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Donald Trump als Sieger der Vorwahlen Gewissensfrage für die Republikaner

Der Immobilienmogul hat die parteiinternen Widersacher im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur weggebissen. Nun können nur noch Konservative und Demokraten gemeinsam Donald Trump stoppen. Eine Analyse.
06.05.2016 - 17:18 Uhr
Mit diesen Firmen scheiterte Donald Trump
Casinos
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Neben zahlreichen Gebäudekomplexen besaß Trump einst auch Casinos. Unter dem Label „Trump Entertainment Resorts“ liefen drei Spielhäuser auf seinen Namen: Trump Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina. 2014 meldete Trump Entertainments allerdings zum wiederholten Male Insolvenz an. Seiner Meinung nach ein gekonnter Schachzug: „Wir nutzen die Gesetze. Wir eröffnen ein Verfahren, wir verhandeln mit den Banken, wir machen einen fantastischen Deal“, sagte er 2011 in der ABC-Talkshow „This Week“. Die Investmentfirma des bekannten Großinvestors Carl Icahn kaufte „Trump Entertainment“ im vergangenen Monat mitten im Wahlkampf und im laufendem Insolvenzplan auf. Er habe mit Casinos nichts zu tun, da stünde nur sein Name drauf, sagt der Milliardär Trump heute.

(Foto: Pr)
Hypotheken
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Auf die Idee von „Trump Mortgage“, zu deutsch Trump-Hypothek, kam der Geschäftsmann im Jahr 2006 – genau ein Jahr, bevor die Immobilienblase in den USA platzte. Damals sagte er gegenüber dem Fernsehsender CNBC: „Ich denke, es ist eine großartige Zeit ein Hypotheken-Unternehmen aufzuziehen. Der Immobilienmarkt wird noch für eine lange Zeit sehr stark sein.“ Das scheint Trump allerdings vergessen zu haben. Er behauptete im Vorwahlkampf, er habe die Krise kommen sehen.

(Foto: Reuters)
Fluggesellschaft
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1989 kaufte Trump seine eigene Airline. Er baute die Fluggesellschaft zu einer Luxusvariante um und nannte sie „Trump Shuttle“. Die sollte Geschäftsleute zwischen New York, Boston und Washington hin- und herfliegen. Das Innere der Boeing 727 wurde nobel mit Ahorn-Täfelung und verchromten Sitzgurt-Schnallen ausgestattet, in den Toiletten wurden goldene Armaturen angebracht. Aber die Passagiere wollten lieber bessere Verbindungen. Als dann in Folge des Einmarsches irakischer Truppen in Kuwait der Ölpreis in die Höhe schnellte und der Nordosten der USA selber in eine Rezession schlitterte, war es vorbei. Trump Shuttle war überschuldet. Das Unternehmen wurde verkauft. Am Ende ging Trumps Flotte in US Airways auf.

(Foto: AP)
Brettspiel ums Geld
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1989 benannte Trump ein Brettspiel nach sich. Natürlich ging es im Stil von Monopoly darum, wer am Ende das meiste Geld hat. Kurz nach seiner Veröffentlichung wurde die Produktion des Spiels eingestellt. 2005 versuchte er es mit einer Neuauflage in Zusammenarbeit mit Parker Brothers. Aber auch diese Version war ein Flop.

(Foto: AP)
Reiseportal
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Wenn man heute GoTrump.com eingibt, wird man automatisch auf die offizielle Wahlkampfseite von Donald Trump weitergeleitet. Wo jetzt zu Spenden aufgerufen wird, befand sich vor zehn Jahren noch eine Reisesuchmaschine. Nach nur einem Jahr war die Seite offline.

(Foto: Screenshot gotrump.com)
Zeitschrift
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Hier ist Trump bei einem Cover-Shooting für das „Time“-Magazin zu sehen, es gab allerdings auch Zeiten, als Trump sein ganz eigenes Magazin herausbrachte. Das beschrieb er bei der Veröffentlichung 2007 folgendermaßen: „Trump Magazine wird die Leidenschaften seiner wohlhabenden Leserschaft reflektieren.“ Nur anderthalb Jahre später wurde das Magazin für „VIPs und sehr einflussreiche Menschen“ eingestellt.

(Foto: Reuters)
Edel-Steaks
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Ein Steak mit dem Namen Trump gebrandmarkt: Eigens für den Verkauf über die Händlermarke „Sharper Image“ konnte man ab 2007 ganze 16 Steaks für bis zu 999 Dollar erwerben. Mittlerweile werden die Steaks nicht mehr frei für jedermann verkauft, dafür aber in jedem Gebäude serviert, das zum Trump-Imperium gehört. Für den Milliardär sind es „die besten Steaks der Welt.“

(Foto: AP)

Washington Trump-Steaks gibt es bereits, ebenso Trump-Wein und Trump-Wasser. Von jetzt an gibt es auch die Trump-Partei. Sie dürfte enden, wo Airlines und diverse Kasinos des Milliardärs schon sind: in der Pleite. Trump ist dem Amt, nach dem er greift, nicht gewachsen. Er wird scheitern. Die Frage ist nur, wann? Als Kandidat oder erst als Präsident? Zunächst haben die Wähler gesprochen. Die republikanische Basis wollte Donald Trump als Anführer, nun bekommt sie ihn. Der grobschlächtige Geschäftsmann hat seine Rivalen niedergewalzt, nach seinem Triumph bei der Vorwahl in Indiana kapitulierten die letzten Mitglieder der konservativen Résistance: der reaktionäre Ted Cruz und der moderate John Kasich. Trumps Nominierung, lange als undenkbar gehandelt, ist damit nur noch eine Formsache.

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