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Diplomatie US-Waffenlieferung nach Taiwan empört China

Das Weiße Haus hat einer umfangreichen Waffenlieferung nach Taiwan zugestimmt. Das empört die Chinesen, die das demokratische Land als abtrünnige Provinz betrachten. Die bilateralen Beziehungen geraten unter Druck.
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Die Fahnen der USA und Chinas. Quelle: dpa

Die Fahnen der USA und Chinas.

(Foto: dpa)

PekingChina hat gegen die geplanten amerikanischen Waffenlieferungen nach Taiwan protestiert. Der US-Botschafter Gary Locke wurde noch am Mittwochabend ins Außenministerium einbestellt, bestätigten US-Diplomaten am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Chinas Vizeaußenminister Zhang Zhijun überreichte ihm den Protest und forderte ein Ende der US-Rüstungsgeschäfte mit Taiwan.

„Das Fehlverhalten der US-Seite wird unausweichlich sowohl die bilateralen Beziehungen als auch den Austausch und die Zusammenarbeit im Militär- und Sicherheitsbereich untergraben“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Xinhua. Das Verteidigungsministerium in Taipeh begrüßte hingegen die Waffenlieferung. Die Modernisierung seiner Kampfjetflotte werde die Fähigkeiten zur Verteidigung verbessern.

Das Weiße Haus hatte am Vortag dem Kongress das Rüstungsgeschäft mit einem Gesamtvolumen von 5,85 Milliarden Dollar (4,25 Milliarden Euro) zur Freigabe zugeleitet. Aus Rücksicht auf die kommunistische Führung in Peking geht der Entwurf allerdings nicht auf den seit fünf Jahren geäußerten Wunsch Taiwans nach 66 neuen F-16-Bombern ein.

US-Waffenlieferungen sind ein rotes Tuch für China, das den demokratischen Nachbarn als abtrünnige Provinz betrachtet.

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  • dpa
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