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Els Borst Niederländische Ex-Gesundheitsministerin tot aufgefunden

Els Borst, frühere niederländische Gesundheitsministerin, ist tot. Die 81-Jährige lag leblos in ihrer Garage. Bei der Legalisierung der Sterbehilfe in den Niederlanden hatte sie 2002 eine führende Rolle gespielt.
11.02.2014 - 13:33 Uhr Kommentieren
Els Borst war noch am Samstag bei einer Veranstaltung ihrer Partei D66 gesehen worden. Die Todesursache ist noch unklar. Quelle: dpa

Els Borst war noch am Samstag bei einer Veranstaltung ihrer Partei D66 gesehen worden. Die Todesursache ist noch unklar.

(Foto: dpa)

Amsterdam Die frühere niederländische Gesundheitsministerin Els Borst ist tot in ihrer Garage aufgefunden worden. Dies bestätigte die Polizei am Dienstag. Die Todesursache war zunächst unklar. Die 81-Jährige hatte eine führende Rolle bei der Legalisierung der Sterbehilfe in den Niederlanden 2002 gespielt.

Ministerpräsident Mark Rutte würdigte Borst als weise und professionell. Sie habe klare, aber wohl abgewogene Standpunkte vertreten und sich dabei nicht beirren lassen. „Sie hat die Menschen mit ihrer Offenheit, ihrer Milde und ihrer Ehrlichkeit für sich eingenommen“, sagte Rutte.

Noch am Samstag war Borst bei einer Veranstaltung ihrer Partei D66 gesehen worden. Der Sprecher der Polizei Utrecht, Thomas Aling, sagte dem Sender NOS, man schließe weder eine natürliche Todesursache noch einen Unfall oder ein Verbrechen aus, auch wenn es keine Hinweise auf eine Straftat gebe.

Borst war eine Medizinwissenschaftlerin und amtierte von 1994 bis 2002 als Ministerin. Ihre Ansichten fachten oft den Widerstand religiöser Gruppen an. In der Bevölkerung genoss sie jedoch großen Rückhalt.

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    Das Sterbehilfegesetz schrieb die damals bereits gängige Praxis fest. Es erlaubt Hilfe zum Sterben, wenn eine unheilbar kranke Person dies selbst wünscht und unerträglich leidet. Zwei Ärzte müssen zustimmen. Borst war auch verantwortlich für ein Gesetz, das die Nutzung von Gewebe abgetriebener Föten zu Forschungszwecken erlaubte.

    Im vergangenen Jahr meldete sich die ehemalige Ministerin mit einem Meinungsartikel in der Zeitung „Algemeen Dagblad“ zu Wort und kritisierte die Ablehnung von Masernimpfungen durch die niederländischen Kalvinisten. „Wenn alles Gottes Wille ist, dann gehört dazu auch die Erfindung von Impfstoffen, genauso wie die des Sicherheitsgurts“, schrieb sie.

    • ap
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