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Düstere Prognosen Troika sieht Griechenland nicht vor 2021 am Kapitalmarkt

Das pleitebedrohte Griechenland erhält die nächste Hilfszahlung. Doch die Lage in Griechenland wird eher dramatischer als besser: Die Schuldenprobleme könnten noch Jahrzehnte weiter schwelen.
21.10.2011 Update: 21.10.2011 - 21:28 Uhr 59 Kommentare
Griechenland dürfte noch viele Jahre mit seiner Schuldenlast kämpfen. Quelle: dpa

Griechenland dürfte noch viele Jahre mit seiner Schuldenlast kämpfen.

(Foto: dpa)

Brüssel Im Kampf gegen die Schuldenkrise braucht Griechenland noch mehr Geld. Das zweite Hilfspaket von 109 Milliarden Euro müsse aufgestockt werden, entschieden die Euro-Finanzminister am Freitag in Brüssel. Konkrete Zahlen nannten sie nicht.

Das Paket war im Juli von Euro-Partnern und Internationalem Währungsfonds (IWF) vereinbart worden. Zusätzlich sollten Banken und Versicherer mit bis zu 50 Milliarden Euro zur Rettung beitragen.

Schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutete an, ein hoher Schuldenerlass für Griechenland werde immer wahrscheinlicher. Man nähere sich dem Punkt, an dem ein Abschlag von 21 Prozent nicht mehr ausreiche, sagte Merkel am Freitag nach Angaben von Teilnehmern vor den Unionsabgeordneten. Im Gespräch sind ein Forderungsverzicht von 50 Prozent bis 60 Prozent. Erst im Juli waren 21 Prozent vereinbart worden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Sonntag in Brüssel über die Lage des Mittelmeer-Partners beraten. Dann könnte es auch um konkrete zusätzliche Beträge gehen. Im schlimmsten Fall müssten zusätzliche öffentliche Hilfen von 444 Milliarden Euro für Griechenland bereitgestellt werden, hieß es in einem Bericht der Sonderprüfer, der der Nachrichtenagentur dpa und der „Bild“-Zeitung vorlag. Die Last der Geldgeber könnte deutlich verringert werden, wenn private Gläubiger wie Banken und Versicherer zu einem höheren Verzicht bereit wären.

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    Die internationalen Geldgeber Griechenlands befürchten nach diesen Angaben, dass das Land noch bis zum Ende des Jahrzehnts an ihrem Tropf hängen könnte.

    Commerzbank-Chef Martin Blessing sprach sich als erster deutscher Top-Banker für einen offiziellen Staatsbankrott Griechenlands aus. „Griechenland braucht einen Schuldenschnitt. Es reicht nicht, nur Abschreibungen in den Bankbilanzen vorzunehmen“, sagte Blessing der „Bild“-Zeitung (Freitag).

    Sonderprüfer von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und des IWF mahnten in einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Analyse ein ehrgeiziges Hilfspaket an. Auch wenn Banken noch stärker als vorgesehen in die Pflicht genommen würden, seien große öffentliche Hilfen für eine langen Zeitraum nötig, schreiben die Prüfer der sogenannten Troika.

    Hilfstranche von acht Milliarden Euro kommt im November
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    59 Kommentare zu "Düstere Prognosen: Troika sieht Griechenland nicht vor 2021 am Kapitalmarkt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Na das sind doch mal gute Nachrichten, nun weis der dt. Steuerzahler endlich woran er ist und wofür er sich jeden Morgen aus dem Bett wältzt.

      Er sorgt mit seiner Arbeit dafür das nun mindestens 10 Jahre lang Griechenland ca. alle drei Monate 8-9 Mrd. Euro überwiesen bekommt.

      *Ironie an
      Sehr geehrte, vom zentralen Brüsseler Politbüro träumende Mitglieder des dt. Bundestag. Warum beschließen Sie nicht einfach Griechenland als einen dauernden Posten im dt. Haushaltasgesetz zu verankern. Nach dem Ministerialprinzip geordnet könnte man Griechenland doch einfach den Status eines dt. Ministeriums verpassen wie z.B. "Ministerium zur Eurorettung"!
      *Ironie aus

      Aber was machen wir mit Italien, Portugal, Spanien Irland...ja selbst Frankreich lechzt doch schon auf "gehebelte Kredite" aus Deutschland!

      Liebe Abgeordnete, merkt Ihr eigentlich noch irgend etwas?

    • Eine einfache Frage: Warum haben diese Herren ihr Maul nicht aufgemacht als kräftig auf Kredit nach Griechenland exportiert wurde?
      Und nicht nur Luxuslimousine für korrupte griechische Beamte aber auch Panzer und U-Boote die diese, durch deutsche Firmen bestochene griechische Beamte, bestellt hatten! Und alles auf Kredit, wohlgemerkt, von deutschen und französische Banken bei hoher Verzinsung gewährt.
      Das Gefühl des leichten Geldes kam einem Orgasmus gleich. Nun ist die Magd schwanger und keiner will es gewesen sein.

    • Nun habe ich eine einfache Frage: Warum haben diese Herren ihr Maul nivht aufgemacht als kräftig auf Kredit nach Griechenland exportiert wurde?
      Und nicht nur Luxuslimousine für korrupte griechische Beamte aber auch Panzer und U-Boote die diese durch deutsche Firmen bestochene griechische Beamte bestellt hatten! Und alles auf Kredit, wohlgemerkt, von deutschen und französische Banken bei hoher Verzinsung gewährt.
      Das Gefühl des leichten Geldes kam einem Orgasmus gleich. Nun ist das Magd schwanger und keiner will es gewesen sein.

    • @Andre

      Das zieht nicht mehr. Linke müssen jetzt auch mal Argumente bringen!

    • Die Piraten haben sich fast ausschließlich aus der rechtsradikalen Szene rekrutiert. Schämen Sie sich was, hier einen Piraten zu zitieren.

    • Der Euro war von Anfang an ein wirtschaftlich unsinniges, rein politisches Projekt. Aber die Wirtschaftsfachleute und Währungsexperten wie Prof. Dr. Hankel
      ( http://www.dr-hankel.de/ ) haben recht behalten. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion.

      Der Bürger muß nicht etablierte Parteien wählen, um den Politikern Beine zu machen.

      Viele deutsche Politiker (der etablierten Parteien) sitzen faul in Brüssel und haben einen gut bezahlten Job, der ihnen monatlich einen fünfstelligen Betrag einbringt.
      Deshalb sind sie aus ganz persönlichen Gründen gegen jede Veränderung hin zu einer neuen DM oder Nordeuro.

      Das erklärt auch den Kurs der etablierten Parteien. Das Wohl des deutschen Steuerzahlers ist ihnen egal. Sie achten nur auf ihr eigenes Wohlergehen.

    • berlin und die gallionsfigur pobereit sind das richtige beispiel



    • Matthias Schrade, Mitglied im Bundesvorstand der Piraten-Partei, meint:

      “Ich glaube, dass wir nicht umhin kommen werden, ein Kern-Europa mit dem Euro als Währung zu bilden mit Ländern wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Benelux. Wir brauchen eine Zone, die wirtschaftlich homogen ist und nicht, wie heute, komplett auseinanderdriftet. Dann würden wir eine stabilere Währungsunion bekommen, als die, die wir heute haben. Anderen Ländern steht es dann natürlich offen, beizutreten, sofern sie ihr Wirtschaftssystem reformiert und stabiler gemacht haben.”

      Diese Kompetenz ist aus dem Bundestag nicht vernehmbar. Vielmehr ist die herrschende Meinung, alles, auch wenn es nicht funktioniert, zu bewahren. Koste es, was es wolle. So aber werden die Piraten mehrheitsfähig.

      Mir fehlt noch ein entsprechendes Interview zum GG, denn auch hier muß man besorgt sein, wenn Bundestagsabgeordnete es einfach für Scheiße halten.

      http://www.bps-niedenstein.de/

    • Bravo

    • Warum soll Griechenland wieder an den Kapitalmarkt, damit wieder Banken Zinsen absahnen können ? Das kranke System kann so nicht weiterlaufen.
      Die Krise wäre einfach zu lösen wenn die Zinszahlungen in Tilgungen umgewandelt werden. Die Kredite müssen sofort zinsfrei gestellt werden. Damit verzichten die Banken auf Zinszahlungen müssen die Kredite aber nicht abschreiben. Somit müssen die Banken nicht gerettet werden oder rekapitalisiert werden. Damit werden die Staaten und der Steuerzahler wieder entlastet.
      Banken die Probleme wegen zu lange Rückzahlungen bekommen, sollen diese Kredite an die Zentralbank abgeben können und die Staaten tilgen weiter an die Zentralbank.
      Wenn ich Gläubiger wäre und vor der Wahl stehen würde entweder vollständige zinsfreie Rückzahlung oder weitere Zinsen mit der Aussicht dass später der Kredit nicht zurückgezahlt wird, würde die erste Variante wählen.
      Ebenfalls sollte die Staatsverschuldung eingeschränkt werden und nur bei wirtschaftlicher Flaute erlaubt sein. Die Hälfte des Defizites sollte durch Einsparungen gedeckt sein die andere Hälte durch einen zinslosen Kredit der Zentralbank. Aus dem Not der Menschen darf kein Geschäft für die Banken entstehen.
      Wenn die Wirtschaftsflaute vorbei ist sollte dieser sofort zurückgezahlt werden.
      Diese Regeln sollte in die EU Gesetzgebung festgeschrieben werden und die Beitrittsländer diese in ihre Verfassung vor dem Beitritt aufnehmen.

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