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Einladung ins Weiße Haus Irans Außenminister: USA haben Einladung mit Sanktionsdrohung verbunden

Der iranische Außenminister hat sich mit einem US-Senator getroffen und wurde offenbar ins Weiße Haus eingeladen. Kritik übt Teheran dennoch.
Update: 05.08.2019 - 12:14 Uhr Kommentieren
Irans Außenminister wurde zuletzt von den USA mit persönlichen Sanktionen belegt. Quelle: dpa
Mohammed Dschawad Sarif

Irans Außenminister wurde zuletzt von den USA mit persönlichen Sanktionen belegt.

(Foto: dpa)

Teheran Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat eine Einladung nach Washington für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus bestätigt. „Mir wurde in New York gesagt, dass ich sanktioniert werde, falls ich diese Einladung nicht annehmen würde, (...) und ich habe sie nicht angenommen“, sagte Sarif auf einer Pressekonferenz am Montag in Teheran. Kurz danach kam er dann auf die US-Sanktionsliste der USA.

Laut Sarif kann es keine Verhandlungen mit den USA geben, „solange sie dem Iran eine Pistole an den Kopf halten“. Verhandlungen unter Druck und „Wirtschaftsterrorismus“ seien nicht akzeptabel. Vor einer Aufnahme der Verhandlungen müssten die Amerikaner laut Sarif zum Wiener Atomabkommen von 2015 zurückkehren und die Sanktionen aufheben. Außerdem seien Verhandlungen schwer vorstellbar, solange der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, sowie der Außenminister sanktioniert seien, sagte der iranische Chefdiplomat.

Trotzdem werde der Iran seine diplomatischen Bemühungen um eine Konfliktlösung nicht aufgeben. „Wir alle kommen und gehen, aber Diplomatie wird immer bleiben“, sagte Sarif. Auch mit den USA könne sich die Lage ändern. Aber die Bedingungen für Verhandlungen mit Washington bestimme der Iran, nicht die USA.

Der Iran hatte einen Kontakt seines Außenministers mit dem US-Senator Rand Paul schon am Sonntag bestätigt. Ein Regierungssprecher bestätigte außerdem, dass Sarif von Paul eine Einladung ins Weiße Haus zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump erhalten habe. „Erst trifft sich ein US-Senator mit Sarif, dann wird er sogar (ins Weiße Haus) eingeladen, am Ende aber wird er von den USA sanktioniert“, sagte Sprecher Ali Rabiei auf einer Pressekonferenz in Teheran. „Das ist doch wirklich kindisch und albern.“

Am 19. Juli hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er habe Senator Rand Paul beauftragt, die Möglichkeit von Gesprächen mit dem Iran auszuloten. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump. Die iranische Wirtschaft befinde sich im freien Fall und er sei zuversichtlich, dass es bald eine Einigung im Konflikt mit dem Iran gebe. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass sich Paul in New York mit Sarif getroffen habe.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind gestiegen, seitdem die USA 2018 einseitig aus dem internationalen Atomabkommen ausgestiegen waren und scharfe Sanktionen verhängten. Teheran hielt sich ein Jahr lang weiter an das Abkommen, das eine iranische Atombombe verhindern soll. Seit Juni aber änderte auch der Iran seine Politik. Der Teilausstieg aus dem Atomdeal und das Vorgehen gegen britische Öltanker im Persischen Golf sind Teil dieser neuen Politik.

Mehr: Reeder fürchten durch den Iran-Konflikt weitere Eskalationen in der Straße von Hormus – und vermeiden die Durchfahrt.

  • dpa
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