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Diplomaten in Sorge Nato berät über russische Atomwaffen-Strategie

Stärkung der Atomstreitkräfte: Die Diplomaten bei der Nato sind über die russische Atomwaffen-Strategie besorgt. Am Donnerstag sollen die Verteidigungsminister der Allianz zusammenkommen und darüber beraten.
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Das Symbolbild zeigt ein russisches Nuklear-U-Boot: Diplomaten bei der Nato sind über die russische Atomwaffen-Strategie besorgt. Quelle: ap
Russisches U-Boot

Das Symbolbild zeigt ein russisches Nuklear-U-Boot: Diplomaten bei der Nato sind über die russische Atomwaffen-Strategie besorgt.

(Foto: ap)

Brüssel Inmitten der Ukraine-Krise wachsen in der Nato die Sorgen über den Umgang Russlands mit seinen Atomwaffen. Beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister soll am Donnerstag über eine Analyse zu dem Thema diskutiert werden, die von Experten des Militärbündnisses erstellt wurde.

Innerhalb der Allianz wächst Diplomaten zufolge die Sorge, dass das russische Militär die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen herabsetzen könnte. „Was uns am meisten an dieser Strategie beunruhigt, ist die Modernisierung der russischen Atomstreitkräfte, die verstärkten Manöver dieser Einheiten sowie die mögliche Kombination konventioneller Maßnahmen mit diesen Kräften“, sagte einer der Diplomaten. Eine solche Kombination schließe womöglich auch einen Einsatz von Atomwaffen in der sogenannten hybriden Kriegsführung ein.

Die Nato wirft Russland eine hybride Kriegsführung in der Ostukraine vor, wozu der Einsatz von Soldaten ohne Hoheitsabzeichen, die Verbreitung von Falschinformationen sowie Hackerangriffe im Internet gehören. Die Militärführung der Nato überprüft deshalb ihre Strategie gegenüber Russland.

Die russische Strategie soll Diplomaten zufolge am Donnerstag beim turnusmäßigen Treffen der Nuklearen Planungsgruppe erörtert werden, zu dem alle Nato-Staaten außer Frankreich gehören. Auch beim gemeinsamen Mittagessen der Verteidigungsminister soll das Thema angeschnitten werden. Diplomaten zufolge dürften die Ressortchefs die möglichen Folgen der neuen russischen Haltung zunächst weiter erörtern, bevor eine Änderung der Nato-Atomstrategie erwogen werden könnte.

Der russische Stabschef Waleri Gerassimow hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass sein Land in diesem Jahr 50 neue atomare Interkontinentalraketen beschaffe. Die Stärkung der Atomstreitkräfte und der konventionellen Truppenteile garantierten, dass die USA und die Nato keine militärische Übermacht gewännen.

Der US-Beratungsgruppe ACA zufolge besitzt Russland rund 4500 Atomsprengköpfe für verschiedene Waffengattungen. Die USA kamen 2013 demnach auf 4800 Sprengköpfe. Von den anderen Nato-Staaten besitzt Frankreich weniger als 300 Atomsprengköpfe und Großbritannien weniger als 160.

Die Verteidigungsminister wollen am Donnerstag in Brüssel zudem die Beschlüsse des Nato-Gipfels von Wales vorantreiben. Dazu gehört der Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe für Osteuropa, um schneller auf Bedrohungen reagieren zu können.

Das Verhältnis zwischen Nato und Russland ist wegen der Ukraine-Krise so angespannt wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Im vergangenen Jahr stiegen nach Nato-Angaben Jäger des Militärbündnisses rund 400-mal auf, um russische Flugzeuge abzufangen. Die Vorfälle ereigneten sich weitgehend im internationalen Luftraum.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Diplomaten in Sorge: Nato berät über russische Atomwaffen-Strategie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Diplomaten bei der Nato sind über die russische Atomwaffen-Strategie besorgt.

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    Bei der NATO von heute gibt es Enorme Unterschiede zu der NATO

    von vor 40 Jahren !

    Die Herren bei der heutige NATO...

    vergleiche ich nur mit " HOCHDEKORIERTE WEIHNACHTSBÄUME "....

    die am Ende der Weihnachtszeit man weg werfen kann.

    Bei der NATO ist es immer Weihnachten...seit 40 Jahren.

    NATO ist nicht mehr NATO...nur noch zum streiten unter einander vorhanden.



  • @ John Smidt :

    RUSSLAND hatte lange vorher angekündigt...

    für 600 MILLIARDEN EURO AUFRÜSTEN ZU WOLLEN

    ( wozu wo Russland sogar mit CHINA so gut auskommt )

    da fragte man sich schon damals als Europäer :

    " WILL PUTIN ETWA EUROPA ANGREIFEN ? "

    Und heute selbst trotz Rubel-Verfall ...

    kündigt PUTIN weiterhin an seine Aufrüstungsziele fest halten zu wollen.

    Sehen und Lesen Sie nur was in Ihre Politische Einstellung passt ???



  • @Smid: Ihnen ist schon klar, dass es Nuklearwaffen gibt, die nicht nur per Hand geworfen werden, sondern mit Flugzeugen und Raketen von überall nach überall hin verschickt werden können? Die müssen nicht in D stationiert sein. Finnland, Baltikum Türkei....
    das reicht völlig aus. Interessanter ist doch die Frage wie lange wir uns auf die Unterstützung durch die USA/NATO verlassen können und vor allem, ob die Art der Unterstützung unseren Vorstellungen entspricht. Ich halte nichts von der Adenauer bis Kohl Politik: "Lieber Tod als Rot." Dann doch lieber Russisch als erste Fremdsprache.

  • Vorschlag: Änderung des Artikelnamens

    „Neue Verteidigungsstrategie Russlands: Durch jahrelang zurückhaltender Position in Fragen der Modernisierung der russischen Streitkräften sieht man sich nun gezwungen auf die Annäherung der NATO-Kriegsmaschinerie an die russischen Staatsgrenzen zu reagieren.“

    Auch wenn die Russen deren Verteidigungsetat auf 60 Mrd. $ (jetzt wahrscheinlich, durch den Rubelverfall, noch geringer) erhöht haben, ist dieser der NATO-Ländern, weit über 1.000 Mrd.$, deutlich unterlegen. Es wird wieder Hysterie betrieben, um die Bevölkerung einzuschüchtern und mehr Gelder für die Waffenlobby herauszuholen.

    Vielmehr sollten wir darüber besorgt sein, wann die US-Amerikanische Atombomben vom deutschem Staatsgebiet abgezogen werden. Denn DAS macht uns zum möglichen Ziel!

  • Das einzige was die USA vor dem Einrücken in fremde Länder hindert ist das Drohen mit Atomwaffen.
    Was also sonst bleibt Russland weiter übrig als die Nato darauf hinzuweisen, dass Russland atomare Macht ist.

    Dabei sollten wir aber auch beachten, dass die die am lautesten schreien diejenigen sind die bisher als einzige Nation Atomwaffen tatsächlich eingesetzt haben.

  • Also wenn die ATO meint, dass eine neue Nuklearstrategie nötig ist - dann lasst Deutschland 1000 Nukes mit entsprechenden Trägersysteme entwickeln. Da wir eh nicht in der Lage sind eisatzfähiges Kriegsmaterial zu entwickeln, bauen und einsatzfähig zu halten, braucht sich niemand gefährdet zu sehen und rein rechnerisch bleibt alles beim PATT,

  • Was haben wir aus den Konflikten der letzten Jahre gelernt?

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