Eierwürfe auf Verteidigungsminister Wut über Flüchtlingsstrom auf Kos eskaliert

Weil das Militär die Flüchtlingswelle nicht stoppt, entlädt sich auf der griechischen Insel Kos die Wut gegen den Verteidigungsminister. Panos Kammenos wurde mit Eiern und Wasserfalschen beworfen.
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Die griechische Insel Kos wird von Flüchtlingen überflutet. Die Wut der etwa 200 Anwohner entlud sich jetzt gegen Verteidigungsminister Panos Kammenos. Quelle: dpa
Mit Flüchtlingsstrom überfordert

Die griechische Insel Kos wird von Flüchtlingen überflutet. Die Wut der etwa 200 Anwohner entlud sich jetzt gegen Verteidigungsminister Panos Kammenos.

(Foto: dpa)

AthenDer griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos ist am Freitag auf der Insel Kos von aufgebrachten Bürgern mit Eiern und Wasserflaschen beworfen worden. Rund 200 Insulaner protestierten, weil das Militär nicht eingesetzt wird, um die gewaltige Flüchtlingswelle aus der Türkei zu stoppen. Zudem bringt die Regierung nach ihrer Ansicht die Migranten nicht schnell genug zum Festland, wie örtliche Medien weiter berichteten.

Kammenos, zugleich Chef der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen, warf der Türkei vor, das Rückführungsabkommen mit der EU nicht einzuhalten. Er habe sogar Informationen, wonach die türkischen Behörden den Flüchtlingsstrom nach Griechenland förderten. In den vergangenen Tagen waren Tausende Migranten auf den Ostägäis-Inseln angekommen. Die Behörden dort sind völlig überfordert. Am Freitagabend wurde eine Fähre in Piräus mit fast 2000 Migranten aus den Inseln erwartet.

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  • dpa
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3 Kommentare zu "Eierwürfe auf Verteidigungsminister: Wut über Flüchtlingsstrom auf Kos eskaliert"

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  • Die Weicheier (-innen) die bei uns "Politik" machen, sabbern in Sachen Insel KOS und anderen Inseln senil ausschließlich über das Leid der edlen "Flöchtlinge" (von denen übrigens kein einziger in persönlicher Gefahr gewesen sein dürfte, als er die türkische Küste verließ).
    Für die griechische Inselbevölkerung hat diese Invasion de facto die Auswirkungen eines Völkermordes: Die wirtschaftliche Existenzgrundlage, der Tourismus, wird auf Jahre hinaus, vielleicht für immer, zerstört.Es ist auch wahrscheinlich, dass das Verhalten vieler "Flöchtlinge", die merken, dass es nicht so läuft, wie sie gedacht haben, gegen die einheimische Bevölkerung immer agressiver werden wird, bis hin zu regelrechtem Krimnalitätsterror. Die einheimische Bevölkerung wird in wachsender Zahl von den Inseln fliehen. Die Situation der einheimischen Bevölkerung, so wie sich vermutlich in 6 -12 Monaten darstellen wird, dürfte schauderhaft sein. Eine ganze Lebensform in alten europäischen Landschaften droht zerstört zu werden. Hier von drohendem Völkermord zu reden, ist definitiv nicht übertrieben. Wenn Griechen unsere Solidarität und Hilfe verdient haben, dann diese Inselbewohner.Und unsere Weicheier(-innen) sabbern dabei nur vom Leid der edlen "Flöchtlinge". Übrigens: Der deutsche Städtebund hat verlauten lassen, dass er es für möglich hält, dass in absehbarer Zeit die Situation von KOS sich in deutschen Städten abspielt.

  • "Am Freitagabend wurde eine Fähre in Piräus mit fast 2000 Migranten aus den Inseln erwartet."

    Erwartet?

    Tatsächlich erwartet.

    Hoffentlich nicht "händeringend", um dann unsere Renten in 30, 40, 50 Jahren zu finanzieren, wie ein gewisser "Thomas Albers" glaubt.


  • Auch in anderen Ländern werden bald die Eier auf die Polit-Darsteller fliegen. Ob das dabei bleibt glaube ich nicht.

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