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Dokumente Facebook gab Firmen wie Netflix Zugang zu Nutzerdaten

Einige Unternehmen hat Facebook bevorzugt mit Nutzerdaten versorgt – offenbar gegen Geld. Das legen Dokumente nah, die nun in Großbritannien aufgetaucht sind.
Update: 06.12.2018 - 07:46 Uhr Kommentieren
Facebook bevorzugte Airbnb und Netflix beim Datenzugriff Quelle: AP
Mark Zuckerberg

Der Skandal um Cambridge Analytica hat das Image von Facebook angekratzt.

(Foto: AP)

London Facebook hat internen Dokumenten zufolge einigen Unternehmen wie Netflix 2015 speziellen Zugang zu bestimmten Daten seiner Nutzer gewährt. Neben dem Streaming-Dienst seien unter anderem auch die Wohnungsplattform Airbnb von Facebook bevorzugt mit Daten versorgt worden, heißt es in den am Mittwoch von dem britischen Abgeordneten Damian Collins veröffentlichten Unterlagen.

Der Social-Media-Experte hat die Dokumente von dem App-Entwickler Six4Three bekommen, der einen Gerichtsstreit mit Facebook ausficht. Collins deutete an, dass das soziale Netzwerk Konkurrenten wie Twitter den Zugriff auf Daten aus dem Freundeskreis von Facebook-Nutzern verwehrte.

Facebook erklärte, die veröffentlichten Informationen seien aus dem Kontext gerissen und stünden im Lichte des Gerichtsverfahrens. Zudem sei der Zugang zu Daten von Nutzer-Freunden 2015 grundsätzlich unterbunden worden.

Die Dokumente sind in dem laufenden US-Verfahren unter Verschluss. Der Digitalausschuss des britischen Parlaments bekam aber zumindest einen Teil davon in die Hände. Der Ausschussvorsitzende Damian Collins erklärte am Mittwoch, man habe keine zufriedenstellenden Antworten von Facebook erhalten und veröffentliche die Papiere deshalb jetzt. Collins versucht schon seit Monaten vergeblich, Zuckerberg für eine Anhörung nach London zu bekommen.

Facebook ist immer wieder wegen des Umgangs mit Daten in die Kritik geraten. Besonders hohe Wellen schlug der Skandal um die Beratungsfirma Cambridge Analytica. Die Berater, die während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 für Donald Trump tätig waren, hatten die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern erhalten.

  • dpa
  • rtr
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