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Enrico Letta vereidigt In Italien regiert Berlusconi wieder mit

Nach Monaten der Unsicherheit hat Italien eine neue Regierung: Der Linksliberale Letta wurde als Premier vereidigt und regiert mit der Berlusconi-Partei. Während der Vereidigung fielen vor dem Regierungssitz Schüsse.
28.04.2013 Update: 28.04.2013 - 17:08 Uhr 9 Kommentare
Italiens neuer Premierminister Enrico Letta. Quelle: Reuters

Italiens neuer Premierminister Enrico Letta.

(Foto: Reuters)

Rom Die neue italienische Regierung unter Ministerpräsident Enrico Letta ist offiziell im Amt. Staatspräsident Giorgio Napolitano vereidigte Letta und sein 21-köpfiges Kabinett am Sonntag feierlich in seinem Quirinale-Palast. Am Vorabend war die von einer großen Koalition getragene Regierungsriege vorgestellt worden.

Lettas Regierung beendet eine lange politische Krise, die nach der Wahl Ende Februar wegen eines Patts im Senat ausgebrochen war. Der linksliberale Letta (46) muss sich am Montag nach einer Regierungserklärung im Parlament einem Vertrauensvotum stellen.

Letta führt eine große Koalition aus seiner Demokratischen Partei (PD) und der rechten Partei Volk der Freiheit (PdL) von Silvio Berlusconi an. Der Ex-Premier ist zwar nicht Mitglied der Regierung, zieht aber im Hintergrund weiterhin die Fäden in seiner Partei. Er hatte auch direkt mit Letta über die Regierungsbildung verhandelt.

Während der Vereidigung des neuen italienischen Kabinetts schoss ein Bewaffneter am Sonntag vor dem Regierungssitz in Rom auf Polizisten. Das Motiv war Wut auf die Politiker, erklärte die italienische Staatsanwaltschaft. Der mutmaßliche Täter habe bei der Polizei ausgesagt, er habe Politiker angreifen wollen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Sonntag. Bei dem Mann handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 49-jährigen Arbeitslosen aus dem süditalienischen Kalabrien. Der Mann hatte eine Passantin und zwei Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Unmittelbar nach der Tat wurde der Mann festgenommen.

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    Schüsse vor Amtssitz von Italiens Ministerpräsident

    Laut Ansa wurde eines der Opfer am Hals verletzt und schwebte in Lebensgefahr. Auch eine Passantin sei leicht von einem Projektil gestreift worden. Augenzeugen berichteten, der Schütze habe aus etwa fünf Metern Entfernung auf die Carabinieri geschossen.

    Der Regierungssitz Palazzo Chigi liegt in rund einem Kilometer Entfernung vom Präsidentenpalast in Rom nahe einer belebten Einkaufs- und Touristenmeile. Medienberichten zufolge wurde nach der Schießerei der Platz vor dem Präsidentenpalast, wo gerade die neue Regierung vereidigt wurde, aus Sicherheitsgründen geräumt.

    Die wichtigsten Minister in der Übersicht
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    9 Kommentare zu "Enrico Letta vereidigt: In Italien regiert Berlusconi wieder mit"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hauptsache Europa Konform (Brüssel, Berlin, Paris).
      Grillo? Lieber nicht, der hätte in Italien aufgeräumt.
      Also lieber wieder mit Berlusconi und alles bleibt beim Alten! Danke, Brüssel, Berlin und Paris!

    • Dem ist nichts hinzuzufügen, außer nochmal klarzustellen, dass es jetzt um alles geht. Nach und nach kippt ein Land nach dem anderen Richtung Eurobonds...

      Entweder zahlen noch die Kinder unserer Kindeskinder für eine niemals in Friedenszeiten wieder aufzulösende Transferunion oder wir machen jetzt den Anfang für einen Ausstieg aus dem Euro

    • ZITAT
      Denn Berlusconie wird sagen wo es lang geht

      Dank dem Totalverweigerer Peppe Grillo !

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Na immerhin war Monti doch wesentlich besser als Berlusconi, und das Montis Handschrift bleibt, ist nur zu hoffen. Ich fürchte aber die Berlusconi-Denke wird sich durchsetzen, sonst hätte der eitle Lustgreis niemals in die Koalition eingewilligt. Na hoffentlich kommt es dann noch vor September zum High Noon mit Merkel

    • Gleiche "Denkfabrik" wie Monti, also an der generellen Richtung ändert das sicher nichts...

      http://www.trilateral.org/download/file/TC_list_4-13.pdf
      Scheint Gewohnheit zu werden.

    • Das kann nun noch lustig werden. Denn Berlusconie wird sagen wo es lang geht
      Merkel wird ihr Rettungswahn um die Ohren gehauen werden. So viel kan die gar nicht mehr retten
      Was die da angefangen hat, ist derart kriminell, dass man sie dafür vor Gericht stellen sollte
      Andre Länder lachen sich doch schlapp über uns, sie wissen doch, die doofen Deutschen zahlen doch, was sollen wir uns anstrengen.

    • Italien wird sich als drittgrößte Industrienation Europas jetzt gegen den Euro stellen - oder zumindest darauf bestehen, dass Eurobonds eingeführt werden -, während Reformen, auf die lange Bank geschoben werden, bzw. erst gar nicht in Angriff genommen werden. Was aus den Franzosen wird, ist völlig unklar. Wahrscheinlich ist jedoch, dass sich Frankreich mit den südländigschen Bankrotteuren gemein macht (erste Tendenzen sind seit langem erkennbar). Ja, und von den anderen Losern, die bereits auf Hilfen von uns hoffen konnten, die allerdings alles wieder nachverhandeln wollen, will ich erst gar nicht reden. Angesichts dieser Desolatesse muss man konstatieren, dass der Euro eine Totgeburt ist, die nur noch durch die EZB und ESM für ein paar Monate gerettet werden kann. Irgendwann müssen wir mit diesem unwürdigen Euro-Wahn schluss machen, sonst gefährden wir die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Also: Alternative für Deutschland wählen - alles andere hat keinen Sinn mehr!

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