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Gipfel im Weißen Haus

Die deutschen Automanager wurden von US-Präsident Donald Trump empfangen.

(Foto: dpa)

Drohende Strafzölle Trump empfängt deutsche Autobosse überraschend im Weißen Haus

Die Topmanager der deutschen Autohersteller wollen die US-Regierung im Handelsstreit beschwichtigen. Donald Trump trifft sie im Weißen Haus.
04.12.2018 Update: 04.12.2018 - 19:41 Uhr 2 Kommentare

Washington Donald Trump hat die Automanager von Daimler, VW und BMW im Weißen Haus getroffen. Nach ihrem Gespräch mit US-Regierungsvertretern empfing der US-Präsident die deutschen Autobosse zu einem Gespräch, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

In Washington wollten sich die Topmanager der deutschen Autohersteller – Daimler-Chef Dieter Zetsche, VW-Boss Herbert Diess und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter – persönlich um ein gutes Verhältnis zur US-Regierung bemühen und die Bedeutung der deutschen Konzerne für die US-Industrie unterstreichen.

Vor dem Besuch im Weißen Haus waren unter anderem US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer die Gesprächspartner der drei deutschen Manager. Die Vertreter der Regierung wollten mit den Managern zunächst im Eisenhower Building neben dem Weißen Haus jeweils einstündige Einzelgespräche führen.

Die Aufregung um das von Trump vorgeschlagene Gipfeltreffen war groß gewesen. Schließlich ist die Zusammenkunft zwischen Vertretern der US-Regierung und der deutschen Wirtschaft diplomatisch ein ungewöhnlicher Vorgang.

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    Doch am Ende konzentrierten sich Zetsche, Diess und Peter bei ihrer US-Reise darauf, ein klares Bekenntnis zum amerikanischen Markt abzugeben. „Amerika ist für uns der wichtigste Absatzmarkt, und wir wollen die Geschäfte in den USA weiter ausbauen“, sagte ein Automanager dem Handelsblatt.

    Wirtschaftsminister Ross hatte die deutschen Autobauer zu mehr Produktion in den USA aufgefordert. Ziel sei es, das US-Handelsdefizit mit Deutschland bei Autos und Autoteilen zu senken, sagte Ross dem Finanzsender CNBC. Das gehe „hoffentlich mit erhöhter Produktion in den Vereinigten Staaten“ einher. Wichtig sei es, einen großen Teil der künftigen Elektroautoproduktion in die Staaten zu bekommen, sagte Ross.

    „Unser Handelsdefizit bei Autos und Autoteilen mit Deutschland beträgt rund 30 Milliarden US-Dollar“, so der Minister. „Das ist fast die Hälfte unseres gesamten Handelsdefizits mit Europa.“ Wenn die USA das Defizit mit Autos und Zulieferteilen nicht in Ordnung brächten und das Handelsdefizit mit China, dann werde man nicht weit kommen, sagte Ross.

    Herbert Diess (l.), Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, und der VW-Cheflobbyist Thomas Steg auf dem Weg zum Eisenhower Building. Quelle: dpa
    Washington

    Herbert Diess (l.), Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, und der VW-Cheflobbyist Thomas Steg auf dem Weg zum Eisenhower Building.

    (Foto: dpa)

    Ob das Treffen Bewegung in den festgefahrenen Handelsstreit zwischen Washington und Brüssel bringen kann, bleibt unklar. Ein offizielles Mandat für Verhandlungen hatten die Autobosse nicht, Handels- und Zollfragen der Europäischen Union liegen in der Verantwortung der EU-Kommission. Anfang 2019 sollen die Gespräche über einen neuen Handelspakt zwischen den USA und der EU starten.

    Im Sommer hatten EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Trump die Grundlage für ein solches Abkommen verkündet. Washington hat versprochen, vorerst keine Autozölle zu verhängen, hält aber die Drohkulisse aufrecht. Parallel hat die US-Regierung noch keine sogenannte Trade Promotion Authority (TPA) vom Kongress erteilt bekommen. Das ist eine Regelung, welche Handelsabkommen beschleunigt und in der Vergangenheit Vertragspartnern Sicherheit vermittelte.

    Botschafterin kurzfristig eingeladen

    Im Vorfeld des Gipfeltreffens hatte es Unstimmigkeiten über die Besetzung der Gesprächsrunde gegeben. Es ging um den Wunsch der Bundesregierung, dass an den Gesprächen auch die deutsche Botschafterin in Washington, Emily Haber, teilnehmen solle. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Wirtschaftsberater Lars-Hendrik Röller dafür ausgesprochen.

    Doch die US-Regierung hatte den Wunsch zunächst abgelehnt. „Die Teilnahme der deutschen Botschafterin hätte das Format der Gespräche verändert“, hieß es zur Begründung in der amerikanischen Administration. Kurzfristig erhielt Haber aber doch noch eine Einladung ins Weiße Haus, wie das Handelsblatt aus Botschaftskreisen erfuhr.

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    2 Kommentare zu "Drohende Strafzölle: Trump empfängt deutsche Autobosse überraschend im Weißen Haus"

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    • Deutsche Firmen werden in den USA Arbeitsplätze schaffen müssen, deshalb sind sie geladen. Die EU-Loser bleiben weiterhin arbeitslos, welch ein Glück dass es ALG2 gibt. Man sollte dieser Wohltat huldigen und weiterhin im Namen der Globalisierung Firmen nach Asien verkaufen. Die für die Zukunft nötigen moslemischen Fachkräfte kommen in Scharen
      und werden mit religiösen Blutwurstgesängen die Bevölkerung ernähren. Insgesamt gesehen bleiben die Burka für die Gläubigen und die gelbe Weste die den ganzen Mist nicht mehr ertagen können. Molotow sei Dank für seine europäische Erfindung.

    • Die Autobosse koennen nichts entscheiden - sie koennen bestenfalls Vorschlaege aus ihrer
      Sicht machen oder Geschenke entgegennehmen. Die Botschafterin waere auch nicht er-
      maechtigt gewesen Entscheidungen zu treffen. Je mehr Leute am Tisch waeren, um so
      schwieriger wird ein Konsens.

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