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Dominic Raab Brexit-Minister realisiert, dass Großbritannien eine Insel ist

Millionen Lkws nutzen jährlich die Verbindung zwischen Dover und Calais. Brexit-Minister Dominic Raab gibt sich überrascht, wie wichtig die Route ist.
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Brexit-Minister war Bedeutung von Dover-Calais-Route nicht bewusst Quelle: Reuters
Dominic Raab

Der konservative Brexit-Minister möchte einen reibungslosen Güterverkehr am britisch-französischen Grenzübergang sicherstellen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer britische Brexit-Minister, Dominic Raab, hat sein ganzes Leben in Großbritannien verbracht. Doch ein Aspekt seiner Heimat ist dem Politiker, der seit Juli dieses Jahres über die Austrittsbedingungen Großbritanniens aus der EU verhandelt, offenbar jetzt erst so richtig bewusst geworden: dass das Vereinigte Königreich – geografisch gesehen – eine Insel ist.

Auf einem Technik-Forum am Mittwoch sagte Raab, dass er mittlerweile wisse, wie wichtig die Verbindung zwischen der französischen Stadt Calais und der britischen Stadt Dover sei. „Mir war nicht bewusst, wie wichtig das ist“, sagte Raab auf dem Treffen. „Aber wenn wir auf Großbritannien schauen und berücksichtigen, wie wir Handel treiben, dann sind wir auf die Verbindung Dover-Calais besonders angewiesen.“ Zuerst hatte das Magazin Politico darüber berichtet.

Auswahl im Laden hängt von wenigen Handelsrouten ab

Dass der Handel an der Grenze weiterhin reibungslos ablaufe, sei auch der Grund, weshalb Großbritannien weiterhin eine „klar definierte und enge“ Beziehung zur EU pflegen wolle. Zwar würden im gegenteiligen Fall Großbritannien keine enge Güterengpässe drohen, sagte Raab. „Doch dem Durchschnittskunden dürfte nicht bewusst sein, wie sehr die Auswahl der Produkte im Laden von einem oder zwei ganz bestimmten Handelswegen abhängt.“

Die beiden Häfen, Dover und Calais, sind die wichtigsten Knotenpunkte für den Handel zwischen Großbritannien und der restlichen EU – die Route ist das Nadelöhr der britischen Güterversorgung. Rund 4,6 Millionen Lkws passieren jährlich die beiden Häfen. Die Fahrzeuge reihen sich vor den Terminals teilweise kilometerlang hintereinander.

Dass der Güterverkehr funktioniere, liegt daran, dass die Zollabfertigung für Fahrzeuge aus der EU relativ schnell abgewickelt werden kann, weil zum Beispiel die Ware der Trucks nicht im Detail inspiziert werden muss. Für Fahrzeuge außerhalb der EU dauert das Prozedere erheblich länger.

Und das ist auch das Problem, welches Transportverbänden in Großbritannien und Europa Kopfzerbrechen bereitet. „Unsere Mitglieder erwarten, dass die britische Regierung eine Vereinbarung zum Handel und Zoll zustande bringt, das sollte Priorität haben“, sagte etwa der Chef des Verbandes britischer Spediteure, Robert Keen Ende Oktober. Derzeit hoffen die Unterhändler von EU und Großbritannien, bis Mitte November konkrete Vereinbarungen über die Modalitäten des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union zu erzielen.

Derweil muss sich der Brexit-Minister Raab für seine flapsige Äußerung in den sozialen Netzwerken viel Spott gefallen lassen. Nutzer veröffentlichen Karten, Memes, und sogar Buchtipps, um den Minister über die geografische Insellage Großbritanniens aufzuklären.

Der Minister selbst hält sich bedeckt. Er postete lediglich ein Foto des Technik-Events, auf dem er sprach und bedankte sich bei den Teilnehmern. Er sei zuversichtlich, dass die Regierung mit ihrer Dynamik ein „globales, technologieaffines Post-Brexit-Großbritannien“ aufbauen könne.

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  • Lösung: Wasser ablassen, dann wird die Themse wieder als Nebenfluss des Rheins nutzbar.

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