversucht lassen, doch noch zu einer Einigung zu kommen.

Bedeutet das Verhalten der USA eine Zäsur im transatlantischen Verhältnis?
Es ist nicht nur eine Zäsur im transatlantischen Verhältnis, sondern auch im Umgang mit den seit Jahrzehnten bestehenden globalen Handelsregeln. Die USA haben das bestehende WTO-System maßgeblich mit aufgebaut, und nun wenden sie sich davon ab. Das ist eine dramatische Entwicklung.

Herr Wieck, vielen Dank für das Gespräch.

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