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Druck auf Maduro USA bereiten scheinbar weitere Sanktionen gegen Venezuela vor

Wegen Geldwäschevorwürfen könnten neue US-Sanktionen auf Venezuela zukommen. Auch die EU will mit gezielten Maßnahmen gegen Maduros engstes Umfeld den Druck erhöhen.
Update: 22.05.2019 - 04:24 Uhr 1 Kommentar
Anhänger von Präsident Nicolas Maduro in Venezuela: Der Machtkampf mit Oppositionsführer Juan Guaidó spitzt sich weiter zu. Quelle: AFP
Venezuela

Anhänger von Präsident Nicolas Maduro in Venezuela: Der Machtkampf mit Oppositionsführer Juan Guaidó spitzt sich weiter zu.

(Foto: AFP)

Washington Die USA wollen laut US-Medien unter Berufung auf Insider im Zusammenhang mit Geldwäschevorwürfen gegen venezolanische Regierungsmitglieder vorgehen. Sie würden verdächtigt, über ein vom Militär betriebenes Lebensmittelprogramm Geld für Präsident Nicolas Maduro gewaschen zu haben, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag. In den kommenden drei Monaten sollten Sanktionen und Strafanzeigen auf den Weg gebracht werden.

Beteiligt seien mehrere US-Behörden, darunter der nationale Sicherheitsrat und das Finanz-, Außen- und Justizministerium. Die beteiligten Behörden waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass die USA eine Reihe von Maßnahmen gegen Geldwäsche im großen Stil planten.

Die USA versuchen mit einer Ausweitung ihrer Sanktionen gegen Venezuelas Verteidigungs- und Sicherheitssektoren den Druck auf Präsident Nicolas Maduro zu erhöhen. Die Regierung in Washington unterstützt Venezuelas Oppositionschef Juan Guaidó, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ernannt hat und sich seit mehreren Monaten einen Machtkampf mit Maduro liefert.

Unterdessen sieht sich die Europäische Union in dem seit Monaten andauernden Machtkampf in Venezuela wegen ihrer politischen Parteinahme nicht in der Vermittlerrolle. „Wir sind nicht neutral“, sagte die Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Helga Schmid, am Dienstag in Buenos Aires. „Wir glauben, dass Präsident Nicolás Maduro über keine Legitimation mehr verfügt und die Nationalversammlung die einzige demokratische Institution ist.“

Eine militärische Intervention schloss die deutsche Spitzendiplomatin allerdings aus. „Wir wollen eine ausgehandelte, politische Lösung“, sagte sie. Mit gezielten Sanktionen gegen Maduros engstes Umfeld wolle die EU den Druck auf die Regierung in Caracas erhöhen. Breitere wirtschaftliche Sanktionen gegen das südamerikanische Land seien derzeit nicht vorgesehen, um der notleidenden Bevölkerung nicht noch weiter zu schaden, sagte Schmid.

Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich seit Januar einen erbitterten Machtkampf. Zwar wird Guaidó von vielen Ländern anerkannt, allerdings konnte er sich bislang in Venezuela nicht gegen Maduro durchsetzen. Dessen Regierung wiederum ist nicht in der Lage, die humanitäre Krise zu lösen und die Opposition mundtot zu machen.

Millionen Menschen in Venezuela sind von der Lebensmittel- und Medikamentenknappheit betroffen und sind auf das Nahrungsmittelprogramm CLAP angewiesen.

Mehr zum Machtkampf zwischen Maduro und Guaido.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Druck auf Maduro: USA bereiten scheinbar weitere Sanktionen gegen Venezuela vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Leider bereiten die USA weitere Sanktionen gegen Venezuela nicht "scheinbar", sondern tatsächlich vor, also müsste es bestenfalls heißen: "USA bereiten ANSCHEINEND weitere Sanktionen gegen Venezuela vor".
    Ich finde, dass Journalisten den Unterschied zwischen "scheinbar" und "anscheinend" kennen sollten"!!!

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