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Eindrücke einer Feuerkatastrophe Brände in Australien halten an – Tausende Menschen sind auf der Flucht

Für das Wochenende wird im Osten Australiens eine neue Hitzewelle erwartet. Das dürfte die Lage in den Brandgebieten weiter verschärfen. Zahlreiche Städte werden evakuiert.
03.01.2020 - 07:05 Uhr Kommentieren
Feuerwehrleute kämpfen in der Nähe der Stadt Nowra mit dem Feuer und starken Winden. Quelle: AFP
Buschbrände in Australien

Feuerwehrleute kämpfen in der Nähe der Stadt Nowra mit dem Feuer und starken Winden.

(Foto: AFP)

Canberra Im Südosten Australiens herrscht Katastrophenalarm: Tausende Menschen sind auf der Flucht vor den verheerenden Buschbränden. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria sollten mehr als ein halbes Dutzend Städte evakuiert werden, darunter beliebte Touristenorte.

Am Freitag bildeten sich lange Staus, das Benzin wurde knapp. Die Polizei eskortierte die Autos aus den Feuergebieten. In der Küstenstadt Mallacoota brachte die Marine Menschen in Sicherheit, die sich an den Strand gerettet hatten.

In New South Wales bildeten sich lange Staus, die Polizei eskortierte Autos aus den Feuergebieten. Quelle: AFP
Batemans Bay

In New South Wales bildeten sich lange Staus, die Polizei eskortierte Autos aus den Feuergebieten.

(Foto: AFP)

In New South Wales ist es bereits der dritte Notstand dieser Brandsaison, für Victoria ist es das erste Mal in der Geschichte des Bundesstaates. Dort allein werden nach Angaben der Regierung 28 Menschen vermisst.

Allein in New South Wales ist mittlerweile etwa eine Fläche der Größe Belgiens abgebrannt. Quelle: dpa
Lake Conjola

Allein in New South Wales ist mittlerweile etwa eine Fläche der Größe Belgiens abgebrannt.

(Foto: dpa)

Die für Katastrophen zuständige Ministerin, Lisa Neville, rief die Bewohner dringend dazu auf, die Feuergebiete zu räumen. „Sie sollten weg, um Ihr Leben zu retten. Wenn Sie das nicht tun, schicken wir die Polizei, damit Sie diese Botschaft verstehen.“

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    Tausende Tiere sind bereits den Feuern zum Opfer gefallen. Quelle: AP
    Kängurus

    Tausende Tiere sind bereits den Feuern zum Opfer gefallen.

    (Foto: AP)

    Die Buschfeuer auf dem Kontinent wüten bereits seit Oktober. Landesweit starben mindestens 19 Menschen. Dieses Wochenende könnte sich die Lage bei großer Hitze und Gewittern weiter zuspitzen. In New South Wales und Victoria wüten aktuell fast 200 Feuer.

    Ein Farmer muss ein verletztes Kalb seiner Herde erschießen. Quelle: dpa
    Buschfeuer in Coolagolite

    Ein Farmer muss ein verletztes Kalb seiner Herde erschießen.

    (Foto: dpa)

    Die Brände haben auch Auswirkungen auf Sport-Events: Das Internationale Tennisturnier in der Hauptstadt Canberra, das am Montag starten soll, wird wegen der Brände in der Region in die rund 620 Kilometer westlich gelegene Stadt Bendigo verlegt, wie die Veranstalter am Freitag auf ihrer Homepage mitteilten.

    Mehr als 800.000 Hektar Buschland sind in dem Gebiet bereits verbrannt. Quelle: AP
    Feuer in Gippsland

    Mehr als 800.000 Hektar Buschland sind in dem Gebiet bereits verbrannt.

    (Foto: AP)

    Kim Kachel, Geschäftsführer des australischen Tennisverbandes ACT, sagte: „Die Gesundheit von Spielern, Fans, Freiwilligen, Mitarbeitern und Akteuren ist zu jeder Zeit unsere höchste Priorität.“ Wegen der von Wetter- und Feuerexperten prognostizierten Bedingungen in Canberra sei es unwahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen Spiele stattfinden könnten.

    Der australische Premierminister steht wegen seiner Klimapolitik in der Kritik. Quelle: Reuters
    Scott Morrison

    Der australische Premierminister steht wegen seiner Klimapolitik in der Kritik.

    (Foto: Reuters)

    In Australien sind die Feuer auch ein Politikum. Premierminister Scott Morrison, ein Kohle-Förderer, sieht die Brände als Naturkatastrophe und lehnt es ab, seine Klimapolitik zu ändern. Er wurde dafür kritisiert, dass er während der Krise nach Hawaii fuhr, er brach seinen Urlaub ab. Bei einem Besuch im Feuergebiet, in Cobargo, wurde Morrison am Donnerstag beschimpft. Während eines anderen Ortstermins, am Freitag in Lucknow, war der Empfang aber freundlicher.

    Mehr: Australien ist der größte Exporteur von Kohle und Flüssiggas. Trotz der Buschbrände will der Premier seine Klimapolitik nicht ändern.

    Flucht vor dem Feuer – Militär befreit eingekesselte Menschen mit Schiffen

    • dpa
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