Dienstreise nach Russland Tspiras will von Putin offenbar kein russisches Geld

Griechenlands Regierungschef ist in Moskau gelandet. Dort gedenkt er der Weltkriegsopfer – und spricht mit Putin über die Wirtschaftsprobleme beider Länder. Auf russisches Geld hat es Tspiras angeblich nicht abgesehen.
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Der Erpresser aus Athen

MoskauVor seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Mittwoch in Moskau einen Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten niedergelegt. Anschließend will er auf Basis „tiefer historischer Wurzeln“ mit Putin über einen Neuaufbruch in den Beziehungen beider Länder sprechen, sagte Tsipras in einem Interview der Staatsagentur Tass. Er erinnerte auch an den gemeinsamen Kampf von Russen und Griechen gegen die Faschisten im Zweiten Weltkrieg.

Bei den Gesprächen in Moskau soll es um eine Lockerung des russischen Boykotts gegen Lebensmittel aus der EU gehen. Demnach könnten griechische Agrarprodukte wie Pfirsiche und Erdbeeren sowie Fisch- und Milchwaren bald wieder auf dem russischen Markt verkauft werden. Tsipras nannte die Sanktionen „nicht wirksam“.

Auch auf die finanziellen Nöte seines eigenen Landes wird Tspiras zu sprechen kommen. Als Bittsteller will er dabei allerdings nicht auftreten. Griechenland wolle seine Finanzprobleme ohne russisches Geld mit seinen Euro-Partnern lösen, sagte ein griechischer Regierungsvertreter am Mittwoch. „Wir haben nicht um Finanzhilfe nachgesucht.“ Allerdings könnte sich Tsipras um günstigere Gaspreise bemühen.

Mehrere europäische Politiker warnten die Regierung in Athen davor, sich Russland zu stark zuzuwenden. „Ich halte das für nicht sehr klug, was hier passiert“, sagte etwa Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling in Wien. Dass bilaterale Gespräche in Moskau stattfänden, sei völlig normal. „Aber vor einer Annäherung würde ich dringend warnen.“

Ähnlich äußerten sich auch der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), und der CDU-Europapolitiker Elmar Brok. Die Regierung in Athen verlange und erhalte von der EU viel Solidarität, sagte Schulz dem „Münchner Merkur“. „Dann können wir umgekehrt auch Solidarität verlangen – und dass diese Solidarität nicht durch Ausscheren aus gemeinsamen Maßnahmen einseitig aufgekündigt wird.“ Daran sollte sich Tsipras' Handeln in Moskau orientieren. „Die EU erwartet das von ihm als Regierungschef eines EU-Mitgliedsstaats.“

Der CDU-Europaabgeordnete Brok nannte den Moskau-Besuch von Tsipras im Deutschlandfunk „einen Testfall“. In der griechischen Regierung gebe es Kräfte, die das Land politisch aus dem Westen herauslösen wollten und die Nähe zu Russland suchten, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament. „Es muss klar sein für Griechenland, dass Russland nicht die Perspektive ist.“

Zurückhaltender äußerte sich der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler. „Ich plädiere für gelassene Beharrlichkeit“, sagte der SPD-Politiker in der ARD. Wichtig sei, dass Griechenland nicht aus der gemeinsamen Haltung der Europäer bei den Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt ausschere. In den Gesprächen von Tsipras mit Putin werde es „bestimmt nicht um die Lösung des Hauptproblems“ Griechenlands gehen, also die aktuellen Schulden- und Zahlungsprobleme.

Nach Ansicht der Regierung in Athen sind die Erklärungen der EU-Politiker im Vorfeld der Tsipras-Reise nicht produktiv. Diverse Ratschläge hätten die Ebene einer Bevormundung erreicht, verlautete am Mittwoch aus Kreisen der Regierung in Athen. Griechenland sei ein altes Mitglied der EU und wisse, wie es handeln solle, hieß es.

„Verhalten der Athener Regierung wird immer unwürdiger“
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16 Kommentare zu "Dienstreise nach Russland: Tspiras will von Putin offenbar kein russisches Geld"

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  • @ Ungehobelter

    Mein kleiner Von ( Von, von wo, von was, vonwegen...... ) PÖBLER hat sich wieder gemeldet, und pöbelt, pöbelt, pöbelt....ja weil er sonst nichts kann.

    >> Wow.......>>

    Sagt uns, dass der kleine Pöbler sich begeistern kann.......registriert.

    >> Hier gibt es doch tatsächlich volkswirtschaftliche Genies alias "Vittorio der Weise". >>

    Von Pöbler, im Vergleich zum Pöbler, sagt uns ja nicht aus, dass er besonders intelligent wäre. Sonst würde er solch ein Urteil gar nicht fällen können.....:-)

    >> und die liefern dann das Know How >>

    Sagte ich doch, nicht so helle, der Von Pöbler.

    Die Russen liefern in diesem Fall nicht das Know How, sondern Fakten !

    >> Vittorio Queri schlägt im HB vor, dass man den Griechen aus Richtung Russland zeigt, wie man Reperationen einfordert! >>

    Wieder falsch, Gepöbelter.

    Vittorio schlägt keinem etwas vor, sondern äussert seine Meinung.

    >> Und ich hoffe, dass es irgendwann in naher Zukunft einmal die Möglichkeit gibt, dass man mit Menschen, die ähnlicher Meinung sind wie Sie, ein klärendes, konstruktives und persönliches Gespräch führen kann >>

    Dann versuchen Sie es doch mit handfesten Argumenten, hier im Forum, anstatt zu pöbeln.

    Bei einem konstruktiven, persönlichen und handfesten Gespräch würden Sie sehr blass aussehen.....:-)

    >> Aber das hier ist mein Land, meine Existenz und meine Zukunft. >>

    Sie sind in diesem Land einer von 82 Millionen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und heissen wahrscheinlich Troll@Weissenfels.

    Denn neben Pöbeln erkenne ich nichts substanzielles bei Ihnen.....keinen Standpunkt, keine Argumente, kein Wissen........nur Teeny-Pöbeleien.

    Sie langweilen.




  • Wow........ Hier gibt es doch tatsächlich volkswirtschaftliche Genies alias "Vittorio der Weise". Und geschichtskundig sind diese auch noch. Griechische Agraprodukte nach Russland und die liefern dann das Know How, wie man aus Deutschland Reperattionen herausholen kann. Herr Queri, sie werden sich in der Masse der deutschen einen Herzensplatz ergattern. Vittorio Queri schlägt im HB vor, dass man den Griechen aus Richtung Russland zeigt, wie man Reperationen einfordert! Das ist ihr Standpunkt! Aber das hier ist mein Land, meine Existenz und meine Zukunft. Und ich hoffe, dass es irgendwann in naher Zukunft einmal die Möglichkeit gibt, dass man mit Menschen, die ähnlicher Meinung sind wie Sie, ein klärendes, konstruktives und persönliches Gespräch führen kann ......... :-)! Bis dahin!

  • @ elly müller

    >> Griechenland wollte in die Eurozone! >>

    Stellen Sie sich vor, auch die "anderen" Gauner , wie auch Deutschland, wollten , dass die Griechen in die Eurozone kommen. Obwohl sie alle gewußt haben, dass die Griechen schummeln und eigentlich vom Lebensstandard her nicht in den Verein gehören.

    Aber die Fakelakis über die Rüstungsindustrie waren doch ausschlaggebend !

    Bei Ihren so gelobten EUtopia-Schmarotzern gehen doch die Fakelakis ( persönliche Bereicherung ) allemal über das Gemeinwohl.....!

    >> Ich bin froh, dass es Europa gibt auch mit allen Nachteilen! >>

    Europa hat es immer gegeben, gibt es und wird es geben !

    Vergleichen Sie Europa nicht mit der EUtopia !

    Denn die EUtopia wird es sehr bald nicht mehr geben. Gott sei Dank !



  • @vittori Queri
    Ja, ich verlange Anstand und stellen Sie sich vor, Griechenland wollte in die Eurozone!
    Sogar in den Euro wollten sie unbedingt und das Ergebnis haben wir heute!

    Welches Weltbild wäre Ihnen denn genehm???
    Ich bin froh, dass es Europa gibt auch mit allen Nachteilen!

    Das Einzige was ich nicht brauche ist den Euro! Zumindest nicht so wie er heute besteht!

  • @elly müller

    >> Aber ich erwarte Anstand und in der jetzigen Lage ist es sehr fragwürdig sein eigenes Süppchen zu kochen um dann gleichzeitig mit den EU-Partnern weitere Sanktionen zu beschließen. >>

    Sie erwarten in ihrer EUtopia-Verblendung keinen "Anstand", sondern bedingungslose Unterwürfigkeit der Griechen an die Brüsseler und Berliner Politoligarchen.

    Tsipras hat absolut RECHT : als Häuptling eines souveränen Staates soll er Erwartungen solcher Dilettanten vollends ignorieren !

  • Diese griechische Regierung verhällt sich wie eine Nutte, Hauptsache einer bezahlt. das hat nichts mehr mit Politik zu tun! Es geht der Regierung nur darum einem den schwarzen Peter zuzuschieben. Tja wie sagt man doch so schön: jedes Volk hat die Regierung die sie verdient...

  • Tsipras will angeblich keinen Kredit von Russland..... das ist ja wirklich schade, warum denn nicht?

    Mit der Verwurzelung mit Russland meint er sicher seine Kommunistische Partei und nicht das Land Griechenland!!!?

    Für mich als überzeugter Europäer kann er Freundschaften pflegen, warum denn nicht.
    Aber ich erwarte Anstand und in der jetzigen Lage ist es sehr fragwürdig sein eigenes Süppchen zu kochen um dann gleichzeitig mit den EU-Partnern weitere Sanktionen zu beschließen.

    Auch in Deutschland sind die Exporte nach Russland eingebrochen! Trotzdem hilft da jammern nichtnd schon gar nicht aus der Gemeinschaft ausscheren.

    Darauf wartet Putin doch nur, der lacht sich doch ins Fäustchen über die Gurgentruppe in Brüssel!

    Kann mal jemand beziffern wieviel Geld alleine durch die EU-Förderung in all den Jahren in das Land geflossen ist? Damit meine ich nicht all die jetzigen Kredite.

    Rosinenpicken geht nicht und wollen wir nicht!

  • "er auf Basis „tiefer historischer Wurzeln“ : Wie das? Oder meint seine kommunistischen Wurzeln.

  • >> Als Bittsteller will er dabei allerdings nicht auftreten. >>

    Warum soll den Zsipras als Bittsteller auftreten ? Wenn er auch Kredite will, so bezahlt er dafür Zinsen ( oder sind Kreditnehmer mittlerweile mit Bittstellern gleich zu setzen ? ).

    Ansonsten haben die Griechen mit den Russen nach wie vor "Gemeinsame" Geschäftsinteressen :

    Griechen könnten ihre Agrarerzeugnisse Richtung Russland ausweiten,

    Russen können über die Türkeipipeline mehr Gas nach Griechenland liefern-

    Eine absolute Win-Win-Situation.

    Und die Russen können den Griechen auf die Sprünge helfen, aus russischen Archiven die Schäden für Reparationskosten nachzuweisen.

  • Demonstrativ gedenkt Tsipras den durch WK 2 zu Tode gekommenen sowjetischen Bürgern.

    Natürlich sind viele Sowjetbürger durch deutsches Verschulden um´s Leben gekommen. Daraus zu folgern, dass Griechenland einen Anspruch auf Reparationsforderungen gegen Deutschland für Personen- und Sachschäden, die in Griechenland durch das Nazi-Regime begangen wurden, ist abwegig. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Bereits in den 1960er Jahren gab es einen Vertrag zwischen D und GR, wonach Griechenland nach Zahlung von über DM 110 Mio. keine weiteren Ansprüche mehr stellt. Im Normalfall lässt sich der eine Vertragspartner (in diesem Fall die Bundesrepublik Deutschland) ein Revers darüber ausstellen. Oder man formuliert es so "Deutschland verpflichtet sich, ohne Präjudiz, einmalig DM 110 Mio. an Griechenland zu zahlen; im Gegenzug verpflichtet sich Griechenland keine weiteren Ansprüche an Deutschland resultierend aus den im 2. Weltkriegs entstandenen Schäden zu stellen". PUNKT. Thema beendet !

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