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Ende des Turbo-Wachstums China-Blase vor dem Platzen?

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Seit Monaten schwelt die Angst vor einer Kreditkrise

Zwar räumen die Bankökonomen ein, dass die Kredite der Banken im Jahr 2012 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betrugen und die Quote damit deutlich höher als zehn Jahre zuvor liegt. Doch sei dabei zu berücksichtigen, dass die Verschuldungsquote vor allem 2008/2009 gestiegen sei. „Dies war eine Folge des Konjunkturpakets der chinesischen Regierung, die die staatlichen Banken angewiesen hatte, die Kreditvergabe – vor allem an die Gebietskörperschaften – deutlich zu erhöhen, um die Konjunktur nach der Lehman-Pleite zu stabilisieren.“

Dies erklärt demnach auch die Zunahme der Unternehmensverschuldung. Schaue man alleine auf die Kreditvergabe der Banken, sei keine Übertreibung feststellbar. In den Jahren 2010 und 2011 sei die Schuldenquote stabil geblieben, 2012 sei sie ein wenig gestiegen. „Insgesamt sprechen die Daten nicht für eine Kreditblase“, betonen die Experten.

Sie glauben daher auch nicht, dass sich die derzeitige Wachstumsverlangsamung zu einer langen, durch einen Schuldenabbau ausgelösten Wirtschaftskrise auswachsen werde. „Vielmehr rechnen wir mit einer normalen Konjunkturverlangsamung, die von der Politik auch zum Teil beabsichtigt ist, um ökologische und soziale Probleme zu begrenzen.“

Nach Einschätzung von Dekabank-Chefökonom Kater steht China vor einer Änderung seines Geschäftsmodells, weg von der ausschließlichen Industrialisierung der bislang in der Agrarproduktion tätigen Beschäftigten, hin zu höherwertigen Produktionen, mit höheren Löhnen und einer entsprechen steigenden Binnennachfrage. „Das heißt aber auch, dass die niedrigsten Wachstumsfrüchte abgeerntet sind“, fügte der Volkswirt hinzu.  Das Wachstum dürfte in den kommenden Jahren nicht mehr regelmäßig zweistellig ausfallen. „Allerdings sind die Tage hoher Wachstumsraten in China noch lange nicht gezählt“, so Kater weiter.

China habe noch viel aufzuholen und werde dies auch weiterhin umsetzen. „Aber Entwicklungsprozesse verlaufen nicht gradlinig, sondern in Schüben“, gibt der Ökonom zu bedenken. „Für die kommenden Quartale können die Zuwachsraten auch unter sieben Prozent Jahresraten fallen, bevor die Wirtschaft wieder neue Fahrt aufnimmt.“

Dennoch: Die weltweite Furcht vor einer Kreditkrise in China kommt nicht von ungefähr. Sie war in den vergangenen Monaten sogar zunehmend gewachsen. Viele zogen schon Vergleiche mit den Kreditkrisen beispielsweise in Thailand 1997 oder in den USA 2008. Die Ratingagentur Fitch hatte daher im April bereits die Bonität chinesischer Staatsanleihen in Lokalwährung heruntergestuft – es war die erste Herabstufung in 14 Jahren.

Hinzu kamen akute Stresserscheinungen im Finanzsystem, wo Ende Juni zeitweise der Interbankenmarkt, an dem sich Banken untereinander Geld leihen, praktisch zusammenbrach.

Dass eine China-Blase platzt, davor fürchtet sich die Welt allerdings schon seit Jahren. Passiert ist nichts. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch passieren kann.

Mitarbeit: Finn Mayer-Kuckuck und Frank Sieren

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38 Kommentare zu "Ende des Turbo-Wachstums: China-Blase vor dem Platzen?"

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  • @Fredi
    China hat eine Planwirtschaft. Da platzt so schnell nichts
    HA,HA ;HA
    Das ihr Kommunisten nie schlau werden könnt, denn eure geliebte DDR hatte wie auch alle anderen Kommunisten Staaten eine Planwirtschaft das ging so lange gut bis nichts mehr zu verheimlichen da war, euch der ganze "Laden" um die Ohren flog und das wird auch in China nicht anders sein.

  • "Die Berichterstattung in deutschen Medien über die Situation in Deutschland und der EU in den zwangsfinanzierten ÖR Medien ist keineswegs als objektiv zu bezeichnen. Da haben die Parteien an den richtigen Stellen ihre Leute installiert und die folgen bereitwillig den Vorgaben der Landesfürsten und der Parteizentralen. "
    Wo gibt es denn dann eine objektive Berichterstattung? Die Privaten fallen raus, Gossenniveau. Die oft wirtschaftskritischen Sendungen der ÖR würde es bei den Privaten zwecks Verflechtung nie geben.Was bleibt da noch?

    Wo gibt es Objektivität? Ich glaube die ÖR sind da noch die Einäugigen unter den Blinden. Leider hat sich die CDU jüngst beim ZDF eingemischt. Das müsste halt unterbunden werden. Aber es gibt hinsichtlich der neutralen Berichterstattung keine Alternative zu den ÖR.

  • Haben Sie sich vertippt und meinten Sie Hobsbwam Eric?

  • Und was ist mit der Verschuldung der Unternehmen ? Die Chinesischen Unternehmen haben ein wesentlich höhere Eigenkapitalquote als die westlichen Konzerne. Trotz gewaltiger Wachstumsraten.

    http://finance.yahoo.com/q/bs?s=CGA+Balance+Sheet&annual

    http://finance.yahoo.com/q/bs?s=MON+Balance+Sheet&annual

  • Ihr seit Toll, ich lese das gerne, da ein kleiner Tipp, es hilft nur beten!

  • Achso @hafnersp

    Wenn der Schuldenschnitt kommt...dann kommt auch der Schnitt für die Vermögenden...egal ob Millionör oder Milliardär. Oder haben Sie NICHT verstanden wie das Geldsystem funktioniert? ich denke doch...das hatten Sie ja gut auf Ihrer Seite erklärt :)

    Die Lösung wäre eine Änderung des Geldsystems!! Das aber wollen Sie doch nicht wirklich! Dann wären Sie ja arbeitslos :)

    Also...immer schön vor der eigenen Türe kehren, gell :-)

  • Sehr geehrte Autoren, bitte korrigieren sie den Fehler in der Rubrik "Negative Leistungsbilanz", wo folgendes fälschlicherweise behautptet wird: "Auch das BIP der Chinesen war 2011 mit 12.900 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie das BIP der EU (5100 Milliarden Euro)" Laut Wikipedia war das BIP der EU 2012 16584 Mrd $, das Chinas ohne Hongkong nur 8227 Mrd $, daher ist das BIP der EU noch deutlich größer als das Chinas und nicht halb so groß.

  • @hafnersp

    Wenn SIE mal das Geldsystem verstanden hätten, wüssten Sie, dass man keine SChulden abbauen kann! :)...DAS GEHT NUR AUF KOSTEN DER ÄRMSTEN IN EINER GESELLSCHAFT!

    Wir sind uns in vielem einig...am HUMANISMUS scheiden sich aber dann doch unsere Geister :-)....und noch einmal....DUMMHEIT MUß BESTRAFT WERDEN!! Wer sich durch Überschuldung reich rechnen will, ist total verblödet :)

    Und hören Sie doch mal mit dem Leistungsprinzip auf! Wer legt denn fest was Leistung ist?? Richtig! Einen Herrschende Klasse :-P

    Und damit ist mein Beitrag zu dem Thema beendet. Wenn ich ihre Prvate E-Mail hätte, würde ich Ihnen noch ganz andere Sachen mitteilen, grins

  • @WolfgangPress

    DEM ist nichts merh hinzu zu fügen! Jeder kehre vor der eigenen Haustüre :)

    Die HERRSCHENDE KLASSE wird nichts unversucht lassen, die Masse zu manipulieren um weiter ihre Pfründe zu sichern!

  • @Marco99

    Ich stimme Ihnne voll zu! Die Frage ist nur, ob gewisse Leute nicht mit ABSICHT auf den Crash steuern?! Und was kommt danach?

    Durch mein Arbeit in der Politk kann ich allen versichern, dass es KEINE ZUFÄLLE GIBT! DIE WELT WIRD GESTEUERT! Und nach der Reichstumsforschung von Krysmanski gehts wieder zurück ins Mittelalter, wenn die Masse weiter schläft.

    ES GEHT UM DIE PRIVATISIERUNG DER WELT!! Schöne Zukunft, gell....wäre ja auch völlig egla, wenn humanistische Menschen regieren würden.

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