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Ein Jahr nach Massenprotesten Regenschirme kehren in Hongkong zurück

Zum Jahrestag der „Regenschirm-Revolution“ in Hongkong wollen Protestgruppen genau ein Jahr, nachdem Polizisten auf Demonstranten Tränengas abgefeuert hatten, erneut auf die Straße gehen und gelbe Regenschirme aufspannen.
27.09.2015 - 15:37 Uhr
Gelbe Schirme waren zum Symbol der Proteste in Hongkong geworden, nachdem Demonstranten sich mit ihnen vor dem Tränengas geschützt hatten. Quelle: Reuters
Gelbe Regenschirme in Hongkong

Gelbe Schirme waren zum Symbol der Proteste in Hongkong geworden, nachdem Demonstranten sich mit ihnen vor dem Tränengas geschützt hatten.

(Foto: Reuters)

Hongkong Zum Jahrestag der „Regenschirm-Revolution“ genannten Proteste für mehr Demokratie in Hongkong wollen Protestgruppen erneut auf die Straße gehen. Am Montag um 17.58 Uhr Ortszeit, also genau ein Jahr, nachdem Polizisten am 28. September 2014 in der Nähe des Regierungssitzes auf Demonstranten Tränengas abgefeuert hatten, wollen Aktivisten eine Schweigeminute abhalten und gelbe Regenschirme aufspannen. Das teilte ein Bündnis von Protestgruppen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Schirme waren zum Symbol der Proteste geworden, nachdem Demonstranten sich mit ihnen vor dem Tränengas geschützt hatten. Neben einer Schweigeminute soll es auf dem Campus einer Hongkonger Universität Diskussionsrunden geben. Mit einer großen Sitzblockade, die vergangenen Herbst für mehrere Tage Teile der Stadt lahmlegte, wird in diesem Jahr jedoch nicht gerechnet.

Der Volkskongress in Peking hatte im August vergangenen Jahres zwar direkte Wahlen in Hongkong erlaubt, aber den Wählern eine freie Nominierung der Kandidaten verweigert. Daran hatten sich die Proteste in der früheren britischen Kronkolonie entzündet. Hongkong gehört seit 1997 als Sonderverwaltungsregion zu China, wird aber nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ autonom regiert.

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