Donezk Separatisten nehmen Rot-Kreuz-Mitarbeiter gefangen

In der ostukrainischen Stadt Donezk sollen Separatisten mehrere Rot-Kreuz-Mitarbeiter festgenommen haben. Im Süden des Landes hat sich die Lage nach den tödlichen Gefechten in der südostukrainischen Stadt Mariupol zunächst beruhigt.
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Pro-russische Demonstranten in Donezk Quelle: dpa

Pro-russische Demonstranten in Donezk

(Foto: dpa)

Donezk/ MariupolDie prorussischen Separatisten in der ostukrainischen Stadt Donezk haben nach eigenen Angaben mehrere Mitarbeiter des Roten Kreuzes gefangengenommen. Sie seien am Freitagabend unter Spionageverdacht festgenommen worden, die Vorwürfe würden derzeit geprüft, sagte ein Sprecher der selbsternannten "Volksrepublik Donezk", Kiril Rudenko, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden sieben Mitarbeiter festgenommen, darunter ein Franzose.

Die Nachrichtenseite "Nowosti Donbassa" berichtete, am Freitagabend seien Unbekannte in den Sitz des Roten Kreuzes im Stadtzentrum eingedrungen und hätten drei Freiwillige aus Kiew, drei Einwohner der Stadt und einen Franzosen fortgebracht. Sie würden derzeit in dem von den prorussischen Milizen besetzten Gebäude der Regionalverwaltung festgehalten. In Donezk und anderen Städte im Osten der Ukraine halten prorussische Separatisten seit Wochen Polizeiwachen und Verwaltungsgebäude besetzt.

Unterdessen hat sich die Lage in der südostukrainischen Großstadt Mariupol nach tödlichen Gefechten zunächst beruhigt. Die Nationalgarde habe sich aus dem Zentrum der Hafenstadt nahe der russischen Grenze zurückgezogen, teilte die Truppe am Samstag mit. Es werde alles getan, um die Lage zu stabilisieren.

Am Vortag hatten sich Regierungseinheiten und prorussische Kräfte Schießereien um eine Polizeiwache geliefert, die ausbrannte. Bei den Unruhen wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 7 Menschen getötet und fast 50 verletzt. Innenminister Arsen Awakow sprach von 20 getöteten „Terroristen“. Ein Soldat sei ums Leben gekommen.

  • afp
  • dpa
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