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Diplomatenkreise Stemmt sich Deutschland gegen Hilfen für Spanien?

Diplomaten heizen die Gerüchteküche an: Spanien wolle nun doch ein volles Hilfsprogramm bei der EU beantragen - und Deutschland sei dagegen. Davon weiß eine spanische Regierungssprecherin allerdings nichts.
01.10.2012 Update: 01.10.2012 - 23:55 Uhr 25 Kommentare
Diplomaten zufolge ist Deutschland skeptisch gegenüber einem zweiten Hilfsprogramm für Spanien. Quelle: dpa

Diplomaten zufolge ist Deutschland skeptisch gegenüber einem zweiten Hilfsprogramm für Spanien.

(Foto: dpa)

Madrid Nach langem Zaudern will Spanien nach Angaben ranghoher EU-Diplomaten nun doch komplett unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen - allerdings tritt jetzt Deutschland auf die Bremse.

"Die Spanier haben zunächst etwas gezögert, aber nun sind sie bereit, Hilfe zu beantragen", sagte eine hochrangige europäische Quelle der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Drei andere Spitzen-Diplomaten aus der Euro-Zone bestätigten den Sinneswandel.

Demonstration in Madrid

Spanien könnte demnach bereits am Wochenende den Antrag auf ein volles Hilfsprogramm zur Haushaltssanierung stellen - und damit noch vor dem regulären Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Luxemburg.

Zur Stützung des kriselnden Banksektors hat das hoch verschuldete Land bereits Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt bekommen. Die damit verbundenen Reformauflagen beziehen sich aber nur auf die Bankenbranche. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte zuletzt die spanischen Reformbemühungen gewürdigt und erklärt, das Land brauche kein zweites Hilfsprogramm.

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    Hinter vorgehaltener Hand sagten nun mehrere europäische Diplomaten und auch eine ranghohe deutsche Quelle, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der zunehmenden Skepsis in den eigenen Reihen dem Bundestag immer weitere Einzelentscheidungen über Euro-Hilfsanträge ersparen wolle.

    "Es macht keinen Sinn, anstehende Entscheidungen über Griechenland, Zypern und wahrscheinlich auch Spanien jeweils einzeln in den Bundestag zu schicken", hieß es in den Kreisen. "Es macht vielmehr Sinn, sie zu bündeln - wegen ihres Inhalts und auch aus politischen Gründen."

    Auf die Frage, ob Deutschland Spanien geraten habe, mit dem Hilfsantrag zu warten, sagte ein Regierungssprecher in Berlin, jedes Land entscheide eigenständig. Deutschland dränge weder in die eine noch in die andere Richtung.

    Eine Sprecherin des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy erklärte dazu, sie wisse nichts von einem deutschen Veto gegen einen Hilfsantrag. Die EZB hatte angekündigt, unbegrenzt Staatsanleihen eines strauchelnden Euro-Landes zu kaufen, sollte dieses komplett unter den Rettungsschirm schlüpfen und sich den damit verbundenen Auflagen beugen.

    • rtr
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    25 Kommentare zu "Diplomatenkreise: Stemmt sich Deutschland gegen Hilfen für Spanien?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Spanien dementiert gerade über Reuters,na da wollten einige aus der Gerüchteküche wohl wieder Stimmung machen.

    • Ihre Behauptungen stützen sich lediglich auf Gerüchte.

    • Hauptsache, sie erinnern sich rechtzeitig vor der BT-Wahl! www.wahlalternative2013.de

    • @Brasil
      Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht - leider.

      @harlemjump
      @alle

      Bitte sehen Sie doch mal in den Spiegel. Und wen sehen Sie da? Einen, der sich nicht traut. Sicher haben Sie Ihre Gründe, so wie ich auch. Und so wie alle die anderen Leser, die sich hier äußern und sich längst eine komplett andere Politik wünschen. Der eine hat Angst vor Öffentlichkeit, der andere vor seinem Chef oder vor sich selbst oder oder oder. Allen ist gemeinsam, dass sie NICHTS tun. Denn sonst hätten wir in Deutschland längst eine andere Lage, ganz besonders vor der wichtgen BT-Wahl.
      Bitte tun Sie sich das nicht länger an. Schauen Sie sich mal die Webseite der Wahlalternative 2013 an und wenn es Ihnen gefällt, was da zu lesen ist, dann ZEICHNEN Sie wenigstens mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse und zeigen Sie auf diese Weise unseren Politikern, wo der Hammer hängt. Nämlich bei uns, dem Volk.
      Um das zu tun, müssen Sie nicht links sein oder rechts, sondern nur sauer auf das Ergebnis der unfähigen EU-Politik. DAS sollte uns doch alle einen!

    • @Slingshot
      Aaalso - diese nicht genannte Partei, die verboten werden soll,DIE würde ich auch nicht wählen... Sowas hatten wir schon mal und es ist nicht gut ausgegangen. Wir zahlen heute noch dafür.
      ABER: Es GIBT inzwischen eine wirkliche Alternative, die die angeblich alternativlose Euro-Politik beenden könnte. Denn hinter den Freien Wählern, die man schon aus Bayern kennt, steht jetzt der Zusammenschluss wichtiger Fachleute und Ökonomen, der Wahlalternative 2013. Diese haben sich kürzlich zusammengetan, ein starkes Bündnis starker Leute. Keine Taxifahrer, Grundschullehrer oder Dachdecker, sondern endlich mal Leute vom Fach.
      Sie meckern auch nicht etwa nur, sondern bieten eine gute Handlungsalternative an.
      Wir dürfen also endlich wieder HOFFEN!
      Damit es klappen kann, müsst IHR aber auch Euer Interesse bekunden und mitzeichnen!!
      Wahlalternative2013.de anschauen!

    • Die Rettungseuropäer mit unserer Regentin an der Spitze können nicht mehr verhindern, dass immer schneller immer Geld gebraucht und verbrannt wird. Also versuchen sie jetzt, das Thema in den Hinterzimmern zu halten. Eine Art neoabsolutistische Kabinettspolitik statt Demokratie, unterstützt von den Großkonzernen. Das ganze natürlich alternativlos, jede Abweichung wird verteufelt ("Deine Fresse kann ich nicht mehr sehen").

    • Richtig, alles reine Spekulation, und nervt einfach.
      Es gibt den ESM nun mal, und wer sich keine Gedanken über seine Staatsfinanzierung macht, welche diese Möglichkeit im Auge hat, ist ebenso weltfremd wie diese fachidiotischen Experten und teueren Ratingagenturen.
      Genauso macht das jeder Bürger, der seinen Haushalt und sein Haus finanzieren muß auch. Man nimmt keinen Kredit vom erstbesten, sondern sondiert und erkundet die Bedingungen und Möglichkeiten. Spielt verschiedene Szenarien durch und gut welches der Realität am nächsten kommt.

    • Die Wähler werden sich trotzdem daran erinnern, wer Ihnen den Schlamassel mit immer mehr Haftungsübernahmen für die insolvente Banken und Staaten eingebrockt hat, wenn die Preise galoppieren und zum Leben immer weniger bleibt...

    • "Hinter vorgehaltener Hand sagten nun mehrere europäische Diplomaten und auch eine ranghohe deutsche Quelle, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der zunehmenden Skepsis in den eigenen Reihen dem Bundestag immer weitere Einzelentscheidungen über Euro-Hilfsanträge ersparen wolle."

      Och Kanzlerdarstellerin, was bist du nur für eine gute "Arbeitgeberin", willst deinen "Mitarbeitern" Arbeit ersparen.

      Aber diese "gebündelte Abstimmung" kann auch massiv nach hinten losgehen. Da sich unter den Bundestagsabgeordneten inzwischen Zweifel einstellen, ob diese Summen noch gestemmt werden können, ist die Salamitaktik vermutlich die bessere.

    • Ja, schön bündeln die zusätzlichen Steuermilliarden von Deutschlands Bürgern und dann in der Volkskammer der DDR 2.0 einfach abnicken, am besten an einem freitagnachmittag wenn nur noch 5 % der ''sogenannten'' Volksvertreter anwesend sind.
      Armes deutchen Bürger, die Melkuh der EUDSSR

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