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Entmilitarisierte Zone Nordkorea will wieder Militärübungen an der Grenze durchführen

Nordkorea will Soldaten wieder an die Grenze zu Südkorea schicken. Die innerkoreanischen Beziehungen erleiden dadurch einen weiteren Rückschlag.
17.06.2020 - 02:42 Uhr Kommentieren
Nordkorea will wieder Soldaten in die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea schicken. Quelle: dpa
Grenze zwischen Nord- und Südkorea

Nordkorea will wieder Soldaten in die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea schicken.

(Foto: dpa)

Seoul Nordkorea will Militärübungen an der Grenze zu Südkorea wieder aufnehmen und Soldaten in die früher gemeinsam genutzten Industrie- und Tourismusgebiete verlegen. Regimenter würden in den Industriepark der Grenzstadt Kaesong sowie in das Kumgang-Gebirge an der Ostküste geschickt, kündigte die Armeeführung des Landes am Mittwoch an. Militärübungen sollten außerdem wieder aufgenommen, Wachposten an die Frontlinie entsendet und Propagandaballons Richtung Süden geschickt werden.

Am Dienstag hatte Nordkorea ein innerkoreanisches Verbindungsbüro in Kaesong gesprengt. Nordkorea verschaffte sich damit seinem Unmut über Propagandaflugblatt-Aktionen südkoreanischer Aktivisten Luft, die die Führung in Pjöngjang kritisieren.

„Eine Lösung der gegenwärtigen Krise zwischen dem Norden und dem Süden, die durch die Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit der südkoreanischen Behörden verursacht wird, ist ausgeschlossen und kann nur beendet werden, wenn ein angemessener Preis gezahlt wird“, meldete der staatliche Sender KCNA.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in hatte am Montag angeboten, seinen nationalen Sicherheitsberater und seinen Geheimdienstchef als Sondergesandte nach Pjöngjang zu schicken. Aber Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und selbst eine einflussreiche Funktionärin in der regierenden Arbeiterpartei, „lehnte den taktlosen und bösartigen Vorschlag entschieden ab“, berichtete KCNA. Moons Gesandte zur „Überbrückung von Krisen“ seien ein vollkommen abwegiger Vorschlag und er müsse verstehen, dass ein solcher „Trick nicht mehr ziehe“. Es gab keinen unmittelbaren Kommentar von der Regierung in Seoul.

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    Die KPA erklärte am Dienstag einem Medienbericht zufolge, das Militär prüfe „Aktionspläne“, die eine Rückkehr in Gebiete vorsähen, die 2018 im Rahmen eines Abkommens demilitarisiert wurden, sowie eine Umwandlung der „Frontlinie in eine Festung“. Seouls Verteidigungsministerium hat Nordkorea aufgefordert, sich an das innerkoreanischen Friedensabkommen zu halten. Beide Seiten hatten darin gelobt, „alle feindlichen Handlungen“ einzustellen und als Folge bereits eine Reihe von Militärstrukturen entlang der DMZ abgebaut.

    Mehr: Die Gespräche über eine Denuklearisierung Nordkoreas sind schon lange gescheitert. Nun ist entscheidend, wie weit Diktator Kim Jong Un geht.

    • rtr
    • dpa
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