Donald Tusk warnt Ausscheiden Athens hätte dramatische Folgen

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die 28 europäischen Mitgliedstaaten eindringlich davor gewarnt, Griechenland fallen zu lassen. Ein versehentliches Ausscheiden des Krisenstaats aus der Euro-Zone sei „idiotisch“.
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Warnende Worte: Donald Tusk zeigte die Folgen eines Griechenland-Austritts aus dem Euro auf. Quelle: dpa
Donald Tusk

Warnende Worte: Donald Tusk zeigte die Folgen eines Griechenland-Austritts aus dem Euro auf.

(Foto: dpa)

Berlin„Wir haben ein solches idiotisches Szenario zu verhindern“, sagte Tusk in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ und fünf anderen europäischen Blättern. In der europäischen Geschichte habe es bereits zu viele Dinge gegeben, die versehentlich passiert seien, sagte der frühere polnische Ministerpräsident, der das Amt in Brüssel am 1. Dezember 2014 übernommen hatte. Auch der Erste Weltkrieg sei „das Resultat von Missverständnissen, Unfällen und dummen Telefonaten“ gewesen.

Der Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sei nicht nur eine Frage des Geldes, sondern in geopolitischen Zusammenhängen zu sehen, sagte Tusk. Angesichts der Krise in Libyen, der fragilen Lage auf dem Balkan, in Moldawien, Transnistrien und auf Zypern, sei ein „so dramatischer Akt wie das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone“ eine Katastrophe. „Die Konsequenzen wären nicht nur finanzielle. Ein Ausscheiden Griechenlands wäre das dramatischste Kapitel in der gesamten Geschichte der Europäischen Union. Wir müssen Griechenland helfen, das ist unstrittig.“ Er forderte alle Akteure auf, einander in Würde und Achtung zu begegnen.

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6 Kommentare zu "Donald Tusk warnt: Ausscheiden Athens hätte dramatische Folgen "

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  • was heißt hier versehentlich? Bewusst und mit Absicht sollen die rausgeschmissen werden. Auch aus der EU. Gründe: Ständiger Betrug, Täuschung, Nötigung, Bedrohung und Erpressung und unsolidarisches Verhalten. Leider - und das wird zu häufig übersehen ist ein Ausscheiden in den Verträgen nicht vorgesehen. Und deshalb bin ich mir sicher wird Griechenland einfach in der €Zone zahlungsunfähig werden. Alles was die Griechen dann noch brauchen ist ne Münzpresse und Gelddruckmaschinen - und schon ist man wieder liquide.

  • Was will der Pole Tusk denn, sein Polen ist nicht Mitglied der Eurozone. Also eintreten und mitzahlen oder einfach nur still sein.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Um hier korrekt zu bleiben. Der Beitritt von Griechenland zur Währungsunion war niemals eine Frage des Geldes sondern ausschließlich Ausdruck ‚politischen Willens‘. Auch stellt sich nicht die Frage des Verbleibes von Griechenland in der EU. Es stellt sich höchstens die Frage ob eine eilig zusammengeschusterte Währungsunion unter aktuellen Rahmenbedingungen sinnvoll und auf Dauer tragbar ist. Politisch lassen sich zumindest kurzfristig Logische Zusammenhänge außer Kraft setzen, auf längere Zeit betrachtet integrieren sich die Verwerfungen derart, dass sie unlösbar werden. Man ist seit bestehen der EU bzgl. finanz-,wirtschafts-,sozial-,arbeits,renten…und..und.. politik keinen Schritt weitergekommen. Man kann sich nicht einmal über einen einheitlichen Sitz für das EU-Parlament einigen aber die Geldbörsen wirft man zusammen. Einfach handwerklich miserable Politik die nur dadurch möglich ist, da noch ausreichend wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung stehen , die diese Schieflagen kompensieren.

  • Der Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sei nicht nur eine Frage des Geldes, sondern in geopolitischen Zusammenhängen zu sehen, sagte Tusk.

  • Vielleicht hat es aber auch keine dramatischen Auswirkungen! Eventuell ist es einfach sinnvoller einen Schnitt zu ziehen anstatt ewig einen unverlässlichen "Partner" zu finanzieren.
    Aber wenn es für Polen so idiotisch ist, dann wäre es doch nur konsequent, wenn Polen und die anderen "Halten-Befürworter" wesentlich mehr Geld an Athen überweisen und Absichern!

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