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Diplomatie Grenell dementiert Berichte über baldiges Ende seiner Amtszeit als Botschafter

Richard Grenell werde den Posten des US-Gesandten voraussichtlich an seine Stellvertreterin abgeben, hieß es. Doch nun weist seine Sprecherin die Berichte zurück.
24.05.2020 Update: 24.05.2020 - 15:54 Uhr 2 Kommentare
Die Zukunft des umstrittenen Diplomaten ist noch offen. Quelle: dpa
Richard Grenell

Die Zukunft des umstrittenen Diplomaten ist noch offen.

(Foto: dpa)

Berlin Geht er oder geht er nicht? Seit Monaten wird in Berlin über die Zukunft Richard Grenells spekuliert. Am Wochenende schien endlich Klarheit zu herrschen: Der 53-Jährige werde nach seiner Ablösung als Geheimdienstkoordinator der US-Regierung auch seinen Posten als Botschafter in Berlin räumen, meldete die Deutsche Presse-Agentur.

Bereits innerhalb der nächsten Wochen werde der umstrittene Botschafter sein Amt abgeben. Auch seine vorläufige Nachfolgerin stünde bereits fest: Die Amtsgeschäfte werde wohl vorübergehend Robin Quinville übernehmen, seit Juli 2018 Stellvertreterin Grenells.

Doch am Sonntag erfolgte die Kehrtwende: „Die Berichterstattung kann ich aktuell nicht bestätigen“, sagte Grenells Sprecherin. Der Botschafter habe sich weiterhin aktiv an den Prioritäten der Verwaltung für Deutschland beteiligt, während er als Geheimdienstkoordinator tätig war, so die Sprecherin.

Grenell war im Februar überraschend von US-Präsident Donald Trump nach Washington berufen worden, um dort kommissarisch den Posten des Geheimdienstkoordinators zu übernehmen. Nun ist aber ein neuer, permanenter Koordinator gefunden: Am Dienstag soll der Kongressabgeordnete John Ratcliffe vom Senat vereidigt werden.

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    Bereits bei der Beorderung nach Washington im Februar hatte es Meldungen gegeben, wonach Grenell seinen Rückzug als Berliner Botschafter plane. Der 53-Jährige ist seit 2018 in Deutschland stationiert und eckte an wie keiner seiner Vorgänger.

    Die Berichterstattung kann ich aktuell nicht bestätigen. Sprecherin von US-Botschafter Richard Grenell

    Immer wieder kritisierte er die deutsche Politik, etwa die aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben, den Bau der „Nordstream 2“-Ölpipeline oder die Frage, ob der chinesische Konzern Huawei am Aufbau des 5G-Netzwerks beteiligt werden sollte.

    Seine Kritik versendete er meist via Twitter, womit Grenell mit dem ungeschriebenen Gesetz brach, diplomatischen Streit hinter verschlossenen Türen zu führen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki forderte sogar Grenells Ausweisung. Grenell führe sich auf „wie ein Hochkommissar einer Besatzungsmacht“.

    Mehr: Nach dem Prognosedebakel von 2016 verfallen die USA nun ins andere Extrem und halten Donald Trump für unbesiegbar. Das ist auch falsch, meint Handelsblatt-Korrespondent Christian Rickens.

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    2 Kommentare zu "Diplomatie: Grenell dementiert Berichte über baldiges Ende seiner Amtszeit als Botschafter"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich finde diese unsaegliche Personalie sollte man totschweigen. Das wuerde zwar die
      Probleme zwischen den USA und D nicht loesen, aber es wuerde sie wenigstens nicht
      verschaerfen.

    • Ich finde diese unsaegliche Personalie sollte man totschweigen. Das wuerde zwar die
      Probleme zwischen den USA und D nicht loesen, aber es wuerde sie wenigstens nicht
      verschaerfen.

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