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Die wichtigsten Fakten Coronavirus breitet sich aus: Jetzt schon 81 Tote und fast 2800 Infizierte in China

Trotz der Anstrengungen Chinas gegen die Übertragung des Coronavirus steigt die Zahl der Toten und Infizierten. Viele Länder planen nun Evakuierungen.
27.01.2020 Update: 27.01.2020 - 08:58 Uhr Kommentieren

Coronavirus-Verdacht: Berlin und Wien geben Entwarnung

Peking Das Coronavirus beschäftigt mittlerweile nicht nur China, sondern die ganze Welt. Das sind die wichtigsten Fakten am Montagmorgen:

  • Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in China ist auf 81 gestiegen. Bislang seien zudem 2744 Infizierte registriert worden, teilte die chinesische Regierung am Montagmorgen mit. Gesundheitsminister Ma Xiaowei warnte, dass die Kapazität des Virus sich auszubreiten drohe. Wie lange es dauere, bis die Situation unter Kontrolle sei, wollte er nicht einschätzen.
  • Chinas Finanzministerium und die Gesundheitsbehörde stellen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus knapp acht Milliarden Euro (60,33 Milliarden Yuan) bereit.
  • Die chinesische Regierung berichtete ebenfalls von fünf Fällen in Hongkong und zwei in Macao.
  • Vereinzelt gibt es auch Infizierte in Thailand, Taiwan, Japan, Südkorea, den USA, Vietnam, Singapur, Malaysia, Nepal, Frankreich, Kanada und Australien.
  • Die Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wurden für alle Bildungseinrichtungen bis Sonntag verlängert, um den Kontakt zwischen Menschen einzuschränken. Präsident Xi Jinping sprach von einer schwerwiegenden Situation.
  • Die Mongolei hat ihre Grenzen zu China vorübergehend geschlossen.
  • Die Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Krise gilt, ist seit dem 22. Januar weitgehend abgeschottet. Es gibt keine öffentlichen Flüge, Züge oder Busse in oder aus der Stadt mit elf Millionen Einwohnern heraus. Auch für 16 andere Städte gilt der Sperrmodus. Insgesamt sind etwa 50 Millionen Menschen davon betroffen.
  • Immer mehr medizinische Fachkräfte und Materialien werden nach Wuhan geschickt. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet von 14.000 Schutzanzügen, 110.000 Paar Handschuhen, Masken und Brillen. Die Gesundheitskommission und das Militär haben Hunderte Experten geschickt.
  • Zwei Verdachtsfälle in Deutschland konnten ausgeschlossen werden. Die WHO sieht noch keinen Grund, eine internationale Notlage auszurufen. Das Auswärtige Amt schätzt das Risiko für Reisen als „moderat“ ein.

Coronavirus: Zahl der Toten und Infizierten in China steigt Quelle: dpa
Coronavirus in China

Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung desinfiziert einen Krankenhausmitarbeiter in Wuhan.

(Foto: dpa)

Was man sonst noch wissen sollte

Xinhua zufolge haben einige bereits Erfahrung mit Ausbrüchen von Ebola oder Sars. In Wuhan werden zwei provisorische Krankenhäuser mit jeweils etwa 1000 Betten aufgebaut. Das erste soll am 3. Februar fertig sein. Unter den Infizierten sind auch medizinische Fachkräfte.

Die USA planen, ihr Personal aus dem Konsulat in Wuhan zu holen. Die US-Botschaft in Peking teilte mit, es werde auch begrenzte Kapazitäten für weitere Amerikaner in einem Flugzeug geben, das am Dienstag von Wuhan direkt nach San Francisco fliegen soll. Sollte es nicht genügend Sitzplätze geben, werde denjenigen ein Vorrecht eingeräumt, die „einer erhöhten Gefahr durch das Coronavirus“ ausgesetzt seien.

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    Auch Frankreich und Japan wollen ihre Mitarbeiter in den diplomatischen Missionen aus Wuhan holen. Japan will seine Bürger ausfliegen. Frankreich teilte mit, einen Busservice für französische Bürger in Wuhan zu organisieren. Der französische Autobauer PSA gab Pläne bekannt, seine Mitarbeiter aus der Stadt zu holen, sie in Quarantäne zu behalten und nach Frankreich zu bringen.

    Krankenhausmitarbeiter in Schutzkleidung helfen einem Patienten aus einem Krankenwagen. Quelle: dpa
    Szene aus Wuhan

    Krankenhausmitarbeiter in Schutzkleidung helfen einem Patienten aus einem Krankenwagen.

    (Foto: dpa)

    Aus Angst vor einer Einschleppung des Virus hat die Mongolei ihre Grenzen zu China geschlossen. Grenzübergänge sollen ab Montag für Fahrzeuge und Fußgänger geschlossen bleiben, wie die mongolische Nachrichtenagentur Montsame berichtet.

    Bislang gebe es zwar keine bestätigte Infektion mit der neuen Lungenkrankheit in der Mongolei. Das Land sieht sich als Nachbar Chinas jedoch einem hohen Risiko ausgesetzt.

    Die chinesische Gesundheitskommission teilte mit, wer Wuhan verlasse, müsse sich in einem Gesundheitszentrum registrieren lassen und sich 14 Tage lang selbst unter Quarantäne stellen. So lange dauert es, bis das Virus ausbricht. Das neuartige Coronavirus kann erkältungs- oder grippeartige Symptome auslösen, aber auch zu Kurzatmigkeit und Lungenentzündungen führen.

    Ein Mitarbeiter führt Patienten zu einem Krankenhaus. Quelle: dpa
    Coronavirus in China

    Ein Mitarbeiter führt Patienten zu einem Krankenhaus.

    (Foto: dpa)

    Die ersten Fälle traten im Dezember auf. Es wird davon ausgegangen, dass das Virus von Wildtieren auf einem Markt in Wuhan auf Menschen übertragen wurde. Die chinesischen Behörden verhängten am Sonntag ein Verbot des Handels mit wilden Tieren und riefen die Bevölkerung auf, kein Fleisch wilder Tiere zu essen.

    Mehr: Chinas Behörden wird vorgeworfen, die Aufklärung über das Virus verschleppt zu haben. Stimmt das? Bedingt – denn Peking zeigt sich ungewohnt offen.

    • ap
    • dpa
    • mcw
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