Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Enrico Letta „Es wird eine klare Mehrheit geben“

Enrico Letta, der Vize des demokratischen Spitzenkandidaten Pierluigi Bersani, spricht über die Wahlen in Italien. Der Industrieverband hat der künftigen Regierung ein Drehbuch für Wirtschaftsreformen geschrieben.
2 Kommentare
Der demokratische Spitzenkandidat Pierluigi Bersani bei der Abstimmung in Italien. Quelle: dpa

Der demokratische Spitzenkandidat Pierluigi Bersani bei der Abstimmung in Italien.

(Foto: dpa)

Düsseldorf51 Millionen Italiener wählen heute und morgen ein neues Parlament, darunter sehr viele Erstwähler, die sich nach letzten Umfragen von dem Populisten Beppe Grillo und seiner Gegen-alles-Politik anstecken lassen. Mittlerweile steht nicht mehr die Frage im Mittelpunkt, ob es Silvio Berlusconi noch einmal schafft, Gewinne einzufahren, sondern ob es ein Patt und im schlimmsten Fall baldige Neuwahlen gibt.

Selbst italienische Zeitungen schreiben ausführlich über die Besorgnis in den anderen EU-Ländern, wenn sie auf Italien blicken.  „Alte Vorurteile und neue Ängste“ titelt der Mailänder Corriere della Sera und beschreibt die Befürchtungen in Europa, dass „das Chaos, in dem Italien steckt, zu Drama wird.“

„Es wird eine klare Mehrheit geben“ sagt Enrico Letta (PD) dem Handelsblatt. Der Vize des demokratischen Spitzenkandidaten Pierluigi Bersani hat wie alle Politiker Freitagabend seinen Wahlkampf beendet. Nur Silvio Berlusconi hat das gesetzlich vorgeschriebene Schweigen vor dem Wahltag gebrochen und gestern in einem Radiointerview die Richterschaft beschimpft und mit der Mafia verglichen – der letzte Versuch, noch Stimmen einzufangen.

Wirtschaftsexperte Letta erklärt, dass es ein deutliches Wahlergebnis aufgrund des Wahlgesetzes geben werde. „Das Gesetz sieht sowohl für die Abgeordnetenkammer als auch für den Senat hohe Mehrheitsprämien für die stärkste politische Kraft vor“, sagt er. Es habe zwar viele Defekte – eine Änderung des Wahlgesetzes scheiterte im Winter am Streit der Parteien – aber es helfe wenigstens zur Regierungsfähigkeit.“

Mit stabilen Mehrheiten können Investoren und im Grunde die ganze Eurozone beruhigt werden. Letta, der Industrieminister in der Regierung Prodi war, zählt die Schwachpunkte Italiens auf: „Ökonomisch absolute Priorität nach den Wahlen hat die Beschäftigung.“ Die Arbeitslosenrate in Italien liegt nach den neuen EU-Zahlen vom Wochenende bei elf Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei 35 Prozent.

Brexit 2019
„Wir brauchen ein Wirtschaftswunder“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

2 Kommentare zu "Enrico Letta: „Es wird eine klare Mehrheit geben“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @dem kann ich nur zustimmen.

    Berlusconi beschleunigt nur den Neu-Anfang.

    D-Land wird dann auf den 0,8 Bio EURO Target-2 sitzen bleiben + den Garantiezusagen; wenn ich D-Land schreibe meine ich den Deutschen noch Mittelstand.

  • "Priorität hat die Absenkung der Arbeitskosten".

    Dies führt zu deutlich weniger Privatkonsum, schwächt also die Binnenkonjunktur u. wird demnach die Arbeitslosenzahlen weiter erhöhen. Es ist die Politik der EU-Junta mit Merkel an der Spitze. Brünning lässt grüßen!

    Italien, wie auch Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken im Dilemma der quadratur des Kreises aus der es kein entrinnen ohne massive Inflation, wirtschaftlichem Totalzusammenbruch u. letztendlich Krieg gibt. Danke Herr Kohl, danke Herr Schröder, Fischer, Steinbrück, Schäuble, .....

Serviceangebote