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Eklat um Morales-Mitarbeiter Spanische Diplomaten müssen Bolivien verlassen

Die bolivianische Regierung wirft spanischen Diplomaten vor, sie wollten Morales-Gefolgsleute außer Landes schleusen. Sie mussten Bolivien verlassen.
30.12.2019 Update: 30.12.2019 - 04:44 Uhr Kommentieren
Bolivien: Spanische Diplomaten müssen das Land verlassen Quelle: dpa
Ex-Präsident Morales in Argentinien

Evo Morales, Ex-Präsident von Bolivien, nimmt an einer Pressekonferenz in Buenos Aires teil. Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten erlassen.

(Foto: dpa)

La Paz Boliviens Regierung hat mehrere spanische Diplomaten in einem diplomatischen Streit um ranghohe Gefolgsleute von Expräsident Evo Morales des Landes verwiesen. Die Diplomaten verließen auf Druck von Innenminister Arturo Murillo am Sonntag das Land. Hintergrund des Eklats ist ein Besuch der Spanier in der Residenz des mexikanischen Botschafters in Laz Paz, wo sich hohe Ex-Mitarbeiter von Morales seit dessen Rücktritt im November versteckt halten.

Die geschäftsführende bolivianische Regierung wirft der spanischen Geschäftsträgerin Cristina Borreguero und fünf ihrer Kollegen vor, sie hätten versucht, die Morales-Gefolgsleute aus dem Gebäude und dann außer Landes zu schleusen. Erschienen sei Borreguero dort am Freitag „in Begleitung vermutlich bewaffneter, vermummter Männer, die auf hinterhältige und heimliche Weise versucht“ hätten, die Residenz zu betreten, hieß es. Gegen die dort ausharrenden Ex-Mitarbeiter von Morales hat die neue Führung in La Paz Anklage wegen Aufwiegelung, Terrorismus und Wahlbetrug erheben und ein Ausreiseverbot verhängen lassen.

Spanien wies die Vorwürfe zurück. Der Besuch von Geschäftsträgerin Borreguero in der Botschafterresidenz sei aus „Höflichkeit“ erfolgt. Ähnlich äußerte sich auch Mexiko. Doch Boliviens Außenministerin Karen Longaric bezeichnete die Diplomatenvisite als „Übergriff“, der die Souveränität ihres Landes mit Füßen getreten habe. Jorge Tuto Quiroga, ein anderer Spitzenpolitiker, sprach sogar von „kriminellem Neokolonialismus“.

Morales war am 10. November nach fast 14 Jahren an der Macht unter dem Druck der Militärführung als Staatschef zurückgetreten. Hintergrund waren Massenproteste gegen seine umstrittene Wiederwahl am 20. Oktober, in deren Folge eine Prüfkommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) erhebliche Unregelmäßigkeiten feststellte. Morales ging zunächst ins Exil nach Mexiko und zog später nach Argentinien weiter.

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    Mehr: Haftbefehl gegen Evo Morales. Die bolivianische Justiz warf dem Ex-Präsidenten „Terrorismus“ und „Aufruhr“ vor. Morales bezeichnete dies als Einschüchterungsversuch und will nach Bolivien zurückkehren.

    • ap
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