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Drogen an der Macht Gewalt und Kriminalität beherrschen Lateinamerika

Der Drogenkrieg in Lateinamerika fordert nicht nur unzählige Menschenleben. Gewalt und Kriminalität hinterlassen auch deutliche Spuren in der Wirtschaft. Eine Studie der Weltbank bestätigt das.
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Eine kolumbianische Anti-Drogen-Einheit sprengt ein Kokain-Labor in die Luft. Quelle: Reuters

Eine kolumbianische Anti-Drogen-Einheit sprengt ein Kokain-Labor in die Luft.

(Foto: Reuters)

Cartagena de IndiasViele Länder Lateinamerikas zahlen im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität einen hohen Blutzoll. In Mexiko fielen dem Drogenkrieg seit 2006 mehr als 50.000 Menschen zum Opfer. In einigen Landstrichen haben die Drogenkartelle faktisch die Macht übernommen. Hauptproduktionsländer sind nach wie vor Bolivien, Peru und Kolumbien, wobei Kolumbien deutliche Rückgänge verzeichnet.

Auf die drei Andenländer entfallen praktisch 100 Prozent der Kokablattproduktion, dem Rohmaterial für die Herstellung von Kokain, wie aus dem Weltdrogenbericht der UN 2011 hervorgeht.

Rund 90 Prozent aller Drogenlieferungen in die USA passieren die Länder Mittelamerikas. Auf Süd- und Mittelamerika und die Karibik entfallen rund drei Viertel des Gesamtvolumens des weltweit beschlagnahmten Kokains. Die Drogenkriminalität gilt neben dem leichten Zugang zu Schusswaffen als Hauptursache für die Gewalt und die hohen Mordraten. Süd- und Mittelamerika weisen deutlich höhere Mordraten auf als andere Subregionen, wie die UN-Drogen- und Kriminalitätsbehörde (UNODC) in ihrem globalen Bericht 2011 feststellt. Honduras gilt demnach mit 82 Morden auf 100.000 Einwohner als das gefährlichste Land der Welt, gefolgt von El Salvador mit 62 Morden.

Die ökonomischen und gesellschaftlichen Kosten für Gewalt und Kriminalität sind enorm. Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) schätzt, dass Lateinamerika dadurch fünf Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) einbüßt, wobei es in einigen Ländern der Region sogar bis zu 15 Prozent sein könnten. Die Weltbank geht in einer Studie davon aus, dass eine Reduzierung der Mordrate um zehn Prozent in den Ländern mit der größten Gewalt in Mittelamerika das BIP um ein Prozent steigern könnte.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Drogen an der Macht: Gewalt und Kriminalität beherrschen Lateinamerika"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich denke, ob Drogenabhängige oder Kriminelle, der Ansatz ihnen zu helfen ist der selbe: Sie ihre Selbstachtung wiederfinden zu lassen!

    Ein weiterer Faktor ist Ausbildung. Menschen, die wirklich VERSTEHEN neigen meines erachtend nach weniger zur Kriminalität und zum Drogenkonsum. Viele dieser Menschen sehen in ihrem Handeln eine Lösung auf Fragen, auf die sie sonst keine Antwort kennen.

    (...)

    Die wenigsten Menschen haben wirkliche Fakten, die meisten wissen erschreckend wenig über Drogen. Holt Euch die Fakten über Drogen und verbreitet sie weiter!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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