Deutsches Kaiserreich Bund und Länder suchen gemeinsame Haltung zu kolonialem Erbe

In Fragen des kolonialen Erbes des Deutschen Kaiserreiches wollen Bund, Länder und Kommunen künftig enger kooperieren – insbesondere bei Kulturgütern.
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Die Kulturstaatsministerin (CDU) will eine gemeinsame Haltung von Bund, Ländern und Kommunen in kolonialen Fragen erarbeiten. Quelle: dpa
Monika Grütters

Die Kulturstaatsministerin (CDU) will eine gemeinsame Haltung von Bund, Ländern und Kommunen in kolonialen Fragen erarbeiten.

(Foto: dpa)

BerlinBund, Länder und Kommunen wollen enger in Fragen zum kolonialen Erbe kooperieren. Mit dem Auswärtigen Amt, dem Entwicklungshilfe-Ministerium und dem Deutschen Museumsbund wollen sie einen gemeinsamen Umgang mit dem Kulturgut aus früheren deutschen Kolonien festlegen. Dafür sei eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Freitag nach einem Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden in Berlin mit. Grundlage sei ein entsprechender Leitfaden des Museumsbundes.

In Zeiten wachsender Vernetzung seien abgestimmte Wege über die Behandlung kolonialer Museumsbestände immer wichtiger, hieß es zur Begründung. Zahlreiche Museen in Deutschland haben Bestände aus der Kolonialzeit. Oft ist nicht geklärt, wo die Kunstschätze herkommen und ob sie rechtmäßig erworben wurden.

Zum Deutschen Kaiserreich gehörten zwischen 1884 und 1918 die Kolonien Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia), Deutsch-Ostafrika (Tansania), Deutsch-Neuguinea (Papua-Neuguinea, Salomonen, Palau, Nauru, Mikronesien, Marshallinseln), Deutsch-Samoa (Samoa), Kamerun (Kamerun, Teile von Nigeria, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo und Gabun), Togo (Togo, Teile von Ghana) und Kiautschou (heute Tsingtau, China).

  • dpa
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